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Deutschland, Branchen

DÜSSELDORF - Im Tarifkonflikt in der Wach- und Sicherheitsbranche in NRW bleiben beide Verhandlungsseiten auf Konfrontationskurs.

11.01.2021 - 16:39:04

Streit um Tariferhöhung in Sicherheitsbranche - Arbeitgeber empört. Nachdem die Gewerkschaft Verdi für diese Woche Warnstreiks angekündigt hatte, reagierte die Arbeitgeberseite mit Unverständnis. Verdi verkenne die schwierige wirtschaftliche Lage in Corona-Zeiten, teilte der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) am Montag mit. Das Geschäft wichtiger Kunden der Branche wie Messe-Unternehmen und Veranstaltungsdienste sei zum Erliegen gekommen. Auch die Schließung von Geschäften habe zu Umsatzeinbußen geführt. Käme es zu Preiserhöhungen als Folge der Lohnerhöhung, so könnten Firmenkunden das nicht nachvollziehen, argumentiert der BDSW.

Verdi ist anderer Auffassung: Die Arbeitnehmerorganisation fordert einen Euro pro Stunde mehr, mindestens aber 6 Prozent. Der Tarifvertrag soll nur ein Jahr laufen. Aus Sicht von Verdi geht es der Branche wirtschaftlich gut. Die Arbeitgeber bieten für einen zwei Jahre laufenden Vertrag für die meisten Tarifgruppen ein Plus von zunächst 1,6 Prozent und 2022 von 2,6 Prozent - nach Auffassung von Verdi ist das viel zu wenig. Die dritte Verhandlungsrunde ist am kommenden Montag (11. Januar) in Neuss geplant.

Der Tarifvertrag gilt nach Angaben des BDSW für rund 53 000 Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen, etwa Pförtner und Sicherheitsleute bei Firmen. Auch im Einzelhandel sind die Beschäftigten tätig, etwa um die Tür im Blick zu haben und Diebstähle zu verhindern. Die Stundenlöhne liegen bei 11 bis 18 Euro, wobei die unterste Stufe für etwa die Hälfte der Beschäftigten gilt. Große Marktteilnehmer in NRW sind Kötter, Stölting und Securitas. Das Sicherheitspersonal an Flughäfen ist nicht betroffen, für diese Beschäftigten gilt ein anderer Vertrag.

Am Montag gingen die Warnstreiks auf niedrigem Niveau los, nach Angaben von Verdi legten in Essen 40 Beschäftigte an unterschiedlichen Einsatzorten ihre Arbeit nieder. Man setze auf "Nadelstiche", sagte Gewerkschafterin Andrea Becker. Die Intensität der Warnstreiks werde sich im Verlauf der Woche steigern.

In anderen Bundesländern gab es bereits Tarifabschlüsse für die Wach- und Sicherheitsleute, in Baden-Württemberg zum Beispiel verständigten sich die Vertragsparteien laut BDSW auf ein zwei Jahre laufendes Papier mit einem Plus von zunächst 1,9 Prozent und später von 3 Prozent.

@ dpa.de

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