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ESSEN - Der finnische Konzern Kone hat offiziell sein Interesse am Kauf der Aufzugssparte von Thyssenkrupp angekündigt.

06.09.2019 - 11:31:36

Kone-Chef wirbt um Aufzugssparte von Thyssenkrupo. Der Vorstandschef des finnischen Aufzugherstellers, Henrik Ehrnrooth, sagte der "Rheinischen Post" (Freitag): "Die Situation bei Thyssenkrupp ist sehr interessant für uns.

Dem "Handelsblatt" (HB/Freitag) sagte der Manager: "Beide Firmen sind sehr komplementär aufgestellt." Die Kombination der Unternehmen ergebe industriell am meisten Sinn: "Ich denke, dass das am langen Ende den Ausschlag geben wird." Kone hatte sich bereits in der Vergangenheit an dem Aufzusgsgeschäft der Essener interessiert gezeigt. Die Aktie von Thyssenkrupp lag am Mittag rund 1,5 Prozent im Plus. Bereits am Donnerstag hatten die Papiere nach einem ersten Medienbericht über ein ernsthaftes Interesse von Kone um mehr als 6 Prozent zugelegt.

Das "HB" berichtet am Freitag zudem unter Berufung auf Branchenkreise, dass sich der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp in der kommenden Woche mit der Zukunft der Aufzugsparte befassen werde. Bis zur Aufsichtsratssitzung werde das Management die Angebote nicht im Detail geprüft haben, hieß es. Es werde aber erwartet, dass der Vorstand um Chef Guido Kerkhoff den Kontrolleuren zumindest einen Überblick geben könne. Im nächsten Schritt wolle der Vorstand die Offerten prüfen und dann entscheiden, mit welchen Bietern weiterverhandelt werden soll. Neben Kone sollen unter anderem der Konkurrent Hitachi sowie Finanzinvestoren interessiert sein. Thyssenkrupp wollte dies laut "HB" nicht kommentieren.

Der Essener Konzern braucht Geld für den nach der abgesagten Stahlfusion mit Tata Steel geplanten Konzernumbau. Die nötigen Mittel sollen aus dem Börsengang oder dem Verkauf der Aufzugssparte kommen. Sie gilt als Ertragsperle und wird deutlich höher bewertet als der Gesamtkonzern - Berichten zufolge könnte sie bis zu 15 Milliarden Euro einbringen. Ursprünglich wollte Thyssenkrupp die Sparte teilweise an die Börse bringen. Allerdings fährt das Unternehmen nach dem Eingang einer ganzen Reihe von Interessensbekundungen mittlerweile zweigleisig und prüft auch einen Verkauf - ganz oder teilweise.

Kone-Chef Ehrnrooth argumentierte unterdessen in der "Rheinischen Post", Thyssenkrupp sei in Südamerika und Nordamerika, aber auch in Südkorea stark vertreten. "In Nordamerika ist Kone hinter Thyssenkrupp, in Asien sind wir stärker." Er ergänzte: "In der Kombination wären wir schneller und könnten die digitalen Herausforderungen besser angehen. Und natürlich könnten wir auch Einsparungen erzielen."

Kone gehört neben der Sparte Thyssenkrupp Elevator sowie dem Schweizer Unternehmen Schindler und dem US-Konzern Otis zu den vier Unternehmen, die die Branche global anführen. Sorge vor einem Veto der EU-Wettbewerbshüter hat Ehrnrooth nicht: Man habe verschiedene Szenarien bewertet und sei der Meinung, dass eine Fusion aus kartellrechtlicher Sicht möglich sei, sagte er beiden Blättern.

@ dpa.de