Thyssenkrupp, DE0007500001

ESSEN - Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat zum Jahresauftakt dank besserer Stahlgeschäfte mehr verdient.

14.02.2018 - 06:55:25

Thyssenkrupp profitiert von Stahlerholung. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) nahm im ersten Geschäftsquartal (bis Ende Dezember) um gut ein Drittel auf 444 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in Essen mitteilte. Das war etwas mehr als von Analysten zuvor erwartet. Unter dem Strich blieben 78 Millionen Euro stehen, nach 8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei wurde das Nettoergebnis durch die US-Steuerreform mit 87 Millionen Euro belastet.

Die vor der Fusion mit dem europäischen Stahlgeschäft von Tata Steel stehende Stahlsparte profitierte von Preiserhöhungen sowie der laufenden Restrukturierung. Der Bereich erhöhte das bereinigte operative Ergebnis deutlich von 28 Millionen auf 160 Millionen Euro. Den Löwenanteil zum Gewinn trug indes die Aufzugsparte bei, die ihr Ergebnis um 3 Prozent auf 220 Millionen Euro steigerte. Der Anlagenbau hingegen verzeichnete einen Ergebnisrückgang von von 42 Millionen auf 12 Millionen Euro. Hier erwartet Thyssenkrupp noch im laufenden Jahr dank eines Sparprogramms eine "spürbare" Ergebnisverbesserung.

Umsatz und Auftragseingang im Konzern gingen leicht zurück. Allerdings waren im Vorjahresvergleich noch die Zahlen des mittlerweile verkauften amerikanischen Stahlgeschäft enthalten. Währungs- und portfoliobereinigt stiegen der Auftragseingang um 4 Prozent auf 9,7 Milliarden und der Umsatz um 3 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro.

Der freie Cashflow (Mittelzufluss) blieb mit 1,5 Milliarden Euro negativ, nach minus 1,7 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Grund war eine höhere Mittelbindung im Stahl- und Werkstoffgeschäft.

Die Jahresprognose hat weiter Bestand. Der Umsatz soll im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigen und das bereinigte operative Ergebnis von 1,7 Milliarden auf 1,8 bis 2,0 Milliarden Euro zulegen. Der Jahresüberschuss wird deutlich positiv erwartet.

@ dpa.de

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