Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Einzelhandel, Internet

DÜSSELDORF - Die Corona-Krise hat in Deutschland nicht nur dem Onlinehandel einen massiven Boom beschert - auch der "Laden um die Ecke" erlebte eine Renaissance.

18.05.2021 - 15:47:10

Umfrage: Corona hilft dem Onlinehandel - und dem 'Laden um die Ecke'. Das ist das Ergebnis einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Unternehmensberatung PwC.

Fest steht: Die Corona-Krise war und ist für Fußgängerzonen der Großstädte ein Härtetest. Der Lockdown sorgte für verwaiste Einkaufsstraßen. Und selbst wenn die Läden zeitweise öffnen durften, blieben die Kundenzahlen angesichts der Infektionsängste in der Regel weit unter dem "normalen" Niveau.

Das Konsumverhalten der Verbraucher hat sich in der Pandemie spürbar verändert - zu Lasten der klassischen Einkaufsmeilen. Die Menschen kaufen unabhängig von ihrem Alter immer mehr online ein. Im Modebereich decke mittlerweile fast jeder zweite Verbraucher (46 Prozent) seinen Bedarf überwiegend im Internet, berichtete PwC. Bei Elektronik bevorzuge mehr als jeder Dritte (38 Prozent) das Onlineshopping gegenüber dem klassischen Einkauf im Laden. Besonders beliebt sei der Einkauf im Internet bei den Millennials, also der Altersgruppe der 25- bis 39-Jährigen.

Doch profitierten der Umfrage zufolge eben nicht nur die Onlineanbieter von der Pandemie, sondern auch viele Händler in den Stadtvierteln abseits der Innenstädte. Michel Gerling vom Kölner Handelsforschungsinstitut EHI sieht hier auch für die Zeit nach der Pandemie durchaus ein gewisses Zukunftspotenzial. "Der Trend zum Homeoffice könnte dem Einzelhandel in Klein- und Mittelstädten, aber auch den Geschäften im Speckgürtel der Metropolen und in manchen Stadtvierteln eine kleine Renaissance bescheren, weil viele Beschäftigen nicht mehr in die Großstädte fahren müssen."

Der Handelsexperte warnte allerdings auch davor, ein zu optimistisches Bild der Lage der kleinen Händler abseits der Fußgängerzonen zu zeichnen. "Natürlich kaufen Menschen, die im Homeoffice sind, mehr bei sich im Viertel ein. Und Textilhändler in der Nachbarschaft konnten davon vielleicht auch etwas profitieren. Aber das reichte bei weitem nicht aus, um die Einbußen durch den Lockdown wettzumachen."

Dass viele Innenstädte Schwierigkeiten bekommen könnten, hatte sich schon vor Corona abgezeichnet. Der immer gleiche Mix der Modefilialisten langweilte vor allem jüngere Verbraucher. "Die treuesten Anhänger*innen der Innenstädte werden immer älter", fand das Institut für Handelsforschung Köln (IFH) in seiner Studie "Vitale Innenstädte" heraus. Die jüngeren Verbraucher machten sich dagegen zunehmend rar. Waren 2016 noch 21 Prozent der Besucher in den Fußgängerzonen 25 Jahre oder jünger, so waren es 2020 nur noch 16 Prozent.

Corona hat die Entwicklung noch einmal dramatisch beschleunigt. Immer lauter wird deshalb inzwischen auch im Handel selbst der Ruf nach einer Neuerfindung der Innenstadt. Der Einzelhandel werde in den Stadtzentren zwar weiter eine große Rolle spielen, sagte kürzlich der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth. Doch er werde in Zukunft längst nicht mehr so dominierend sein wie in der Vergangenheit. Genth plädierte für einen neuen Mix aus Einkaufen, Wohnen, Dienstleistungen, Gewerbe, Kultur, Freizeit und Bildung in den Innenstädten.

Handelsexperte Gerling sieht dennoch keinen Grund für Schwarzmalerei. "Ich würde die Stadtzentren nicht abschreiben. Die großen Innenstädte haben eine extreme Anziehungskraft und werden zu ihrer Bedeutung zurückkehren", sagte er. Das werde zwar vielleicht eine Weile dauern, weil sich nach der Pandemie vieles neu einpendeln müsse.

