Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Moderna, US60770K1079

(durchgehend aktualisiert)

31.01.2021 - 20:04:31

'Impfgipfel' soll Fortschritte bringen

sagte nach EU-Angaben zu, im ersten Quartal nun doch mehr Impfstoff an die Europäische Union zu liefern als angekündigt. Es kämen neun Millionen Dosen hinzu, also insgesamt 40 Millionen Dosen, teilte von der Leyen auf Twitter mit.

Astrazeneca hatte vor gut einer Woche überraschend mitgeteilt, im ersten Quartal statt 80 Millionen nur 31 Millionen Dosen Impfstoff an die EU-Staaten zu liefern. Die EU reagierte empört und setzte die Firma unter Druck, die Lieferkürzung zurückzunehmen. Der Impfstoff ist seit Freitag in der EU für Erwachsene ohne Altersbegrenzung zugelassen. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission das Mittel aber nur für Erwachsene unter 65 Jahren.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigte am Samstag Verständnis für Frust und Ungeduld, warb aber auch um Vertrauen. "Es kommen jede Woche Impfstoffe, und es werden auch mehr, Zug um Zug." Man habe ein Jahr nach Beginn der Pandemie drei zugelassene wirksame Impfstoffe - neben dem Präparat von Astrazeneca auch die Vakzinen von Biontech /Pfizer und Moderna .

Laut Gesundheitsministerium wurden seit Beginn der Impfkampagne in Deutschland über 3,5 Millionen Dosen ausgeliefert und 2,2 Millionen Dosen gespritzt. Bis zum 22. Februar würden mindestens weitere 5 Millionen Impfdosen an die Länder geliefert, teilte das Ministerium am Samstag via Twitter mit. Was die Erhöhung der Liefermengen von Astrazeneca an die EU für Deutschland bedeutet, war am Sonntagabend zunächst noch nicht klar.

Regierungschefs der Länder erhöhten vor den Beratungen den Druck auf die Bundesregierung. "Wir brauchen klare Transparenz beim Impfstoff", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). "Die Menschen sind völlig verunsichert." Die Logistik stehe, aber es könne nicht geimpft werden. "Daher bedarf es endlich eines verlässlichen Lieferplans für die nächsten Wochen und Monate."

Auch SPD-Regierungschefs wie Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz und Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil forderten einen nationalen Impfplan. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) twitterte, es müsse das Versprechen eingehalten werden können, bis September allen Menschen in Deutschland eine Impfung anzubieten. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) beklagte in der "Bild am Sonntag", trotz der angekündigten fünf Millionen weiteren Impfdosen habe man nicht einmal für vier Wochen Lieferklarheit.

Klare Worte fand auch der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy. "Die Städte erwarten keine vagen Versprechungen mehr, sondern eindeutige Antworten auf die zwei wesentlichen Fragen: Wann gibt es ausreichend Impfstoff? Wann wird welcher Impfstoff ins Impfzentrum geliefert", sagte Dedy der Deutschen Presse-Agentur. "Zurzeit können wir dort wegen der geringen Impfstoffmengen nur mit angezogener Handbremse agieren."

Bei dem Impfgipfel sollen nach den Worten Spahns auch die Probleme bei der Terminvergabe besprochen werden. "Das muss besser werden", sagte der Minister. Zum Start der Impftermin-Vergabe in NRW etwa waren Anmelde-Webseiten und Hotlines geradezu überrannt worden. Zahlreiche impfwillige Menschen ab 80 Jahren oder ihre Angehörigen kamen telefonisch nicht durch und hatten auch online zunächst keinen Erfolg. Spahn sagte, es mache Sinn, wie einige Länder es machten, nicht gleich alle aus einer Altersgruppe einzuladen - sondern die Gruppen, die einen Termin vereinbaren könnten, kleiner zu machen.

Spahn kündigte außerdem eine Überarbeitung der Impfverordnung an. Hintergrund: Die Ständige Impfkommission hatte den Astrazeneca-Impfstoff nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen. Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren lägen bisher keine ausreichenden Daten vor, hieß es. Zuvor hatte die EU-Arzneimittelbehörde EMA die europaweite Zulassung des Impfstoffs empfohlen, und zwar für Erwachsene ab 18 Jahren ohne eine Altersbegrenzung.

