NOVAVAX INC, US6700024010

ERFURT - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hofft, dass nach der Zulassung von Novavax in Ostdeutschland die Impfzurückhaltung sinkt.

21.12.2021 - 13:23:27

Ramelow erwartet durch Novavax mehr Impfungen im Osten. Besorgte Bürger könnten sich jetzt entscheiden, "ob sie sich wirklich gemein machen wollen mit Gewalt und Einschüchterungen und ob sie echte Alternativen haben möchten zu den bisherigen Impfstoffen. Wer wirklich ein anderes Impfmittel wollte, bekommt mit Novavax endlich ein neues Angebot", erklärte Ramelow am Dienstag. Der Linke-Politiker appellierte an die Bürger, sich impfen zu lassen.

Er reagierte damit auf die EU-Zulassung des Impfstoffs des US-Herstellers Novavax. Es ist der fünfte Corona-Impfstoff mit EU-Zulassung. Das Präparat von Novavax könnte für Impfskeptiker eine Alternative sein, da es auf einer anderen Technologie beruht als die zuvor zugelassenen Impfstoffe.

Bei seinen Gesprächen in Thüringen höre er immer wieder, dass Menschen auf Impfstoffe warteten, die landläufig "Totimpfstoffe" genannt würden, sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur. Sie hätten ein gewisses Misstrauen gegenüber mRNA- oder Vektor-Impfstoffen. "Innerhalb der bisherigen Impfgegner sind Menschen, die wir jetzt erreichen können", glaubt Thüringens Ministerpräsident. Er hoffe, dass mit der neuen Impfstoff-Alternative die Polarisierung zwischen Geimpften und Ungeimpften in der Gesellschaft gemildert werde.

Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstag) sagte Ramelow: "Ich sage denjenigen, die den mRNA-Impfstoffen ablehnend gegenüberstehen und derzeit demonstrieren gehen: Wenn sie sich ernst nehmen, dann müssen sie sich nun auch impfen lassen." Jetzt gehe es nur noch um die Produktion und darum, genügend Impfstoff bereitzustellen.

In Thüringen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von am Dienstag 776,9 sind derzeit knapp 65 Prozent der Menschen zweimal geimpft, etwa 28 Prozent von ihnen haben inzwischen eine dritte, sogenannte Booster-Impfung erhalten.

Der Impfstoff von Novavax wird in zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Er ist den Studien zufolge mit einem Infektionsschutz von etwa 90 Prozent hochwirksam. Wie stark er allerdings bei der sehr ansteckenden Omikron-Variante wirkt, ist noch unklar.

@ dpa.de

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