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EON AG, DE000ENAG999

ESSEN - Geschlossene Fabriken, weniger Industrieproduktion: Die Corona-Krise macht sich auch beim Energiekonzern Eon bemerkbar.

12.08.2020 - 15:03:04

Eon senkt Jahresprognose. Der Dax -Konzern blickt etwas pessimistischer auf 2020. Wegen einer geringeren Nachfrage musste der Netzbetreiber bereits beschafften Strom im zweiten Quartal wieder verkaufen. Zudem legte der Konzern Geld für mögliche Zahlungsausfälle von Kunden beiseite. Inklusive dieser Effekte rechnet Eon für 2020 mit coronabedingten Belastungen von 300 Millionen Euro, bleibt mittelfristig aber zuversichtlich und geht davon aus, einen Teil in den kommenden Jahren wieder reinholen zu können. Die Aktien sank im frühen Handel um 0,91 Prozent.

und die damit verbundene Aufteilung von Innogy eigentlich erst später dazugekommen war. Wie erwartet habe sich Covid-19 auf das Ebit im zweiten Quartal ausgewirkt, der Rückgang zum Vorjahr sei aber vergleichsweise moderat ausgefallen, erklärte Finanzchef Marc Spieker. Wesentliche Zahlungsausfälle seien bisher ausgeblieben.

Als Trendwende bezeichnet das Management die Lage beim bisher schwierigen Geschäft in Großbritannien. Nach den ersten sechs Monaten verzeichnet der Konzern hier einen bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 43 Millionen Euro. Vor allem die frühere Innogy-Tochter NPower war in einer kritischen Situation. Eon hatte bereits im November eine Neuordnung angekündigt, um dort aus den Verlusten herauszukommen.

Im zweiten Quartal wurde zudem das Tauschgeschäft mit RWE abgeschlossen. Der letzte große Schritt zur vollständigen Übernahme von Innogy war das Herausdrängen der verbliebenen Minderheitsaktionäre Anfang Juni. Den Verkauf von Geschäften in Ungarn, Tschechien und Deutschland, den die EU-Kommission zur Auflage des Deals gemacht hatte, setze der Konzern planmäßig um, heißt es.

Eon will im Zuge der Innogy-Integration bis zu 5000 Stellen abbauen. Weitere 5000 Stellen fallen außerdem bei der Integration der früheren Innogy-Tochter nPower in Eons Großbritanniengeschäft weg. 1000 Stellen seien bereits in Form von Vorruhestandsregelungen und Auflösungsverträgen abgehakt, diese betreffen laut Konzern allerdings Deutschland. Der Konzern machte keine Angaben dazu, bis wann der Stellenabbau insgesamt abgeschlossen sein soll.

@ dpa.de