Ein weiteres großes Thema bleiben die Folgen des wochenlangen Corona-Lockdowns. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sagte der "Bild am Sonntag", nach dem 14. Februar müsse es "echte Öffnungsperspektiven" bei Kitas und Schulen geben: "Unser Vorschlag ist eine Kita-Ampel, bei der erst mal die Situation in den einzelnen Kitas den Ausschlag gibt." Damit könne man einen Großteil der Kitas wieder öffnen und gleichzeitig sehr verantwortungsvoll und gezielt anhand des Infektionsgeschehens in den einzelnen Kitas reagieren.

Mit dem bis Mitte Februar befristeten Lockdown mit der Schließung von Kneipen und Restaurants, vieler Geschäfte sowie Schulen und Kitas hoffen Bund und Länder, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Kurzfristiges Ziel der Politik ist es, den Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen zu erreichen. Am Sonntagmorgen lag diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut bei 90,2.

Kanzlerin Merkel warnte am Samstag in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast vor übereilten Schritten: Zwar gingen die Infektionszahlen zurück - gleichzeitig gebe es aber eine sehr reale Gefahr durch die hochansteckenden Virusmutationen: "Noch sind wir nicht so weit, Kitas und Schulen wieder öffnen zu können."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

USA kaufen weitere 200 Millionen Impfdosen von Biontech und Pfizer. Damit treffe die Regierung Vorbereitungen für die Impfung jüngerer Kinder und möglicherweise nötige Auffrischungsimpfungen für Erwachsene, erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Freitag in Washington. WASHINGTON - Die USA kaufen weitere 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer . (Boerse, 23.07.2021 - 21:18) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP: EU-Behörde empfiehlt zweiten Impfstoff für Kinder und Jugendliche (Quelle des Zitats im vorletzten Absatz ergänzt) (Boerse, 23.07.2021 - 16:49) weiterlesen...

EU-Behörde empfiehlt zweiten Impfstoff für Kinder und Jugendliche. Der Präparat des US-Herstellers Moderna kann nach der EMA-Empfehlung auch 12- bis 17-Jährigen gespritzt werden. Studien belegten, dass der Impfstoff ebenso sicher und verträglich sei wie bei Erwachsenen, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Der Schutz vor einer Covid-Erkrankung lag in den Studien demnach bei 100 Prozent. Die EMA-Experten hatten die Daten geprüft und nun positiv bewertet. Die EU-Kommission muss der Zulassung noch zustimmen, was als Formsache gilt. AMSTERDAM - Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat sich für die Zulassung eines zweiten Corona-Impfstoffes für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. (Boerse, 23.07.2021 - 16:34) weiterlesen...

Delta-Variante dominiert in großen Teilen Europas. STOCKHOLM/KOPENHAGEN - Die ansteckendere Delta-Variante dominiert mittlerweile die Corona-Pandemie in großen Teilen Europas. Das teilten die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Freitag mit. Zwischen dem 28. Juni und 11. Juli erfasste Daten zeigten, dass Delta in 19 von 28 Ländern mit ausreichenden Informationen die dominierende Variante gewesen sei. Der durchschnittliche Anteil an den analysierten Corona-Fällen lag demnach in diesen 19 Staaten bei 68,3 Prozent. Die zuvor dominierende Alpha-Variante kam auf einen Anteil von 22,3 Prozent. Delta-Variante dominiert in großen Teilen Europas (Wirtschaft, 23.07.2021 - 15:28) weiterlesen...

EU-Behörde empfiehlt Impfstoff von Moderna für Kinder und Jugendliche. Die Experten der EMA bewerteten am Freitag in Amsterdam die entsprechenden Daten von Studien positiv und machten den Weg frei für die Zulassung des Impfstoffes für 12- bis 17-Jährige. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, das aber gilt als Formsache. AMSTERDAM - Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren gespritzt werden. (Boerse, 23.07.2021 - 15:22) weiterlesen...

Söder fordert Impfprogramm für Schüler und neue Einreiseverordnung. GMUND/BERLIN - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder knüpft seine Bereitschaft für eine vorgezogene Bund-Länder-Konferenz an Bedingungen wie den Beschluss eines Corona-Schülerimpfprogramms. "Ich bin da offen, drüber zu reden. Allerdings müssen vorher Bedingungen geschaffen werden. Es reicht nicht, sich zum Kaffee-Plausch zu treffen, sondern wir müssen dann schon Maßnahmen treffen", sagte der CSU-Chef am Freitag nach einer Klausur des Parteivorstands in Gmund am Tegernsee. Dazu gehöre eine Einreiseverordnung ab dem 1. August und eine spezielles Impfprogramm für Schüler und Schülerinnen. Söder fordert Impfprogramm für Schüler und neue Einreiseverordnung (Wirtschaft, 23.07.2021 - 15:09) weiterlesen...