Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Ernährung, Produktion

ESPOO - Rund ein Drittel der weltweiten Landwirtschaftsflächen könnte 2090 nicht mehr für die Agrarproduktion geeignet sein.

16.05.2021 - 10:04:01

Folge der Klima-Krise: Weniger nutzbare Fläche für die Landwirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie finnischer und schweizerischer Wissenschaftler für den Fall, dass keine weiteren Maßnahmen gegen die Erderwärmung getroffen würden. Am schlimmsten betroffen wären den Computermodellen zufolge Staaten südlich der Sahara, in Südamerika sowie in Süd- und Südostasien. In Deutschland würden die landwirtschaftlichen Flächen noch im sicheren klimatischen Raum liegen, aber es könnten in einigen Regionen subtropische Wälder wachsen.

Die Studie einer Gruppe um Matti Kummu von der Aalto University in Espoo (Finnland) ist in der Fachzeitschrift "One Earth" erschienen. "Die gute Nachricht ist, dass nur ein Bruchteil der Lebensmittelproduktion noch nie dagewesenen Bedingungen ausgesetzt wäre, wenn wir gemeinsam die Emissionen so reduzieren würden, dass die Erwärmung auf 1,5 bis 2 Grad begrenzt bliebe", erklärt Kummu. In diesem Fall würden 2090 nur etwa acht Prozent der Ackerflächen und fünf Prozent des Weidelands außerhalb geeigneter klimatischer Bedingungen liegen.

Kummu und Kollegen nahmen den Zeitraum 1970 bis 2000 als Basis für die Klimabedingungen, unter denen 95 Prozent des Ackerbaus und der Viehzucht betrieben wurden. Diese Bedingungen definierten sie als "sicheren klimatischen Raum". Dann glichen sie diese Bedingungen mit den Änderungen ab, die sich durch den Klimawandel nach Modellen aus den Sachstandberichten des Weltklimarats (IPCC) ergeben werden. Das günstigste Szenario ist dabei der sogenannte sozioökonomische Entwicklungspfad SSP1 in Verbindung mit dem repräsentativen Konzentrationspfad RCP2.6. Am ungünstigsten wäre die Entwicklung nach dem Szenario SSP5-8.5, wenn keine Maßnahmen gegen den Klimawandel ergriffen würden.

Im ungünstigsten Fall würden 31 Prozent der Ackerflächen und 34 Prozent der Weideflächen klimabedingt nicht mehr zur Verfügung stehen. Jeweils ein weiteres Drittel der Flächen wäre stark gefährdet, aus dem sicheren klimatischen Raum herauszufallen. Einige Länder würde es besonders massiv treffen: Guyana und Surinam in Südamerika, Ghana und Guinea-Bissau in Afrika und Kambodscha in Asien. In diesen Staaten würden 95 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche nicht mehr in der Zone geeigneter Klimabedingungen liegen. Auch in vielen ihrer Nachbarstaaten könnten 80 bis 85 Prozent der heutigen Nutzflächen nicht mehr die benötigten Bedingungen bieten.

Auch die Vegetation würde sich den Berechnungen zufolge bei fortgesetztem Klimawandel stark verändern: Boreale Wälder und Tundren würden stark abnehmen, in den Tropen würde der Trockenwald stark zunehmen und Wüsten würden in allen Klimazonen wachsen. "Wenn wir die Emissionen steigen lassen, ist die Zunahme der Wüstengebiete besonders besorgniserregend, da unter diesen Bedingungen kaum etwas ohne Bewässerung wachsen kann", sagt Kummu. Bis zum Ende dieses Jahrhunderts könnten weltweit mehr als vier Millionen Quadratkilometer neue Wüste entstehen.

