Produktion, Absatz

DÜSSELDORF - Die Gewerkschaft Verdi hat aus den Verhandlungen zur Sanierung von Karstadt gelernt.

15.04.2018 - 19:23:24

Verdi will bei Kaufhof Fehler der Karstadt-Vereinbarung nicht wiederholen. Der vor Jahren abgeschlossene Tarifvertrag sei für die bevorstehenden Gespräche mit Galeria Kaufhof kein Vorbild, sagte Verhandlungsführer Bernhard Franke dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Da sei damals nicht klar genug vereinbart worden, wie und wann die Rückkehr in den Flächentarif geschieht.

Die Tarifkommission der Gewerkschaft hatte am Freitag zugestimmt, mit dem Management von Galeria Kaufhof in Verhandlungen über einen Sanierungstarifvertrag zu treten. Voraussetzung, so Franke, sei jedoch, dass Verdi nicht nur über Tarife reden dürfe, sondern auch auf das Sanierungskonzept Einfluss nehmen könne. "Das, was uns die Kaufhof-Leitung geschickt hat, wird nicht zur Sanierung führen, sondern nur zu dauerhafter Lohnsenkung", kritisierte er.

Verdi hat zwei Wirtschaftsprüfer beauftragt, die in den vergangenen Wochen die Bilanzen von Kaufhof und die Sanierungspläne einsehen durften. Sie sollten beurteilen, ob das Unternehmen sanierungsbedürftig ist - und ob es überhaupt sanierungsfähig ist. "Die Arbeit unserer Sachverständigen hat uns überzeugt, dass es sinnvoll ist, in Gespräche einzutreten", sagte Franke. "Sie haben uns aber auch aufgezeigt, dass es Sanierungsalternativen gibt, die besser sind."

Entscheidend für Verdi ist es, dass ein neuer Tarifvertrag für Kaufhof nur für eine klar definierte Übergangszeit gilt und von Anfang an eine Rückkehr in den Flächentarif vereinbart wird. "Wir wollen nicht den Sargnagel für den Flächentarif liefern", sagte Franke.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Elektrotechnik-Verband: Verschärfter Wettbewerb um Fachkräfte. Das geht aus einer am Samstag in Teilen veröffentlichten Umfrage des Verbandes der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) bei den 1350 Mitgliedsunternehmen und Hochschulen der Elektro- und Informationstechnik hervor. Weil trotz der großen Nachfrage aber ein Mangel an Fachkräften befürchtet wird, fordert der Verband eine "Bildungsoffensive" in Schulen, Hochschulen und in der Wirtschaft. FRANKFURT - Miteinander vernetzte Maschinen, "intelligente" Häuser, Elektroautos: Diese digitalen Trends werden nach Ansicht von Experten dazu führen, dass sich der Wettbewerb um die Gewinnung von Elektroingenieuren und IT-Experten international verschärft. (Wirtschaft, 21.04.2018 - 15:22) weiterlesen...

Allianz gegen Autoindustrie: Treuhänder soll Unfalldaten hüten. Deswegen fordert das Unternehmen die Einsetzung eines unabhängigen Treuhänders, bei dem die Daten gespeichert werden sollen. UNTERSCHLEISSHEIM - Autounfälle werden zum Streitthema zwischen der Allianz < DE0008404005> und der Autoindustrie: Europas größer Versicherer will verhindern, dass die Hersteller allein über den Zugriff auf Unfalldaten moderner vernetzter Fahrzeuge entscheiden. (Boerse, 21.04.2018 - 14:18) weiterlesen...

Presse: AT&T und Verizon unter Kartellverdacht. Das US-Justizministerium habe eine Untersuchung wegen möglicher Kartellrechtsverstöße eingeleitet, berichtete die "New York Times" am Freitag auf ihrer Internetseite unter Berufung auf sechs mit der Sachlage vertraute Personen. Es gehe um Vorwürfe, die beiden Unternehmen hätten zusammen mit der für die Festsetzung von Standards in der Mobilfunkindustrie zuständigen GSMA Konsumenten am leichten Wechsel des Netzbetreibers gehindert. NEW YORK - Den Telekomkonzernen AT&T und Verizon droht einem Pressebericht zufolge Ärger mit den Behörden. (Boerse, 20.04.2018 - 22:14) weiterlesen...

Deutsche Bank überweist 28 Milliarden Euro aus Versehen. Im täglichen Geschäft hat das größte deutsche Geldhaus vor Ostern aus Versehen 28 Milliarden Euro überwiesen, wie ein Unternehmenssprecher am Freitag in Frankfurt bestätigte - das ist mehr als die gesamte Bank derzeit an der Börse wert ist. Das Geld ging auf ein Konto der Deutschen Bank bei der Terminbörse Eurex und nicht an einen Kunden. Ursprünglich sollte eine weit geringere Summe auf das Konto fließen; die genaue Hohe nannte der Sprecher nicht. FRANKFURT - Bei der Deutschen Bank knirscht es derzeit nicht nur in der Vorstandsetage. (Boerse, 20.04.2018 - 20:37) weiterlesen...

Verwaltungsgericht: Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen EU-Recht. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln ist die Deutsche Telekom nicht verpflichtet, auf Grundlage des Gesetzes Verbindungsdaten ihrer Kunden zu speichern, wie eine Sprecherin des Gerichts am Freitag mitteilte. KÖLN - Der deutsche Gesetzgeber hat beim Tauziehen um die Vorratsdatenspeicherung eine weitere Schlappe erlitten. (Boerse, 20.04.2018 - 19:29) weiterlesen...

Metro senkt Prognose. Das Geschäft in Russland habe sich schwächer als erwartet entwickelt, teilte Metro am Freitagabend mit. Für die Neupositionierung der Metro in Russland fallen im zweiten Halbjahr höhere zusätzliche Kosten an. Als weiteren Grund gab Metro die gescheiterten Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi für die Supermarkttochter Real an. DÜSSELDORF - Der Handelskonzern Metro hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. (Boerse, 20.04.2018 - 17:52) weiterlesen...