EMS-Chemie, CH0016440353

EMS-Chemie Holding AG-Aktie (CH0016440353): Quartalszahlen und strategische Schwerpunkte im Fokus

27.05.2026 - 10:39:29 | ad-hoc-news.de

Die EMS-Chemie Holding AG aus der Schweiz hat ihre jüngsten Geschäftszahlen vorgelegt und bekräftigt ihren Fokus auf Spezialkunststoffe und Hochleistungs-Polymerwerkstoffe. Für Anleger rücken damit die Entwicklung der Endmärkte Automobil, Industrie und Konsumgüter sowie die Kostenseite in einem anspruchsvollen Umfeld in den Mittelpunkt.

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EMS-Chemie, CH0016440353

Die EMS-Chemie Holding AG mit Sitz in Domat/Ems in der Schweiz zählt zu den bedeutenden Anbietern von Hochleistungspolymeren und Spezialkunststoffen und ist an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange gelistet. In ihren jüngsten Geschäftszahlen unterstreicht die Gruppe die Stabilität ihres Geschäftsmodells in einem von schwächeren Industrie- und Automobilmärkten geprägten Umfeld und bestätigt ihre strategische Ausrichtung auf margenstarke, spezialisierte Anwendungen. Für Anleger ist die Aktie damit vor allem über den Schweizer Markt zugänglich, während in Deutschland der Handel vor allem über außerbörsliche Plattformen und Regionalbörsen stattfindet.

Die jüngste Berichterstattung des Unternehmens konzentriert sich auf die Performance im laufenden Geschäftsjahr, die Entwicklung in den Kernsegmenten Hochleistungspolymere und Spezialchemikalien sowie auf die Fortschritte bei Effizienzprogrammen und Kostenmanagement. Die Führung stellt dabei die Fähigkeit heraus, mit innovativen Produkten Marktanteile in anspruchsvollen Nischen zu sichern, während gleichzeitig die Profitabilität durch eine strikte Kostenkontrolle abgesichert werden soll.

Stand: 27.05.2026

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Auf einen Blick

  • Name: EMS-Chemie
  • Sektor/Branche: Spezialchemie und Hochleistungskunststoffe
  • Hauptsitz/Land: Domat/Ems, Schweiz
  • Kernmärkte: Europa, Asien, Nordamerika
  • Wesentliche Umsatztreiber: Hochleistungs-Polymerwerkstoffe für den Automobil- und Industriesektor, Spezialchemikalien
  • Heimatbörse/Listing: SIX Swiss Exchange (EMSN)
  • Handelswährung: CHF

EMS-Chemie Holding AG: Geschäftsmodell

Die EMS-Chemie Holding AG ist ein auf Spezialchemie fokussierter Industriekonzern, der sein Geschäftsmodell im Kern auf Hochleistungspolymere und Spezialkunststoffe ausgerichtet hat. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt maßgeschneiderte Polymerwerkstoffe, die insbesondere in der Automobilindustrie, in industriellen Anwendungen und in Konsumgütern eingesetzt werden. Grundlage des Geschäftsmodells ist die Verbindung aus Werkstoffkompetenz, anwendungsspezifischer Entwicklungsarbeit mit Kunden und einer global ausgerichteten Produktions- und Vertriebsstruktur.

Historisch ist EMS-Chemie aus einem breiter diversifizierten Chemiekonzern hervorgegangen, hat sein Portfolio aber über die Jahre zunehmend auf hochwertige, spezialisierte Kunststoffe konzentriert. Der Konzern gliedert sich in zwei große Bereiche: Hochleistungspolymere, die den überwiegenden Teil des Umsatzes erwirtschaften, sowie Spezialchemikalien, die ergänzende Nischenanwendungen bedienen. Im Zentrum steht dabei die Fähigkeit, Kunststoffe mit spezifischen Eigenschaften zu entwickeln, die Metalle ersetzen, Gewicht reduzieren oder besondere chemische und thermische Anforderungen erfüllen.