Weitere Faktoren wie Bevölkerungswachstum, Bodendegradation und ein erhöhtes Risiko für Wetterextreme könnten die Auswirkungen der Klima-Krise noch verstärken. "Wir müssen den Klimawandel abmildern und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit unserer Nahrungsmittelsysteme und Gesellschaften erhöhen", betont Ko-Autor Matias Heino, ebenfalls von der Aalto University.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Röttgen: 'Anfang von Rückkehr zu diplomatischer Normalität'. "Das ist der Anfang von Rückkehr diplomatischer Normalität, mehr war von diesem Treffen nicht zu erwarten", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag). "Beide Präsidenten beschrieben das Treffen als konstruktiv und sahen davon ab, den jeweils anderen direkt zu kritisieren." Dass die Botschafter der USA und Russlands beide an ihren Einsatzort zurückkehren sollen, spreche für die gegenseitige Bereitschaft am Verhältnis zu arbeiten. Röttgen sagte aber auch, dass die "zahlreichen Konflikte alle weiter bestehen bleiben." Biden und Putin hatten sich am Mittwoch am Genfersee getroffen und Gespräche über Rüstungskontrolle vereinbart. BERLIN - Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat es als "gute Nachricht" bewertet, dass US-Präsident Joe Biden und Russlands Staatschef Wladimir Putin bei ihrem Gipfel in Genf wieder ins Gespräch gekommen sind. (Wirtschaft, 16.06.2021 - 21:23) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP: Biden und Putin wollen Rückkehr der Botschafter. Das kündigte Putin am Mittwochabend nach den Beratungen am Genfersee an. Die Botschafter waren im Frühjahr im Zuge wachsender Spannungen zwischen beiden Länder jeweils in ihre Heimat zurückgekehrt. GENF - Vorsichtige Entspannungssignale vom Gipfel in Genf: US-Präsident Joe Biden und Russlands Staatschef Wladimir Putin haben bei ihrem Treffen die Rückkehr ihrer Botschafter nach Moskau und Washington vereinbart. (Wirtschaft, 16.06.2021 - 20:54) weiterlesen...

Putin nennt Gipfel mit Biden 'äußerst konstruktiv'. "Ich meine, dass es keinerlei Feindseligkeit gab - im Gegenteil", sagte Putin am Mittwoch nach dem Treffen in Genf. Er lobte Biden als "sehr erfahrenen Menschen". Man habe zwei Stunden lang zu zweit geredet - das sei nicht mit allen Staatsführern so. Der US-Präsident und er hätten "eine gemeinsame Sprache" gesprochen, sagte Putin. Themen seien unter anderem die strategische Sicherheit in der Welt, Cybersicherheit, der Ukraine-Konflikt und Interessen in der Arktis gewesen. GENF - Russlands Staatschef Wladimir Putin hat den Gipfel mit US-Präsident Joe Biden als "äußerst konstruktiv" bezeichnet. (Wirtschaft, 16.06.2021 - 20:33) weiterlesen...

Ungarn öffnet nach Pandemie am 24. Juni die Schengen-Binnengrenzen. BRATISLAVA/BUDAPEST - Das EU-Land Ungarn hebt am 24. Juni die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an den Binnengrenzen des Schengen-Raums wieder auf. Dies erklärte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto am Mittwoch in der Botschaft seines Landes in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Voraussetzung dafür sei, dass es in Hinblick auf die Pandemie bis dahin "keine unerwartete Wendung" gibt, fügte er hinzu. Ungarn öffnet nach Pandemie am 24. Juni die Schengen-Binnengrenzen (Wirtschaft, 16.06.2021 - 20:15) weiterlesen...

Gefangenenaustausch: Putin hält Kompromiss mit USA für möglich. "Präsident Biden hat dieses Thema in Bezug auf amerikanische Staatsbürger in Gefängnissen der Russischen Föderation angesprochen", sagte Putin am Mittwoch bei seiner Pressekonferenz nach Abschluss des Treffens. "Es können gewisse Kompromisse gefunden werden. GENF - US-Präsident Joe Biden und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin haben bei ihrem Gipfeltreffen in Genf nach Angaben des Kremlchefs auch über einen möglichen Austausch von Gefangenen gesprochen. (Wirtschaft, 16.06.2021 - 20:10) weiterlesen...

Biden: Putin will keinen 'neuen Kalten Krieg'. "Ich denke, das letzte, was er jetzt will, ist ein Kalter Krieg", sagte Biden am Mittwoch nach seinem Gipfeltreffen mit Putin in Genf. Er habe Putin gesagt: "Das ist kein Kumbaya-Moment, wie wir in den 60er-Jahren in den Vereinigten Staaten zu sagen pflegten." Es gehe nicht darum, sich zu "umarmen" und zu "lieben". Es sei aber in niemandes Interesse, wenn sich beide Länder wieder in einer Situation befänden, "in der wir in einem neuen Kalten Krieg sind". Putin habe weiterhin Sorgen, was die USA angehe. GENF - Der russische Präsident Wladimir Putin will nach Darstellung von US-Präsident Joe Biden keinen neuen Kalten Krieg mit den Vereinigten Staaten. (Wirtschaft, 16.06.2021 - 20:09) weiterlesen...