Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Indikatoren, Deutschland

FRANKFURT - Angesichts zuletzt steigender Verbraucherpreise hat Bundesbank-Präsident Jens Weidmann die Sorge vor einer mittelfristig überschießenden Inflation gedämpft.

28.06.2021 - 14:59:30

Weidmann wirbt für ausgewogenen Blick auf steigende Inflationsraten. "Viele Menschen sorgen sich, dass mit der wirtschaftlichen Erholung die Inflation zurückkehren könnte. Diese Sorgen nehme ich sehr ernst", sagte Weidmann bei einer Bankenkonferenz am Montag in Frankfurt.

Seit Jahresbeginn hat die Teuerung in Deutschland stetig zugelegt, im Mai erreichte die jährliche Inflationsrate mit 2,5 Prozent den höchsten Stand seit fast zehn Jahren. Vor allem steigende Energiepreise trieben die Verbraucherpreise nach oben.

Die Bundesbank hält vorübergehend Teuerungsraten um vier Prozent für möglich - gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI, den die Europäische Zentralbank (EZB) für ihre Geldpolitik heranzieht. "Das schmälert die Kaufkraft der privaten Haushalte", erklärte Weidmann. "Doch ihre Kaufkraft war im Vorjahr durch die temporäre Mehrwertsteuersenkung auch erhöht. Und für den Anstieg der Teuerungsrate sind noch weitere besondere Einflüsse maßgeblich: das Klimapaket, höhere Preise für Rohöl und Nahrungsmittel sowie ein statistischer Sondereffekt bei Pauschalreisen. Diese Faktoren steigern die Inflationsrate aber nur vorübergehend."

Nicht ausgemacht sei dagegen, dass Anbieter Preise für Waren und Dienstleistungen auf breiter Front anheben werden, weil die Konsumnachfrage nach einer Lockerung der Corona-Einschränkungen deutlich anziehen dürfte. "So oder so würden Nachholeffekte den Preisauftrieb wohl nicht auf Dauer befeuern", sagte Weidmann. "Für eine hartnäckig überhöhte Inflationsrate wären Zweitrundeneffekte entscheidend - in Form eines deutlich kräftigeren Lohnwachstums oder spürbar gestiegener Inflationserwartungen. Dies zeichnet sich jedoch derzeit nicht ab." Deshalb erwarteten die Volkswirte der Notenbank für die nächsten Jahre wieder Teuerungsraten unter 2 Prozent in Deutschland.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Frankreich: Verbraucherstimmung trübt sich ein. Der vom Statistikamt Insee erhobene Indikator fiel zum Vormonat um zwei Punkte auf 101 Zähler, wie Insee am Mittwoch in Paris mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 102 Punkten gerechnet. PARIS - Die Stimmung der französischen Verbraucher hat sich im Juli eingetrübt. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 09:05) weiterlesen...

Deutschland: Stärkster Anstieg der Importpreise seit 1981 - Preistreiber Energie. Im Jahresvergleich seien die Einfuhrpreise um 12,9 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Analysten hatten bereits mit einer hohen Jahresrate gerechnet, waren im Schnitt aber nur von einem Zuwachs um 12,6 Prozent ausgegangen. WIESBADEN - Nach Deutschland importierte Güter haben sich erneut stark verteuert. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 08:35) weiterlesen...

Elektrobranche erwartet starke Erholung des Weltmarkts. Im laufenden Jahr rechnet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) mit einem kräftigen Wachstum von neun Prozent. Für Deutschland erwarte man ebenfalls eine starke Erholung von der Corona-Krise und kalkuliere mit einem Plus von sechs Prozent, teilte der ZVEI am Mittwoch mit. Nach dem Pandemiejahr ist die Ausgangsbasis für das Wachstum allerdings relativ niedrig. FRANKFURT - Die deutsche Elektroindustrie erwartet eine starke Erholung des Weltmarkts für Branchengüter. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 08:33) weiterlesen...

Impfmüdigkeit und mehr Infektionen lassen Konsumklima stagnieren. Die Erwartungen der Deutschen an die Konjunktur und die Einkommenserwartung seien leicht zurückgegangen, teilte das Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK am Mittwoch mit. Der von der GfK ermittelte Index für das Konsumklima im August lag bei minus 0,3 Punkte und verharrte damit auf dem gleichen Stand wie im Juli. Analysten hatten hingegen im Schnitt einen Anstieg des Konsumklimas auf plus 1,0 Punkte erwartet. NÜRNBERG - Die wieder steigenden Corona-Infektionszahlen drücken auf die Konsumstimmung der Menschen in Deutschland. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 08:20) weiterlesen...

US-Notenbank berät über weiteren Kurs der Geldpolitik. Am Leitzins, der bereits in der extrem niedrigen Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent liegt, dürfte sich am Mittwoch (20.00 Uhr MESZ) nichts ändern. Analysten rechnen auch nicht mit größeren Entscheidungen der Notenbank in Bezug auf bestehende Hilfsprogramme zum Ankauf von Wertpapieren. Mit Spannung wird bei der turnusgemäßen Sitzung allerdings die Einschätzung der Wirtschaftslage und der gestiegenen Inflationsrate erwartet. WASHINGTON - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) berät angesichts einer boomenden Wirtschaft und steigender Inflation über ihren weiteren geldpolitischen Kurs. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 05:48) weiterlesen...

USA: Verbraucherstimmung hellt sich leicht auf. Das Verbrauchervertrauen legte zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 129,1 Zähler zu, wie das Marktforschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mitteilte. Einen höheren Stand hatte der Indikator zuletzt im Februar 2020, kurz bevor die Corona-Pandemie die USA heimsuchte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 123,9 Punkte gerechnet. WASHINGTON - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juli leicht aufgehellt. (Wirtschaft, 27.07.2021 - 16:36) weiterlesen...