USA, Deutschland

DÜSSELDORF / FRANKFURT - Finanzexperten warnen immer stärker vor den Gefahren von unregulierten Kryptowährungen wie dem Bitcoin.

19.12.2017 - 22:50:24

Finanzexperte: Bitcoin-Futures erhöhen Ansteckungsgefahr der Finanzmärkte. Wie gefährlich das Wachstum der stark schwankungsanfälligen sogenannten Digitalwährungen für die Stabilität des Finanzsektors sei, sei heute zwar schwer zu beurteilen, sagte der Frankfurter Finanzprofessor Volker Brühl dem "Handelsblatt" (Mittwoch). "Es ist aber zu erwarten, dass mit der Einführung von Futures auf den Bitcoin verstärkt Hedgefonds investieren. Dadurch steigt das Risiko von Ansteckungsgefahren, die von einem Platzen der Kursblase ausgehen können", so der Wissenschaftler des Center for Financial Studies in Frankfurt.

"Der Blick auf Bitcoin und Co. allein ist nicht mehr aussagekräftig", sagte Brühl im Hinblick auf das im Vergleich mit staatlich-regulierten Währungen geringe Marktvolumen aller Kryptowährungen von 600 Milliarden US-Dollar. "Derzeit werden zahlreiche Produkte geschaffen, mit denen die Kryptowährungen im klassischen Finanzsystem ankommen. Ich halte zum Beispiel die Auflegung von Futures aktuell für einen Fehler", so Brühl. "Damit wird eine weitere Kursexplosion gezündet und unverdiente Legitimation verliehen."

Der Experte plädierte für eine schnelle Regulierung. "Der Bitcoin ist keine klassische Währung, sondern eine Verrechnungseinheit." Er werde auf intransparenten Märkten getauscht. "So bleibt unklar, wer zu welchem Zweck Bitcoins handelt", sagte Brühl. "Der Kassa-Markt muss schleunigst reguliert werden."

Frühere Finanzkrisen hätten oft klein begonnen, sagte der Wissenschaftler dem Blatt. In der US-Immobilienkrise habe es anfangs nur auf einzelnen Märkten an der Westküste eine sehr kleine Krise gegeben. "Am Ende weitete sich diese auf viele Bereiche des Systems aus. Ich sage: Wehret den Anfängen."

Seit Jahresbeginn ist der Bitcoin, der auf Plattformen im Internet gehandelt wird, massiv im Wert gestiegen: von rund 1000 Dollar auf annähernd 20 000 Dollar. Je höher der Kurs stieg, desto lauter wurden die mahnenden Stimmen aus der Politik und den Notenbanken.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sprach sich Anfang der Woche jedoch ausdrücklich gegen eine Regulierung aus geldpolitischer Sicht aus. "Nur weil Anleger Geld verlieren können, ist das noch kein Grund, einzuschreiten", sagte er am Montagabend. Allerdings verwies Weidmann auf den spekulativen Charakter der Kryptowährung. Die Bezeichnung als Digitalwährung hielt er für zudem für irreführend: "Ein Zahlungsmittel sollte ja eine Wertstabilität aufweisen. Diese Eigenschaften fehlen dem Bitcoin."

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Neue Nafta-Verhandlungsrunde begonnen - Mexiko optimistisch. MEXIKO-STADT - Die USA, Kanada und Mexiko haben ihre Verhandlungen über eine Neuauflage des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) wieder aufgenommen. Trotz des bislang schleppenden Verlaufs zeigten sich die Gastgeber vor dem Beginn der neuen Gesprächsrunde am Sonntag in Mexiko-Stadt optimistisch. Die Delegationen wollen dort bis zum 5. März über eine Modernisierung des seit 1994 bestehenden Abkommens verhandeln. Neue Nafta-Verhandlungsrunde begonnen - Mexiko optimistisch (Wirtschaft, 25.02.2018 - 17:44) weiterlesen...

'FT': Fiat Chrysler beerdigt Diesel-Pkw bis zum Jahr 2022. Angesichts rückläufiger Verkäufe im Zuge des Abgasskandals und steigender Kosten für die Abgasreinigung werde Fiat Chrysler den Diesel bis zum Jahr 2022 aus allen seinen Pkw verbannen, schrieb die "Financial Times" am Sonntag unter Berufung auf eingeweihte Personen. Der Konzern selbst lehnte gegenüber der Zeitung einen Kommentar ab. MAILAND - Der italienisch-amerikanische Autokonzern Fiat Chrysler wird sich nach einem Zeitungsbericht weitgehend vom Dieselmotor verabschieden. (Boerse, 25.02.2018 - 17:13) weiterlesen...

Gegenwind für US-Waffenlobby: Firmen kappen Verbindung zur NRA. WASHINGTON - Keine Rabatte mehr für US-Waffenfans: Im Streit um schärfere Waffengesetze nach dem Schulmassaker in Florida kappen Firmen ihre Verbindungen zur Waffenlobby NRA. Die National Rifle Association galt bislang als unantastbar. Sie sieht keine Verbindung zwischen den lockeren Gesetzen und den toten Kindern und kritisiert die Firmen als "feige". Präsident Donald Trump stellt zwar eine Gesetzesinitiative in Aussicht, steht aber weiterhin fest zu den Waffenbesitzern. Gegenwind für US-Waffenlobby: Firmen kappen Verbindung zur NRA (Wirtschaft, 25.02.2018 - 14:44) weiterlesen...

'Gewaltige Akquisitionen': Warren Buffett will viel Geld ausgeben. "Eine oder mehrere gewaltige Akquisitionen" seien nötig, um die Gewinne seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway substanziell zu verbessern, teilte er am Samstag in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre mit. Der Geldberg, auf dem der 87-jährige Börsen-Guru mit seiner Investmentfirma sitzt, wuchs 2017 von 86,4 Milliarden auf rund 116 Milliarden Dollar. OMAHA - US-Staranleger Warren Buffett brennt auf große Firmenzukäufe. (Boerse, 25.02.2018 - 14:34) weiterlesen...

Mexiko rechnet mit Ergebnissen bei 7. Nafta-Verhandlungsrunde. MEXIKO-STADT - Mexiko geht optimistisch in die nächste Runde der Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta). "Wir erwarten einige Durchbrüche bei der 7. Gesprächsrunde", sagte Unterhändler Salvador Behar vor dem Beginn der Beratungen am Sonntag in Mexiko-Stadt. Bis zum 5. März wollen die Delegationen aus den USA, Kanada und Mexiko über eine Modernisierung des seit 1994 bestehenden Freihandelsabkommen verhandeln. Mexiko rechnet mit Ergebnissen bei 7. Nafta-Verhandlungsrunde (Wirtschaft, 25.02.2018 - 14:25) weiterlesen...

VW wendet Abgas-Prozess in USA ab - Einigung in letzter Minute. Der Rechtsstreit mit einem Jetta-Besitzer, der wegen manipulierter Abgastechnik auf 725 000 Dollar geklagt hatte, wurde am Freitag (Ortszeit) mit Zustimmung des Richters beigelegt. Das geht aus Gerichtsunterlagen vor, die der Deutschen Presse-Agentur vorlagen. FAIRFAX - Volkswagen hat auf den letzten Drücker den ersten US-Gerichtsprozess im "Dieselgate"-Skandal verhindert. (Boerse, 25.02.2018 - 14:11) weiterlesen...