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Innogy, DE000A2AADD2

ESSEN - Nach der Übernahme durch den Energieversorger Eon hat die frühere RWE -Tochter Innogy operativ weniger verdient.

28.11.2019 - 10:48:38

Innogy verdient nach Übernahme durch Eon operativ weniger. Das lag unter anderem an einem höheren Personalaufwand in der Sparte Netz und Infrastruktur und zum anderen an andauernden Schwierigkeiten im britischen Vertriebsgeschäft, wie das Unternehmen am Donnerstag in Essen mitteilte.

Der Aktienkurs blieb am Vormittag nahezu unverändert und rutschte nur leicht ins Minus. Entscheidend sei dabei, dass die Ziele für das Netzgeschäft und den Vertrieb unterm Strich unverändert schienen, schrieb Analyst Ahmed Farman in einer ersten Reaktion am Donnerstag. Innogy musste seine Prognose nämlich im Rahmen des Eon-RWE-Deals nach unten anpassen. Das hat einen strukturellen Hintergrund: Innogy wird zwischen den großen Ex-Rivalen aufgeteilt und berücksichtigt deshalb jetzt schon einige Geschäftsteile nicht mehr.

Außerdem heben Analysten positiv hervor, dass die Schuldenlast nach neun Monaten geringer sei als avisiert. Aber generell blicken Experten wie Sven Diermeier von Independent Research derzeit weniger auf die Geschäftsentwicklung, sondern vielmehr auf den bevorstehenden sogenannten Squeeze-out, den Eon im Zuge der Übernahme angekündigt hatte. Experten gehen davon aus, dass dieser bis Ende des ersten Halbjahres 2020 erfolgen wird. Mit einem Squeeze-out wird an der Börse das Herausdrängen von Minderheitsaktionären bezeichnet.

Nach der angepassten Prognose erwartet Innogy nun für das laufende Geschäftsjahr ein bereinigtes Ebit von rund 1,6 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis schätzt das Management nun auf 400 Millionen Euro. In der alten Formation hatte Innogy ein operatives Ergebnis von 2,2 Milliarden Euro und ein bereinigtes Nettoergebnis von rund 800 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Zu den Geschäftsfeldern, die schon unter die nicht mehr fortzuführenden Aktivitäten fallen, gehören zum einen die erneuerbaren Energien, die im Rahmen des Deals im kommenden Jahr an RWE übertragen werden sollen. Außerdem verkaufte Innogy im Sommer ihre Beteiligung an der slowakischen VSEH an RWE. Zusätzlich wird Innogy noch die verbleibenden tschechische Vertriebsaktivitäten veräußern, weil das eine der Voraussetzungen für den Deal war, unter denen die EU die Transaktion genehmigt hatte.

Auf dieser Basis wurden zur besseren Vergleichbarkeit auch die Zahlen für den Vorjahreszeitraum angepasst. Demnach sank das operative Ergebnis (bereinigte Ebit) in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr von 1,46 Milliarden Euro auf 1,06 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis verringerte sich von 458 Millionen auf 212 Millionen Euro. Unterm Strich stand allerdings ein höheres Nettoergebnis von 527 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 217 Millionen Euro, obwohl in dieser Zahl die Aktivitäten noch mit eingerechnet sind, die künftig wegfallen.

Der Anstieg resultiere aus zwei Effekten, erklärt Innogy: Im vergangenen Jahr habe sich eine Wertminderung des britischen Vertriebsgeschäfts negativ auf das Netto ausgewirkt, in diesem Jahr habe es mit dem Verkauf des Gasgeschäfts in Tschechien dagegen einen positiven Effekt gegeben. Daher habe sich das Netto unterm Strich mehr als verdoppelt.

Innogy wird in seiner früheren Form nicht mehr lange bestehen. Eon und RWE hatten im März 2018 beschlossen, Innogy zu zerschlagen und das Unternehmen unter sich aufzuteilen. Im Rahmen dieses Deals erhält RWE die erneuerbaren Energien sowohl von Innogy als auch von Eon. An Eon gehen die Sparten Netze und Vertrieb. Damit kommen sich die beiden früheren Konkurrenten nicht mehr in die Quere. Die EU hatte den Deal unter bestimmten Voraussetzungen Mitte September genehmigt. Eon legt an diesem Freitag erstmals Zahlen mit Innogy zusammen vor.

@ dpa.de

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