Stellantis, NL00150001Q9

FLENSBURG - Die veränderten Vorlieben der Deutschen beim Autokauf und die durch Chip- und Teilemangel eingeschränkte Produktion machen sich immer stärker im Fahrzeugbestand bemerkbar.

22.05.2022 - 13:23:29

Immer mehr SUVs auf den Straßen in Deutschland - Alte Volumensegmente schrumpfen. Inzwischen ist fast jeder zehnte zugelassene PKW ein SUV, wie aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht. Sie sind eines der wenigen großen Fahrzeugsegmente, in denen der Bestand vergangenes Jahr gestiegen ist. Viele klassische Segmente schrumpfen dagegen.

Stand 1. Januar waren in Deutschland laut KBA 4,82 Millionen SUVs zugelassen. Das waren 9,9 Prozent des Gesamtbestands und 12,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Stärker gewachsen ist nur der Bestand an Wohnmobilen, der um 13,7 Prozent auf 767 325 zulegte. Relativ deutlich wuchs auch der Bestand an Geländewagen - um 5 Prozent auf 2,9 Millionen.

Die traditionell größten Segmente, Kompaktklasse, Kleinwagen und Mittelklasse, schrumpfen dagegen. Die Kompaktklasse um 1,5 Prozent auf 11,7 Millionen Autos, Kleinwagen um 0,7 Prozent auf 8,8 Millionen Autos und die Mittelklasse um 2,4 Prozent auf knapp 6 Millionen. Hier dürfte sich bemerkbar machen, dass SUV diesen drei Fahrzeugklassen Konkurrenz machen und bei den Neuzulassungen zuletzt das beliebteste Segment waren. Zudem setzten manche Autohersteller angesichts von Chip- und Teilemangel lieber auf größere, teurere und rentablere Autos - auch die Oberklasse wuchs. Insgesamt stieg der Fahrzeugbestand leicht um 0,6 Prozent auf 48,5 Millionen Autos.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Studie: E-Fuel-Autos viel weniger umweltfreundlich als Elektroautos. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von der Expertenrunde "Transport and Environment" (T&E) am Donnerstag veröffentlicht wurde. BERLIN - Autos, die mit synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels) betrieben werden, sorgen während ihrer gesamten Lebensdauer im Vergleich zu herkömmlichen Benzin- oder Dieselfahrzeugen nur für minimale Einsparungen an CO2-Emissionen. (Boerse, 23.06.2022 - 05:57) weiterlesen...

Autoverband VDA senkt erneut Prognose für das laufende Jahr. Wegen der weiter anhaltenden Materialengpässe geht der VDA inzwischen von noch 2,7 Millionen Neuzulassungen in Deutschland diesem Jahr aus, wie er am Montag in Berlin mitteilte. Erst Anfang Mai hatte der Verband die Prognose von 2,8 auf 2,75 Millionen Pkw reduziert. "Seit Jahresbeginn haben sich die Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie deutlich eingetrübt", hieß es. BERLIN - Innerhalb von zwei Monaten hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) zum zweiten Mal seine Absatzerwartungen für das laufende Jahr nach unten korrigiert. (Boerse, 20.06.2022 - 11:46) weiterlesen...

Diesel wieder teurer als vor Steuersenkung. MÜNCHEN - Diesel ist wieder teurer als vor der Steuersenkung am 1. Juni. Mit 2,054 Euro pro Liter im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags übertraf der Preis den Wert des 31. Mai, als ein Liter 2,044 Euro gekostet hatte, wie der ADAC am Montag auf Anfrage mitteilte. Damit ist der Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter durch die Preissteigerung komplett aufgefressen. Diesel wieder teurer als vor Steuersenkung (Wirtschaft, 20.06.2022 - 11:25) weiterlesen...

Greenpeace: Früheres Verbrenner-Aus würde Milliarden sparen. Allein in Deutschland wären es 177 Milliarden Euro weniger, wenn ein Verbot bereits 2028 statt 2035 kommen würde, wie die Organisation in Hamburg am Montag mitteilte. Das EU-Parlament hatte sich dafür ausgesprochen, dass ab 2035 keine neuen Verbrenner-Autos mehr verkauft werden sollen. Das Parlament muss sich noch mit den EU-Staaten einigen, die ihre Position kommende Woche festlegen wollen. HAMBURG/BRÜSSEL - Ein früherer Verkaufsstopp für Autos und Transporter mit Verbrennungsmotor würde der Umweltorganisation Greenpeace zufolge Milliarden Euro an Energiekosten sparen. (Wirtschaft, 20.06.2022 - 08:42) weiterlesen...