FRAPORT AG, DE0005773303

(erweiterte Fassung)

26.12.2021 - 17:27:25

Reiseverkehr zum Fest ruhig - Flugausfälle wegen kranker Piloten

am Sonntag. Zuvor hatte Fraport mitgeteilt, dass nach einem regen Reisebetrieb bis zum Mittag des Heiligabends im weiteren Verlauf und am ersten Weihnachtstag eher wenig los gewesen sei. Für die kommenden Tage bis zum Jahreswechsel prognostizierte er wie üblich ein etwas geringeres Passagieraufkommen als an den Weihnachtstagen. "Wir lassen das Jahr ruhig ausklingen", so der Sprecher.

Auch am Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) lief der Weihnachtsverkehr laut einer Sprecherin "entspannt und ruhig" - trotz niedriger Temperaturen: Der Betrieb am Sonntagmorgen startete bei frostigen Temperaturen von -12 Grad. Die Enteisung der Start- und Landebahnen sei ohne Probleme verlaufen. 95 000 Fluggäste seien von Freitag bis Sonntag gestartet und gelandet, sagte die Sprecherin. Die meisten Passagiere hätten sich gut auf ihre Reise und die Corona-Regeln vorbereitet und hätten die notwendigen Dokumente parat gehabt.

Größeren Andrang erwartet die Flughafengesellschaft wieder am 2. Januar, dem letzten Ferientag in Berlin und Brandenburg. Wieder werden rund 45 000 Passagiere erwartet. Zum Vergleich: An den Spitzentagen während der Herbstferien reisten rund 60 000 Passagiere über den BER. Vor allem aufgrund von Personalengpässen und aufwendigeren Check-in-Prozessen während der Pandemie kam es dort zu langen Warteschlangen.

Am Münchner Flughafen legte der Flugverkehr am zweiten Weihnachtsfeiertag etwas zu. Es seien rund 620 Starts und Landungen geplant, sagte ein Sprecher am Sonntag. Am Vortag waren es rund 500 gewesen. Es werde wieder mehr geflogen als im Vorjahr mit dem weitgehenden Lockdown. "Aber natürlich sind wir noch weit weg von vor der Pandemie." Die Kontrollen insbesondere von Impf- und Genesenen-Zertifikaten sowie von Testnachweisen, die anfangs für Verzögerungen sorgten, hätten sich eingespielt, sagte der Sprecher.

In den USA hingegen wurden die Festtags-Reisepläne vieler Menschen durchkreuzt: Große US-Fluglinien strichen wegen der Omikron-Variante Hunderte Flüge gestrichen. Es kam weltweit zu Tausenden Flugausfällen

- vor allem die USA waren betroffen. Dem Sender CNN zufolge waren von

den Streichungen an Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen rund 1700 Flüge innerhalb, in die oder aus den USA betroffen. CNN beruft sich dabei auf die Flugdaten-Website Flight Aware. In den USA ist die Omikron-Variante mittlerweile dominant - die Corona-Fallzahlen waren zuletzt in die Höhe geschnellt.

Allein am Samstag hatte die US-Airline Delta knapp 370 Flüge gestrichen und begründete dies neben Omikron auch mit Winterwetter in Teilen der USA. Auch am Sonntag sollten wieder mehr als 300 Flüge gestrichen werden. "Die landesweite Häufung von Omikron-Fällen in dieser Woche hatte direkte Auswirkungen auf unsere Flugbesatzungen und die Beschäftigten, die unseren Betrieb führen", hieß es von der Fluggesellschaft United.

Auch die Lufthansa hatte am Donnerstag vor Weihnachten bekanntgegeben, in der Zeit vom 23. bis 26. Dezember sechs Flugpaare aus Hin- und Rückflug streichen zu müssen, weil sich so viele Piloten krankgemeldet hatten. Dabei bleibe es, die Zahl der gestrichenen Flüge habe sich nicht weiter erhöht, sagte ein Sprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Neben einer Verbindung nach Tokio trifft es auch bei der deutschen Airline vor allem US-Ziele wie Houston, Boston und Washington. Über einen Zusammenhang mit Omikron wollte das Unternehmen nicht spekulieren, da Lufthansa nicht über die Art der Erkrankungen informiert werde.

@ dpa.de