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ESSEN - Der angeschlagene Industriekonzern Thyssenkrupp treibt seinen Umbau voran.

21.11.2019 - 07:03:25

Thyssenkrupp treibt Umbau voran - Partner für Anlagenbau gesucht. Im Zentrum stehe neben einer möglichen Trennung vom Aufzuggeschäft der Anlagenbau sowie Autokomponenten, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Essen mit. Der Anlagenbau, der zur Zeit Verluste schreibt, soll operativ wieder auf Vordermann gebracht werden. Gleichzeitig prüft Thyssenkrupp die Möglichkeit, das Geschäft mit Partnern oder unter einem neuen Dach weiterzuentwickeln, hieß es.

Derzeit stelle Thyssenkrupp Informationen zusammen, um "zeitnah" Gespräche mit möglichen Interessenten aufnehmen zu können. Der Anlagenbau hatte sich zuletzt mit einigen Projekten verhoben. Wegen der mauen Konjunktur kämpft der Bereich mit einer zu geringen Auslastung, Großaufträge fehlen.

Auch im Autozuliefergeschäft will die neue Chefin Martina Merz umbauen. Im Geschäftsfeld System Engineering, dass vor allem Komponenten rund um die Themen Karosserie und Antriebsstrang für die Automobilindustrie fertigt sowie Automatisierungslösungen für elektrische Speicher- und Antriebssysteme anbietet, sollen etwa 640 Stellen abgebaut werden. Insgesamt hat Thyssenkrupp für Restrukturierungen im laufenden Geschäftsjahr einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag vorgesehen.

Auch die Zentrale soll verschlankt werden. So sollen beim Komponentengeschäft sowie beim Anlagenbau die Führungsgesellschaften weitgehend aufgelöst werden. Damit bestätigte Thyssenkrupp frühere Spekulationen in diese Richtung. In der Zentrale soll die Zahl der zentralen Funktionen von 15 auf 10 reduziert werden. Die Zahl der knapp 800 Mitarbeiter werde auf etwa 430 in den kommenden 12 Monaten reduziert.

Nichts Neues gab es zum Zukunftskonzept der Stahlsparte. Dieses sei "in Arbeit", hieß es. Es soll im Dezember dem Aufsichtsrat des Bereichs vorgestellt und mit den Arbeitnehmervertretern besprochen werden. Das Stahlgeschäft leidet unter Überkapazitäten, Preisdruck und hohen Rohstoffkosten. Nachdem die Fusion mit dem europäischen Geschäft von Tata Steel in diesem Jahr geplatzt war, arbeitet das Management an einem Restrukturierungsplan, der auch den Abbau von 2000 Stellen vorsieht.

@ dpa.de