Produktion, Absatz

FLENSBURG - Ein neues Auto - das ist im November für deutlich weniger Deutsche in Frage gekommen.

04.12.2018 - 14:53:24

Deutsche kaufen im November weniger Autos. Es wurden deutlich weniger Neue und Gebrauchte verkauft. Rund 273 000 Neuzulassungen entsprachen einem Minus von 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Dienstag in Flensburg mitteilte. Besonders stark war der Rückgang bei privaten Zulassungen. 608 000 Gebrauchtwagen wechselten den Besitzer, 3,0 Prozent weniger als im November 2017.

Dabei standen sportliche Geländewagen bei den Käufern weiter hoch im Kurs - fast jeder fünfte Neuwagen war im November ein sogenanntes Sport Utility Vehicle (SUV). Klein-, Mittelklasse- und Kompaktwagen waren weniger gefragt als im Vorjahreszeitraum.

Etwa sechs Prozent der Neuwagen hatten im November alternative Antriebe, die meisten als Hybrid-Fahrzeuge kombinierte Elektro- und Verbrennungsmotoren. 60 Prozent der Neuwagen haben einen Benzinmotor, 34 Prozent fahren mit Diesel.

Der Verband der Automobilindustrie betonte, der November 2017 sei der beste seit Jahren gewesen - das erkläre einen Teil des Rückgangs im vergangenen Monat. Hinzu kommen Folgen des neues Abgasprüfstandards WLTP. Als er im September in Kraft trat, besaßen die Hersteller noch nicht für alle Modelle die Genehmigung und mussten ihre Produktion drosseln. "Damit setzte sich der Abwärtstrend der letzten beiden Monate aufgrund der WLTP-Problematik fort", erklärte der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe am Dienstag.

Der Verband der Automobilindustrie war zuletzt davon ausgegangen, dass der deutsche Automarkt in diesem Jahr um ein Prozent auf rund 3,5 Millionen Neuzulassungen wächst. Nach dem neuen Zahlen könnte die Prognose knapp erreicht werden. Von Januar bis November lag das Plus bei knapp 3,2 Millionen Neuzulassungen nur bei 0,4 Prozent.

@ dpa.de

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