RWE AG(NEU), DE0007037129

ESSEN - Angesichts der Engpässe auf dem Erdgasmarkt ruft der Chef des Energiekonzerns RWE , Markus Krebber, nach staatlichen Eingriffen für mehr Versorgungssicherheit.

25.01.2022 - 18:22:29

RWE-Chef befürwortet staatliche Gasreserve wie bei Erdöl. "Das kann in Richtung einer staatlichen Bevorratung gehen wie beim Erdöl", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch). Alternativ sei eine schärfere Regulierung denkbar, sodass "Gasversorger ihre Lieferverpflichtungen zu bestimmten Anteilen durch langfristige Kaufverträge oder Einspeicherungen absichern müssen. In Deutschland haben wir da eine Regelungslücke".

Ein Komplettausfall der russischen Lieferungen wäre laut Krebber nur für "sehr kurze Zeit überbrückbar. Vielleicht einige Wochen". Der RWE-Chef sprach sich deshalb laut dem Bericht für eine stärkere Diversifizierung der Gasversorgung durch den Bau von Importhäfen für Flüssiggas aus. Politische Unterstützung dafür sei schon deshalb gefragt, weil Importhäfen in Zukunft auch für die Einfuhr von grünen Energien wie Wasserstoff oder Ammoniak benötigt würden.

Erdgas spiele eine Schlüsselrolle für das Energiesystem, sagte Krebber. "Nach dem Atom- und Kohleausstieg hängt die Sicherheit unserer Stromversorgung am Gas, und zwar so lange, bis ausreichend grüner Wasserstoff zur Verfügung steht."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Keine Bedenken gegen Weiterbetrieb von Isar 2. MÜNCHEN - Der TÜV Süd hat keine sicherheitstechnischen Bedenken gegen einen Weiterbetrieb des Kernkraftwerks Isar 2 über das Jahresende hinaus. Auch eine Wiederinbetriebnahme des Blocks C in Gundremmingen sei "aus technischer Sicht möglich", heißt es in einem vom bayerischen Umweltministerium in Auftrag gegebenen Gutachten, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das Schreiben stammt vom 14. April, wurde aber erst jetzt bekannt. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) liebäugelt angesichts der hohen Energiepreise mit einer kurzfristigen Laufzeitverlängerung, von anderer Seite wird sie abgelehnt. Keine Bedenken gegen Weiterbetrieb von Isar 2 (Boerse, 24.06.2022 - 12:10) weiterlesen...

'Wirtschaftsweise' Grimm für längere Laufzeiten der Atomkraftwerke. "Für die kommenden Jahre, in denen wir noch nicht ausreichend Erneuerbare Energien zur Verfügung haben, kann die Verlängerung der Laufzeit der Atomkraftwerke etwas Luft verschaffen", sagte Grimm den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Atommeiler sollen eigentlich Ende 2022 vom Netz gehen. Russlands Drosselung der Gaslieferungen hat die Debatte um eine Laufzeitverlängerung aber neu entfacht. BERLIN/MÜNCHEN - Die "Wirtschaftsweise" Veronika Grimm hat sich für längere Laufzeiten der drei verbliebenen deutschen Atomkraftwerke ausgesprochen. (Boerse, 23.06.2022 - 05:55) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse hebt Ziel für RWE auf 44,50 Euro - 'Outperform'. Analystin Wanda Serwinowska sieht laut einer am Dienstag vorliegenden Studie Potenzial für eine weitere Erhöhung der Jahresziele und hob ihre Schätzungen bis 2025 an. ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für RWE von 40,50 auf 44,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. (Boerse, 21.06.2022 - 08:58) weiterlesen...

Bundesamt mahnt mehr Tempo bei Endlagersuche an. "Es gibt aktuell eine Fortschrittslücke im Suchverfahren", sagte der Präsident des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), Wolfram König, dem Nachrichtenportal "The Pioneer" (Dienstag). Die Endlager-Suche hinke dem Zeitplan hinterher. Bis zum Jahr 2031 soll laut Gesetz die Entscheidung für einen Endlager-Standort gefallen sein, damit ab 2050 die Lagerung beginnen kann. BERLIN - Die Suche nach einem Standort für ein Atommüllendlager in Deutschland gerät dem zuständigen Bundesamtschef zufolge ins Stocken. (Boerse, 21.06.2022 - 05:44) weiterlesen...