Viele Modehändler dünnten derzeit ihre Filialnetze aus. Doch stünden Möbelhändler, Baumärkte, Supermarktketten und Discounter bereit, die Lücken zu füllen, wenn die Miete stimme. Der Branchenkenner ist überzeugt: "Mittel- und langfristig könnten die Innenstädte sogar attraktiver werden, weil es dort ein vielfältigeres Angebot geben wird als heute."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Amazon Studios kündigt 'Lord of the Rings'-TV-Serie für 2022 an. Das Streaming-Unternehmen gab den Starttermin für die noch titellose "Lord of the Rings"-Serie am Montag (Ortszeit) bekannt. Dazu veröffentlichte Amazon das Foto von einer Mittelerde-Landschaft mit einem imposanten Schloss. Die Dreharbeiten für die erste Staffel seien in Neuseeland abgeschlossen worden, hieß es weiter. LOS ANGELES - "Herr der Ringe"-Fans müssen sich noch eine Weile gedulden: Die mit Spannung erwartete Verfilmung der Fantasy-Saga von Amazon Studios soll erst im September 2022 Premiere feiern. (Boerse, 03.08.2021 - 05:21) weiterlesen...

Einzelhandel profitiert vom Ende vieler Corona-Beschränkungen. Der Umsatz stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 4,2 Prozent und nominal um 4,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Gegenüber Juni 2020 gab es ebenfalls deutliche Zuwächse (real plus 6,2 Prozent). Die Halbjahresbilanz fiel positiv aus: Die Umsätze lagen real um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. WIESBADEN - Die Lockerungen der Corona-Beschränkungen haben die Geschäfte der Einzelhändler in Deutschland im Juni kräftig angekurbelt. (Boerse, 02.08.2021 - 12:15) weiterlesen...

Umfrage: Impftempo und höhere Inzidenz dämpfen Konsumstimmung. Nach fünf Monaten im Aufwärtstrend entwickelte sich das auf einer Umfrage unter 2000 Verbrauchern basierende Konsumbarometer im August wieder negativ, wie der Verband am Montag mitteilte. BERLIN - Das niedrigere Impftempo und die steigenden Corona-Infektionszahlen dämpfen nach einer Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) die Verbraucherstimmung. (Boerse, 02.08.2021 - 10:47) weiterlesen...

McAllister fürchtet jahrelange Beeinträchtigungen durch Brexit. "Besser wäre das, aber die Skepsis bleibt. Auf jeden Fall wird der Brexit uns noch viele Jahre beschäftigen und beeinträchtigen", sagte McAllister der "Emder Zeitung" (Montag). Dennoch bleibe die EU den Briten partnerschaftlich verbunden. EMDEN - Niedersachsens ehemaliger Ministerpräsident David McAllister (CDU) sieht nach dem Ausstieg der Briten aus der EU kaum Spielraum für den schnellen Abbau von Handelshemmnissen. (Boerse, 02.08.2021 - 10:32) weiterlesen...

Deutscher Einzelhandel legt im Juni erneut stark zu. Im Monatsvergleich legten die Erlöse real (preisbereinigt) um 4,2 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Analysten wurden von der Stärke des Anstiegs überrascht. Sie hatten im Mittel nur einen Zuwachs um 2,0 Prozent erwartet. Nominal (nicht preisbereinigt) setzten die Einzelhändler 4,6 Prozent mehr um. WIESBADEN - Der deutsche Einzelhandel hat seine Umsätze im Juni erneut stark gesteigert. (Wirtschaft, 02.08.2021 - 09:18) weiterlesen...

Lockerungen der Corona-Beschränkungen - Einzelhandel setzt mehr um. WIESBADEN - Deutschlands Einzelhändler haben im Juni deutlich von den Lockerungen der Corona-Beschränkungen profitiert. Der Umsatz stieg bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 4,2 Prozent und nominal um 4,6 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Diese Entwicklung dürfte mit der bundesweit weiter sinkenden Corona-Inzidenz und den damit verbundenen Lockerungen der Bundes-Notbremse zusammenhängen, die bis 30. Juni 2021 in Kraft war", erklärten die Wiesbadener Statistiker am Montag. Lockerungen der Corona-Beschränkungen - Einzelhandel setzt mehr um (Boerse, 02.08.2021 - 09:04) weiterlesen...