Die Gruppe arbeitet eng mit Kunden aus der Automobilbranche zusammen, um Bauteile zu entwickeln, die beispielsweise Gewicht sparen, die Energieeffizienz verbessern oder zusätzliche Funktionen integrieren. Diese Co-Engineering-Ansätze schaffen langfristige Kundenbeziehungen und erhöhen die Eintrittsbarrieren für Wettbewerber. Gleichzeitig wird das Angebot kontinuierlich an neue regulatorische Anforderungen, etwa im Hinblick auf Emissionen, Sicherheit oder technische Standards, angepasst. Der Fokus auf höherwertige Anwendungen ermöglicht es, gegenüber Standardkunststoffen eine höhere Marge zu erzielen.

Ein weiterer Baustein des Geschäftsmodells ist die globale Aufstellung. EMS-Chemie betreibt Werke und Vertriebsstandorte in wichtigen Industrieregionen, darunter Europa, China, andere Teile Asiens und Nordamerika. Diese Präsenz nahe am Kunden erlaubt kurze Lieferzeiten, technische Betreuung vor Ort und eine Anpassung an regionale Anforderungen. Zudem können Wechselkurseffekte und regionale Nachfrageschwankungen durch die Diversifikation teilweise ausgeglichen werden.

In der Spezialchemie deckt EMS-Chemie Anwendungen ab, die von Additiven, Bindemitteln und Hilfsstoffen für verschiedene industrielle Prozesse bis hin zu speziellen Nischenprodukten reichen. Dieser Bereich ist kleiner als das Segment Hochleistungspolymere, trägt aber dazu bei, das Portfolio zu verbreitern und Synergien in Entwicklung und Produktion zu nutzen. Die strategische Stoßrichtung des Konzerns liegt weiterhin auf margenstarken Anwendungsfeldern mit hoher Kundenspezifik und technischer Differenzierung.

Das Unternehmen betont in seiner Kommunikation eine klare Fokussierung auf Profitabilität und Eigenkapitalrendite. Neben der Produkt- und Marktstrategie gehören dazu ein striktes Kostenmanagement, kontinuierliche Effizienzsteigerungen in Produktion und Logistik sowie eine disziplinierte Investitionspolitik. Akquisitionen werden gezielt eingesetzt, um Technologien oder Marktpositionen zu ergänzen, stehen aber nicht im Vordergrund einer aggressiven Wachstumsstrategie um jeden Preis.

Die Innovationspipeline wird durch signifikante Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gespeist. EMS-Chemie betreibt eigene Entwicklungszentren und arbeitet mit Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen zusammen, um neue Materialien zu entwickeln und bestehende Anwendungen zu verbessern. Dies ist ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor in der Spezialchemie, in der die Differenzierung oft über spezifische Materialeigenschaften und die Fähigkeit zur Problemlösung beim Kunden erfolgt.

Wesentliche Umsatz- und Produkttreiber von EMS-Chemie Holding AG

Der wichtigste Umsatztreiber der EMS-Chemie Holding AG sind Hochleistungs-Polymerwerkstoffe, die in der Automobilindustrie eingesetzt werden. In Fahrzeugen dienen diese Materialien dazu, Metallkomponenten zu ersetzen, Gewicht zu reduzieren und dadurch Kraftstoffverbrauch oder Energiebedarf von Elektrofahrzeugen zu senken. Bauteile wie Strukturkomponenten, Halterungen, Gehäuse, Verbindungselemente oder Komponenten im Motor- und Antriebsstrang lassen sich durch spezialisierte Kunststoffe ersetzen, ohne bei Stabilität oder Sicherheit Abstriche zu machen.

Die Nachfrage in diesem Bereich hängt in hohem Maße von der globalen Automobilproduktion, von Modellzyklen und von technologischen Trends wie Elektromobilität und Leichtbau ab. Neue Fahrzeugplattformen bieten Chancen für zusätzliche Anwendungen, die zunächst in der Entwicklungsphase definiert und dann über mehrere Jahre in der Serie produziert werden. Diese Dynamik sorgt für eine gewisse Visibilität beim Umsatzverlauf, macht das Geschäft allerdings auch anfällig für Einbrüche in der Fahrzeugproduktion oder für Verschiebungen von Modellanläufen.

