LUFTHANSA AG, DE0008232125

DÜSSELDORF - Wenige Wochen vor dem dritten Jahrestag des Absturzes einer Germanwings-Maschine in den Alpen mit insgesamt 150 Todesopfern haben Angehörige der Opfer erneut schwere Vorwürfe gegen die Germanwings-Mutter Lufthansa erhoben.

04.02.2018 - 15:07:25

Wieder Vorwürfe von Opfern des Germanwings-Absturzes an Lufthansa. In einem an Lufthansa-Chef Carsten Spohr persönlich gerichteten Brief werfen sie dem Konzern eine "Strategie des Mürbemachens und der Drohungen" vor und beklagen aus ihrer Sicht zu geringe Entschädigungen. Über den Brief hatten zunächst "stern.de" und die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) berichtet.

Ein Lufthansa-Sprecher bestätigte den Eingang des Briefs, wollte sich darüber hinaus aber nicht zu den Vorwürfen äußern. Die Lufthansa sei im Dialog mit den Hinterbliebenen, sagte er. Der Absturz der Germanwings-Maschine jährt sich am 24. März zum dritten Mal.

Direkt nach dem Absturz habe Lufthansa schnelle und unbürokratische Hilfe zugesagt, heißt es in dem Brief, der auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Leider müssen wir feststellen, dass Sie diese zentralen Zusagen bis heute nicht eingelöst haben." Lufthansa verlange "für einen geringen Geldbetrag" den Verzicht auf Klagen und weitere Ansprüche gegen die Airline. Sogar psychotherapeutische Hilfe werde neuerdings an eine solche Verzichtserklärung geknüpft. "Diese Haltung müssen wir als Erpressung empfinden."

Ähnliche Vorwürfe hatte der Hinterbliebenen-Anwalt Elmar Giemulla bereits Ende 2017 erhoben. Er hat beim Essener Landgericht bereits im vergangenen Jahr Zivilklage für fast 200 Angehörige eingereicht.

Lufthansa hatte damals in einer Stellungnahme erklärt, freiwillige Leistungen der Lufthansa für Behandlungen würden von einigen Anwälten als Argument genutzt, um juristisch gegen Unternehmen der Lufthansa-Gruppe vorzugehen. Deshalb könne der Konzern diese Angebote nur aufrechterhalten, wenn diese Leistungen nicht gegen Lufthansa verwendet würden.

Ein weiterer Kritikpunkt in dem jetzigen Brief der Angehörigen ist die Höhe der Entschädigungen - pauschal 25 000 Euro pro Opfer und jeweils 10 000 Euro für nahe Angehörige wegen der erlittenen Schmerzen. Sie reichten vielfach nicht aus, um den Verdienstausfall abzudecken.

Laut Lufthansa wurde dagegen deutlich mehr gezahlt. Neben den Pauschalzahlungen habe die Fluggesellschaft als unbürokratische Vorschussleistung nach dem Absturz 50 000 Euro pro Todesopfer aufgebracht und übernehme optional weiter Behandlungskosten. "Pro Opfer beliefen sich die Zahlungen auch in Deutschland in den meisten Fällen auf über 100 000 Euro", sagte der Lufthansa-Sprecher.

@ dpa.de

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