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Ernährung, Produktion

DÜSSELDORF - Zu pflanzlichen Milchalternativen wie Hafer-, Soja- oder Mandeldrinks haben 2020 deutlich mehr Verbraucher in Deutschland gegriffen.

05.05.2021 - 05:27:29

Kräftige Zuwachsraten für Milchalternativen. Um weit mehr als 40 Prozent sind die Absatzmenge und der Umsatz mit diesen Produkten im deutschen Einzelhandel im Jahr 2020 gewachsen. Zu diesen Ergebnissen kommen Datenanalysten von GfK und NielsenIQ in getrennten Studien. Der Gesamtumsatz mit pflanzlichen Alternativen zu Molkereiprodukten wird dabei zwischen mehr als einer halben Milliarde Euro und mehr als einer dreiviertel Milliarde Euro beziffert. Der Käsebereich ist dabei noch nicht berücksichtigt.

"Die Milchalternativen sind nach wie vor auf großem Wachstumskurs", sagte Corinna Ludwig von NielsenIQ. Sie zeigten 2020 ein Umsatzplus von 41,3 Prozent auf 786,5 Millionen Euro und ein Absatzplus von 48,2 auf 341,7 Millionen Kilogramm im Vergleich zum Vorjahr. Damit machten die Milchalternativen bereits einen Absatzanteil von 5 Prozent an dem gesamten Regal der Milchprodukte aus. Der gesamte Bereich legte nach den Handelsdaten von NielsenIQ beim Umsatz um 7,2 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro und beim Absatz um 6 Prozent auf rund 6,8 Milliarden Kilogramm zu. Sowohl Milchalternativen als auch Molkereiprodukte legten 2020 zu, da im Corona-Jahr deutlich mehr zuhause gegessen wurde.

Die GfK hat auf der Basis der Haushalte, die regelmäßig von ihren Einkäufen berichten, ebenfalls ein außergewöhnlich starkes Wachstum ermittelt. Demnach ist der Umsatz mit den pflanzlichen Alternativen zu Molkereiprodukten von rund 361 Millionen Euro im Jahr 2019 auf gut 533 Millionen Euro im Jahr 2020 im Handel gestiegen. Das entspreche einem Umsatzwachstum von 47,8 Prozent. Die verkaufte Menge ist nach dieser Analyse im deutschen Einzelhandel um 46,6 Prozent gestiegen.

@ dpa.de

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