TRAVELERS CO INC (THE), US89417E1091

Flucht vor Hurrikan 'Florence' - Trump und Behörden besorgt

12.09.2018 - 17:52:24

und Hannover Rück mit Erstversicherern wie Allianz und Axa über die Konditionen für das kommende Jahr sprechen, war der Wirbelsturm in den vergangenen Tagen bereits Thema. Hohe Schäden könnten die Preise im Katastrophengeschäft möglicherweise doch noch weiter nach oben treiben.

Doch selbst die Rekordschäden durch Naturkatastrophen wie die Hurrikan-Serie von 2017 hatten das Prämienniveau in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung bei den Vertragserneuerungen des laufenden Jahres insgesamt nur leicht steigen lassen. Nur in den von Schäden betroffenen Segmenten zogen sie stärker an. Für 2019 erwarten die großen Rückversicherer deshalb eigentlich schon ein Ende der Preiserhöhungen. Wie die Verhandlungen ausgingen, hänge auch davon ab, ob es 2018 noch weitere hohe Schäden gebe, hatte Hannover-Rück-Chef Ulrich Wallin am Montag gesagt - und dabei auch auf Wirbelstürme wie "Florence" geblickt.

"Florence" war in den vergangenen Tagen zu einem Hurrikan der Stärke 4 angewachsen - mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Kilometern pro Stunde. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich der Sturm zu einem Hurrikan der Stärke 5 entwickeln könnte. Diese höchste Kategorie gilt ab Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometern pro Stunde.

Der Wirbelsturm selbst bewegt sich dagegen nur langsam vorwärts - zuletzt mit etwa 28 Kilometern pro Stunde. Erst zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen (Ortszeit) soll er auf die Südostküste der USA treffen. In der Schneise des Hurrikans liegen vor allem die US-Bundesstaaten North Carolina und South Carolina, weiter nördlich auch Virginia. Meteorologen sagten zuletzt aber voraus, der Hurrikan könne noch etwas südlich eindrehen.

Trump mahnte auf Twitter, in dem Fall könnten auch Teile des Bundesstaates Georgia betroffen sein. In seiner Video-Botschaft rief er dazu auf, die gefährdeten Küstengebiete zu verlassen. "Wir wollen, dass alle in Sicherheit sind." Der Sturm werde bald auf die Küste treffen. Trump versicherte, die US-Behörden seien gerüstet für das Unwetter. "Wir werden damit fertig, wir sind bereit." Alle Vorbereitungen seien getroffen. "Aber trotzdem können schlimme Dinge passieren." Das Nationale Hurrikan-Zentrum warnte vor lebensbedrohlichen Sturmfluten, starkem Regen und extremen Winden.

Die Katastrophenschutzbehörde FEMA sprach von einem sehr gefährlichen Sturm. "Das ist nicht nur ein Tropensturm", sagte Jeff Byard, ein Vertreter der Behörde. "Das ist ein Mike-Tyson-Faustschlag für die Küste von Carolina." Noch könnten die Menschen die Küstengebiete ungehindert verlassen. Alle sollten den Aufrufen der Behörden folgen und das tun. Später sei das nur noch schwer möglich. Byard appellierte auch an die Menschen, Nothelfer nicht dadurch zu gefährden, dass sie in den bedrohten Gebieten blieben und später gerettet werden müssten. Es gebe genug Notunterkünfte.

Viele Menschen wollen ihre Häuser aber nicht verlassen. Darüber hatte etwa die Bürgermeistern des Urlaubsortes Myrtle Beach in South Carolina geklagt. Auch in US-Fernsehsendern meldeten sich immer wieder Menschen aus den bedrohten Küstengebieten zu Wort, die sagten, dass sie lieber zu Hause bleiben wollen. Sie hätten sich mit Essen und Stromgeneratoren eingedeckt und fühlten sich sicher. Behördenvertreter halten das für lebensgefährlich.

Die Katastrophenschutzbehörde erklärte, der Hurrikan werde über Land zwar schnell an Kraft verlieren, starken Regen aber auch in Gebiete bringen, die nicht an der Küste liegen. Byard sagte, es sei noch zu früh abzuschätzen, wie viel Schaden "Florence" anrichten werde. Absehbar sei aber, dass der Sturm die Stromversorgung unterbrechen, Häuser zerstören und Straßen und Brücken beschädigen werde.