Neben dem Automobilsektor ist der Industriesektor ein weiterer zentraler Umsatzträger. Hochleistungskunststoffe von EMS-Chemie finden sich in Maschinenbau, Elektrotechnik, Elektronik, Energieanwendungen und zahlreichen weiteren industriellen Bereichen. Dort stehen häufig Eigenschaften wie Temperaturbeständigkeit, Chemikalienresistenz, elektrische Isolation oder mechanische Robustheit im Vordergrund. Auch hier erfolgt die Zusammenarbeit mit Kunden meist projektbezogen und langfristig, was zu einer relativ stabilen Nachfrage führen kann, sofern das industrielle Umfeld nicht drastisch einbricht.

Ein zusätzliches Umsatzstandbein bilden Anwendungen im Konsumgüterbereich, beispielsweise bei anspruchsvollen Komponenten von Haushaltsgeräten, Sportartikeln oder Elektronikprodukten. Diese Anwendungen können von übergeordneten Konsumtrends profitieren, sind aber in der Regel stärker zyklisch als industrielle Anwendungen. Die Preissensitivität ist in einzelnen Konsumgütersegmenten höher, sodass hier die Balance zwischen technischer Differenzierung und Kostenposition entscheidend ist.

Innerhalb der Spezialchemie erzielt EMS-Chemie Umsätze mit additivespezifischen Produkten, Zwischenerzeugnissen und Spezialbindemitteln, die in unterschiedlichen Industrien eingesetzt werden. Diese Produkte sind häufig in Prozesse der Kunden integriert, was zu einer gewissen Grundnachfrage führt. Gleichzeitig können auch in diesem Bereich Konjunkturzyklen und Veränderungen der Produktionsvolumina der Kunden spürbar werden. Die hohe Spezialisierung einzelner Produkte kann hier jedoch für stabile Margen sorgen, wenn der Nutzen für den Kunden klar erkennbar ist.

Auf der Kostenseite spielen Rohstoffpreise, Energiepreise und Logistikkosten eine zentrale Rolle für die Marge. EMS-Chemie setzt auf langfristige Lieferbeziehungen, Effizienzsteigerungen im Einkauf und eine laufende Optimierung der Produktionsprozesse, um die Auswirkungen volatiler Inputpreise abzufedern. Die Fähigkeit, höhere Kosten zumindest teilweise über Preisanpassungen weiterzugeben, hängt von der Wettbewerbssituation und der Differenzierung des Produktportfolios ab.

Ein weiterer Umsatz- und Ergebnistreiber ist die geografische Diversifikation. Eine starke Position in Europa wird durch Präsenz in Asien und Nordamerika ergänzt. Insbesondere China und andere asiatische Märkte sind wichtig, da dort ein bedeutender Teil der globalen Automobilproduktion und ein wachsender Industriesektor angesiedelt sind. Wechselkurseffekte können die berichteten Zahlen in Schweizer Franken beeinflussen, wobei das Unternehmen durch natürliche Hedges und eine Verteilung von Kosten und Einnahmen über verschiedene Währungsräume versucht, Schwankungen zu begrenzen.

Aktuelle Unternehmensmaßnahmen

In den vergangenen Quartalen hat EMS-Chemie verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und auf das herausfordernde Marktumfeld zu reagieren. Dazu gehören Effizienzprogramme in Produktion und Administration, Investitionen in moderne Anlagen sowie eine selektive Erweiterung der Kapazitäten in Regionen mit erwarteter Nachfragezunahme. Die Unternehmensführung stellt in ihren Mitteilungen heraus, dass der Fokus auf margenstarken Geschäften liegt und unrentable Aktivitäten laufend überprüft werden.

