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DÜSSELDORF - Vergleichsweise hohe Preise an den Tankstellen in Süddeutschland, Engpässe bei Kohletransporten zu den Kraftwerken und Riesenumwege für Pendler, weil Fähren am Ufer bleiben: Das Niedrigwasser am Rhein sorgt für immer mehr Probleme in vielen Lebensbereichen, denn Deutschlands größter Fluss ist ein unersetzlicher Transportweg.

15.08.2022 - 15:15:26

Hohe Benzinpreise und fehlende Fähren - Niedrigwasser macht Probleme

an, die Stromproduktion in seinem Kraftwerk Staudinger 5 im hessischen Großkrotzenburg möglicherweise wegen mangelnden Nachschubs drosseln zu müssen. Eine Rechtsverordnung soll nun im Schienenverkehr Transporten von Öl, Gas, Kohle und Transformatoren vorübergehend Vorrang geben.

Zwangspause für Rheinfähren

Während Frachtschiffe auf dem Rhein häufig zumindest mit verminderter Ladung fahren können, müssen immer mehr Autofähren ihren Betrieb einstellen. Am Montagmorgen traf es die Rheinfähre in Nierstein. Doch auch etliche andere Fähren sind betroffen: etwa die Fähren in Zons, in Köln-Langel/Hitdorf und in Rees am Niederrhein. Für die Nutzer bedeutet dies oft lange Umwege.

Ein Hoffnungsschimmer

Bundesverkehrsminister Volker Wissing machte allen, die unter dem Niedrigwasser leiden, mit Blick auf die zweite Monatshälfte und den Septemberanfang im einem Gespräch mit der "Rheinischen Post" zumindest etwas Hoffnung. Zwar sei keine schnelle Besserung in Sicht. "Für die zweite Monatshälfte im August und die erste Septemberhälfte deutet die jüngste Sechs-Wochen-Vorhersage unserer Experten allerdings auf leichte Wasseranstiege und eine Stabilisierung der Wasserstände auf niedrigem Niveau hin."

@ dpa.de