Der Gouverneur von North Carolina, Roy Cooper, hatte am Dienstag von einem historischen Hurrikan gesprochen und gesagt: "Dieser Sturm ist ein Monster. (...) Er ist groß, und er ist böse."

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst veröffentlichte am Mittwoch Bilder des Hurrikans auf Twitter - aufgenommen von der Internationalen Raumstation (ISS) aus. Dazu schrieb er, "Florence" sei so groß, dass sie den Wirbelsturm nur mit einem Weitwinkel-Objektiv hätten fotografieren können. "Bereitet euch vor an der Ostküste", mahnte Gerst. "Da kommt ein Alptraum auf euch zu, mit dem nicht zu spaßen ist."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Hurrikan 'Florence' trifft Südostküste der USA mit Wucht (Boerse, 14.09.2018 - 22:03) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP: 'Florence' trifft die USA - 'Mangkhut' tobt über den Philippinen. Das Zentrum des Hurrikans "Florence" stieß am Freitagmorgen (Ortszeit) in Wrightsville Beach in North Carolina auf Land. Der Sturm sorgte für schwere Fluten, heftige Böen und extreme Regenfälle. Einsatzkräfte rückten aus, um Menschen aus überfluteten Häusern zu retten. Mehr als 400 000 Menschen in North und South Carolina seien ohne Strom, berichtete der Sender CNN. Experten warnen vor tagelangen heftigen Regenfällen. WASHINGTON/MANILA - Schwere Wirbelstürme toben über dem Südosten der USA und den Philippinen. (Boerse, 14.09.2018 - 18:13) weiterlesen...

Hurrikan 'Florence' bringt erste Überschwemmungen. Freitagmorgen (Ortszeit) sollte der Sturm laut US-Meteorologen dann dort auch auf Land treffen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde hat das Nationale Hurrikan-Zentrum "Florence" mittlerweile zu einem Hurrikan der Kategorie eins und damit der niedrigsten Hurrikan-Kategorie herabgestuft. Dennoch warnt die Behörde, in North Carolina sei "eine lebensbedrohliche Sturmflut bereits im Gange". Auch in South Carolina drohten katastrophale Überschwemmungen. Erste Rettungsaktionen sind Berichten zufolge bereits angelaufen. WASHINGTON/MIAMI - Erste Überschwemmungen, peitschender Regen, heftige Böen: Die Vorboten von Hurrikan "Florence" suchen den US-Bundesstaat North Carolina heim. (Boerse, 14.09.2018 - 12:31) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP: US-Küste wappnet sich für Hurrikan - Philippinen droht Taifun. Der Hurrikan "Florence" soll nach Angaben der US-Behörden zwischen Freitag- und Samstagmorgen Ortszeit - vermutlich in den Bundesstaaten North Carolina oder South Carolina auf Land treffen. Auch auf den Philippinen droht ein großes Unwetter. Die Bewohner nördlicher Küstengebiete sind aufgerufen, sich vor Taifun "Mangkhut" in Sicherheit zu bringen. "Mangkhut" soll voraussichtlich am Samstag auf Land treffen, wie die philippinische Wetterbehörde mitteilte. WASHINGTON/MIAMI - An der Südostküste der USA haben die Menschen am Donnerstag die letzten Vorbereitungen getroffen, um sich für eine möglicherweise tagelang anhaltende Unwetterkatastrophe zu wappnen. (Boerse, 13.09.2018 - 18:15) weiterlesen...

Trump: Bringt euch vor Hurrikan in Sicherheit. Der Sturm komme schnell näher und werde bald auf die Küste treffen, sagte Trump in einem Video, das er am Mittwoch auf Twitter veröffentlichte. Mit Blick auf den Hurrikan mahnte er: "Geht ihm aus dem Weg. Spielt keine Spielchen mit ihm. Er ist groß." Zugleich versicherte Trump, die US-Behörden seien gerüstet für das Unwetter. "Wir werden damit fertig, wir sind bereit." Alle Vorbereitungen seien getroffen. "Aber trotzdem können schlimme Dinge passieren." Er rief dazu auf, die gefährdeten Küstengebiete zu verlassen. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat die Menschen an der Südostküste der USA aufgerufen, sich vor dem Hurrikan "Florence" in Sicherheit zu bringen. (Boerse, 12.09.2018 - 14:58) weiterlesen...