Finanzielle Maßnahmen wie Dividendenzahlungen und gegebenenfalls Aktienrückkaufprogramme werden regelmäßig im Rahmen der Generalversammlung thematisiert. Als Schweizer Gesellschaft orientiert sich EMS-Chemie dabei an einer nachhaltigen Ausschüttungspolitik, die die Ertragslage, die Investitionsbedarfe und eine solide Bilanzstruktur berücksichtigt. Konkrete Beschlüsse zu Dividende und Kapitalstruktur werden jeweils im Anschluss an die Generalversammlung kommuniziert und sind für Aktionäre ein wichtiger Bestandteil der Gesamtrendite.

Strategisch konzentriert sich die Gruppe darauf, ihre Position in bestehenden Kernsegmenten zu stärken, anstatt völlig neue Geschäftsfelder zu erschließen. Mögliche Übernahmen oder Kooperationen werden vor allem unter dem Gesichtspunkt geprüft, ob sie die bestehende Technologieplattform sinnvoll ergänzen oder den Zugang zu Schlüsselregionen und -kunden verbessern. Ebenso wird die Optimierung des Portfolios durch mögliche Veräußerungen nicht-strategischer Aktivitäten als Option offen gehalten, sollte dies Wertpotenzial erschließen.

Was Banken und Researchhäuser zu EMS-Chemie Holding AG sagen

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag keine verifizierte Analystencoverage vor.

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Stimmung und Reaktionen zu EMS-Chemie Holding AG

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

Die Spezialchemie- und Hochleistungskunststoffbranche ist geprägt von langfristigen Trends wie Leichtbau, Energieeffizienz, Elektrifizierung und strengeren regulatorischen Anforderungen an Emissionen, Recyclingfähigkeit und Materialeigenschaften. Hersteller, die in der Lage sind, diesen Anforderungen mit innovativen Produkten zu begegnen, können sich im Wettbewerb differenzieren und überdurchschnittliche Margen erzielen. EMS-Chemie positioniert sich mit ihren Hochleistungspolymeren genau in diesem Umfeld, indem sie Materialien anbietet, die Metall ersetzen, Gewicht sparen oder spezifische Eigenschaften in anspruchsvollen Anwendungen bereitstellen.

Im Automobilsektor wirken sich insbesondere die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und die zunehmende Elektronik im Fahrzeug positiv auf die Nachfrage nach technisch anspruchsvollen Kunststoffen aus. Batteriemodule, elektrische Verbindungssysteme, Gehäuse und strukturrelevante Komponenten erfordern Materialien mit hoher Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit, mechanischer Stabilität und teilweise flammschützenden Eigenschaften. Diese Anforderungen sind typische Einsatzfelder für Spezialkunststoffe, wie sie EMS-Chemie entwickelt und produziert.

Gleichzeitig ist der Wettbewerb in der Spezialchemie intensiv. Global tätige Chemie- und Kunststoffhersteller konkurrieren um Projekte und Kundenbeziehungen, insbesondere im Automobil- und Industriesektor. Für EMS-Chemie ist daher die Kombination aus Materialkompetenz, anwendungsspezifischer Entwicklungsarbeit und globaler Präsenz ein entscheidender Faktor. Das Unternehmen kann auf langjährige Kundenbeziehungen und Referenzprojekte zurückgreifen, was bei Vergaben von Neuprojekten ein Vorteil sein kann. Die technologische Differenzierung und die Fähigkeit, kundenspezifische Lösungen anzubieten, wirken als Schutzschilde gegenüber reinen Preiswettbewerbern.

In der Spezialchemie bleibt zudem die Frage der Nachhaltigkeit zunehmend im Fokus von Kunden und Regulatoren. Themen wie CO2-Fußabdruck, Recyclingfähigkeit von Kunststoffen, Einsatz von biobasierten Rohstoffen oder Kreislaufwirtschaft gewinnen an Bedeutung. EMS-Chemie ist daher gefordert, sowohl die eigenen Produktionsprozesse effizient und ressourcenschonend zu gestalten als auch Produkte zu entwickeln, die den Nachhaltigkeitszielen der Kunden entsprechen. Investitionen in Forschung, Prozessoptimierung und gegebenenfalls neue Materialklassen sind hierfür zentrale Bausteine.

