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DÜSSELDORF / ESSEN - Der angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) hat seine Pläne zur Schließung von Warenhäusern noch einmal reduziert.

11.08.2020 - 11:21:30

Galeria Karstadt Kaufhof reduziert Schließungspläne noch weiter. Nachdem zuletzt mehrere Warenhäuser in Berlin von der Schließungsliste gestrichen worden waren, soll nun auch das Karstadt-Warenhaus am Limbecker Platz in Essen erhalten bleiben, wie der Konzern am Dienstag bestätigte. An der Schließung der Kaufhof-Filiale in der Essener Innenstadt hielt der Konzern dagegen fest. Damit ist die Zahl der Filialen, die geschlossen werden sollen, von ursprünglich 62 mittlerweile auf weniger als 50 gesunken.

Für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) ist allerdings auch das noch nicht unbedingt das letzte Wort. "Aus meiner Sicht reicht das noch nicht", sagte er am Dienstag in Düsseldorf. Es gebe noch weitere Orte, wo sich die Landesregierung für die GKK-Beschäftigen einsetze und um einen Erhalt der Warenhäuser kämpfe. Er hoffe, dass es noch in dieser Woche dazu weitere Informationen gebe, sagte der CDU-Politiker. Galeria Karstadt Kaufhof sei tief verwurzelt in NRW und er wolle alles tun, dass das so bleibt.

Für die Stadt Essen gab es am Dienstag noch eine weitere gute Nachricht: Die Zentrale des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof mit ihren rund 1200 Beschäftigten bleibt in der Ruhrgebietsstadt. Pläne für einen möglichen Umzug seien vom Tisch, hieß es im Unternehmen.

Galeria Karstadt Kaufhof war durch die coronabedingte Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Inzwischen befindet sich das Unternehmen in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Mitte Juni kündigte Galeria Karstadt Kaufhof im Rahmen seiner Sanierungspläne die Schließung von 62 der 172 Warenhäuser an. In den betroffenen Kommunen hatten die Schließungspläne des Warenhauskonzerns in vielen Fällen Sorge vor einer Verödung der Innenstädte ausgelöst.

NRW-Ministerpräsident Laschet betonte, dass die Landesregierung auch Unterstützung für die Kommunen vorbereite, in denen sich eine Schließung der Warenhausfilialen nicht verhindern lasse. Er verwies dabei auf das 70 Millionen Euro schwere Sofortprogramm des Landes zur Stärkung der Innenstädte.

@ dpa.de

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