Die Wettbewerbsposition von EMS-Chemie hängt mittel- bis langfristig davon ab, inwieweit das Unternehmen diese Branchentrends in profitable Geschäftsmodelle übersetzen kann. Das bedeutet, in Wachstumsfeldern wie E-Mobilität, High-End-Industrieanwendungen oder anspruchsvollen Konsumgütersegmenten präsent zu sein und gleichzeitig das bestehende Portfolio weiterzuentwickeln. Der Fokus auf Hochleistungspolymere, die in kritischen Anwendungen eingesetzt werden, ist dabei aus Sicht der Positionierung konsequent, da hier die Zahlungsbereitschaft der Kunden höher ist und der Preisdruck niedriger als in Commodities.

Warum EMS-Chemie Holding AG für Anleger im Heimatmarkt Schweiz relevant ist

Für Anleger in der Schweiz ist die EMS-Chemie Holding AG ein bedeutender Vertreter der Spezialchemie und ein etablierter Titel am heimischen Aktienmarkt. Das Unternehmen steht in einem internationalen Wettbewerbsumfeld, ist aber gleichzeitig in einem von mittelständisch geprägten, innovativen Industrieunternehmen geprägten Schweizer Umfeld verwurzelt. Die Aktie wird an der SIX Swiss Exchange gehandelt und ist damit für inländische Investoren leicht zugänglich.

Aus Schweizer Sicht bietet EMS-Chemie Zugang zu globalen Wachstumstreibern wie Elektromobilität, Leichtbau, Hochleistungsmaterialien und industrieller Modernisierung, ohne dass Anleger selbst in Einzeltitel in anderen Rechtsräumen investieren müssen. Gleichzeitig bestehen typische Chancen und Risiken eines spezialisierten Industrieunternehmens, das stark von der Investitionstätigkeit seiner Kunden und von globalen Konjunkturzyklen abhängt. Für Anleger in Deutschland ist die Aktie zwar ebenfalls handelbar, der Primärmarkt und die regulatorische Anbindung liegen jedoch in der Schweiz.

Risiken und offene Fragen

Zu den zentralen Risiken für die EMS-Chemie Holding AG zählt die Abhängigkeit von der globalen Automobilproduktion. Ein deutlicher Rückgang der Fahrzeugproduktion, Verzögerungen bei Modellanläufen oder strukturelle Marktveränderungen könnten sich unmittelbar auf Absatzmengen und Auslastung auswirken. Zwar federn Diversifikation in andere Industriesektoren und Konsumgüter das Risiko teilweise ab, dennoch bleibt das Automobilgeschäft ein wichtiger Pfeiler und damit ein potenzieller Volatilitätsfaktor.

Rohstoff- und Energiepreise stellen ein weiteres wesentliches Risiko dar. Steigende Preise für Vorprodukte, Kunstharze, Additive oder Energie können die Marge belasten, sofern sie nicht an Kunden weitergegeben werden können. Die Fähigkeit, Preisanpassungen durchzusetzen, hängt von der Wettbewerbssituation und der Differenzierung der Produkte ab. In Phasen intensiven Wettbewerbs kann der Spielraum hierfür begrenzt sein, was die Profitabilität reduziert und den Fokus auf Effizienzmaßnahmen verstärkt.

Wechselkurseffekte sind für ein in Schweizer Franken bilanzierendes Unternehmen mit globaler Präsenz ebenfalls ein maßgeblicher Faktor. Starke Währungsschwankungen können Umsatz und Ergebnis belasten, wenn zum Beispiel der Franken gegenüber wichtigen Währungen wie Euro, US-Dollar oder chinesischem Renminbi deutlich aufwertet. Natürliche Hedges, etwa durch Kostenstrukturen in den jeweiligen Währungsräumen, können dies nur teilweise auffangen. Für Investoren in anderen Währungsräumen kommen zusätzliche Wechselkursrisiken hinzu.

Langfristig sind zudem regulatorische Entwicklungen im Bereich Chemie, Umwelt- und Gesundheitsschutz relevant. Verschärfte Vorschriften können zu höheren Anforderungen an Produkte und Produktionsprozesse führen. EMS-Chemie muss daher kontinuierlich investieren, um die eigenen Materialien und Verfahren an neue Rahmenbedingungen anzupassen. Dies eröffnet zwar Chancen für innovative Lösungen, bedeutet aber auch, dass Forschungs- und Investitionsaufwendungen dauerhaft hoch bleiben.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Für die Kursentwicklung der EMS-Chemie Holding AG sind die Veröffentlichungstermine von Zwischen- und Jahresberichten zentrale Katalysatoren. An diesen Tagen werden üblicherweise Umsatz- und Ertragszahlen sowie Einschätzungen des Managements zur Geschäftsentwicklung und zum Ausblick präsentiert. Überraschungen im Vergleich zu Markterwartungen können zu spürbaren Kursreaktionen führen, sowohl positiv als auch negativ.

Die ordentliche Generalversammlung ist ein weiterer wichtiger Termin, da hier über Dividende, Kapitalmaßnahmen und die Besetzung von Verwaltungsrat und Führungsgremien entschieden wird. Informationen zur Dividendenpolitik und zu etwaigen Anpassungen der Ausschüttungshöhe sind für einkommensorientierte Anleger besonders bedeutsam. Darüber hinaus können im Rahmen der Generalversammlung strategische Weichenstellungen oder größere Investitionsprojekte erläutert werden.

Weitere mögliche Katalysatoren sind größere Projektgewinne oder -verluste, Ankündigungen zu Kapazitätserweiterungen oder -konsolidierungen, potenzielle Akquisitionen oder Veräußerungen sowie regulatorische Entscheidungen, die bestimmte Produktgruppen oder Märkte betreffen. Auch Branchenmessen und Fachkonferenzen, auf denen neue Produkte und Anwendungen vorgestellt werden, können indirekt Kursimpulse liefern, wenn sie als Indikator für die Innovationskraft des Unternehmens wahrgenommen werden.

Fazit

Die EMS-Chemie Holding AG ist als Schweizer Spezialchemie-Unternehmen mit Fokus auf Hochleistungspolymere und Spezialkunststoffe in wichtigen Industriezweigen wie Automobil, Maschinenbau und Konsumgüter verankert. Das Geschäftsmodell basiert auf technologisch anspruchsvollen Materialien, enger Zusammenarbeit mit Kunden und einer globalen Präsenz in den wichtigsten Industriegürtelregionen. In ihren jüngsten Berichten stellt die Gesellschaft die Bedeutung von Innovation, Effizienz und Profitabilität in einem herausfordernden Marktumfeld in den Vordergrund.

Für Anleger im Heimatmarkt Schweiz bietet die Aktie die Möglichkeit, an branchenspezifischen Trends wie Leichtbau, Elektromobilität und Industrieanwendungen mit hoher Wertschöpfung teilzuhaben. Die Ertragslage wird dabei maßgeblich von der globalen Konjunktur, der Entwicklung der Automobilproduktion, der Kostenbasis und Wechselkurseffekten beeinflusst. Die Fähigkeit des Unternehmens, seine strategische Positionierung in margenstarken Nischen zu behaupten und gleichzeitig flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren, ist entscheidend für die weitere Entwicklung.

Die Aktie der EMS-Chemie Holding AG bleibt damit ein Titel, der stark von branchenspezifischen und konjunkturellen Faktoren abhängt, gleichzeitig aber durch die Fokussierung auf Spezialchemie und Hochleistungskunststoffe ein klares Profil im Schweizer Markt besitzt. Wie sich die Kombination aus Wachstumsmöglichkeiten in strukturellen Trendfeldern und den genannten Risiken künftig auf Umsatz, Ertrag und Bewertung auswirkt, wird maßgeblich von der Umsetzung der Unternehmensstrategie und der Entwicklung der Endmärkte bestimmt werden.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Der umfassende Inhalt dieses informativen Artikels wurde unter Einsatz von a.i. erstellt. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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