Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Finanzdienstleister, Deutschland

DÜSSELDORF - Der mutmaßliche Kopf des illegalen "Hawala"-Bankings, das mit einer bundesweiten Großrazzia zerschlagen wurde, ist der Düsseldorfer Besitzer einer Juwelierkette.

20.11.2019 - 18:21:24

Razzia gegen 'Hawala-Banking' - Millionen sichergestellt. In seinen Juwelierfilialen unter anderem in Duisburg sowie in Pfandhäusern in Berlin sollen die illegalen Geldtransfers betrieben worden sein. Bei der Razzia am Dienstag seien 22 Millionen Euro in Form von Bargeld, Gold, Schmuck und Fahrzeugen sichergestellt worden, berichteten die Ermittler am Mittwoch.

"Wir haben einen Fuß in die Tür illegaler Finanzgeschäfte bekommen", sagte Ermittler Michael Reskau vom Landeskriminalamt NRW. Wegen der illegalen Millionentransfers haben Polizei und Staatsanwaltschaft in Nordrhein-Westfalen 27 Verdächtige im Visier. Insgesamt könnten Vermögenswerte in Höhe von 212 Millionen Euro vorläufig sichergestellt werden, berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).

Woher das Geld stammt, dazu wollten sich die Ermittler noch nicht äußern. Der Verdacht liege nahe, dass darunter viel illegal erworbenes Vermögen sei. Einzahler seien nicht nur Türken, sondern auch etwa Litauer und Syrer gewesen.

Auf die Spur des in Deutschland verbotenen orientalischen Bankings waren die Ermittler durch ein Verfahren gegen mutmaßliche betrügerische Aktienhändler gekommen. Sie sollen ihre Beute aus dem Verkauf wertloser Aktien auf diese Weise außer Landes geschafft haben.

Das für das Hawala-Banking genutzte Netzwerk reiche vom Ruhrgebiet über den Mannheimer Raum bis nach Rotterdam, so Reul. Der tägliche Umsatz habe zwischen 700 000 und einer Million Euro gelegen, berichtete Reul.

"Mit dem Hawala-System kann Geld schnell, vertraulich und sehr kostengünstig transferiert werden", sagte er. Weil der Geldfluss sich der Bankenaufsicht und der Geldwäscheprüfung entzieht, ist es in Deutschland verboten.

Das weltweit eingesetzte, informelle Überweisungssystem hat seine Wurzeln in der frühmittelalterlichen Handelsgesellschaft des vorderen und mittleren Orients. "Es ist nicht Teil des islamischen Bankwesens", sagte Reul. Aus dem Arabischen kann "Hawala" mit "Wechseln, Überweisen" übersetzt werden.

Weil der Geldfluss überwiegend aus Richtung Deutschland in Richtung Türkei stattfand, waren die Hawala-Banker gezwungen, einen Ausgleich zu schaffen. Dazu hätten sie Gold angekauft und dieses in einem deutsch-türkischen Familienunternehmen bilanztechnisch vom deutschen zum türkischen Unternehmensteil verschoben.

Am Dienstag seien während der Razzien zum "Hawala-Komplex" in Deutschland und im europäischen Ausland insgesamt 105 Objekte durchsucht worden - davon 50 allein in NRW, berichtete Reul. Von sechs Haftbefehlen seien drei vollstreckt worden, sagte Staatsanwalt Stefan Willkomm.

"Das ist eine Riesenaktion", bilanzierte der Minister. Die neue "Task Force", in der Steuerfahnder, Staatsanwälte und IT-Spezialisten in NRW gemeinsam daran arbeiten, illegale Finanzströme aufzuspüren, hatte vor einem Jahr ihre Arbeit aufgenommen.

NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) sagte, die Task Force sei bereits weiteren Verdachtsfällen auf der Spur, über die aber noch nicht gesprochen werden könne. An den Durchsuchungen am Dienstag waren mehrere hundert Polizisten, Staatsanwälte und Regierungsbeschäftigte etwa der Bankenaufsicht beteiligt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Aufatmen in Frankreich - Bahn fährt nach Streiks wieder fast normal. Am Montag fuhren die Züge der meisten Metrolinien in Paris wieder in normaler Taktung und den ganzen Tag über. Auf einigen Linien gab es aber noch Störungen, auch am Pariser Ostbahnhof hielten immer noch keine Metros. Auch die Vorstadtzüge fahren wieder regelmäßig - für Pendler eine große Erleichterung. Am Wochenende hatte eine wichtige Lokführergewerkschaft der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP angekündigt, vorerst eine Streikpause einzulegen. PARIS - Nach wochenlangen Dauerstreiks gegen die Rentenreform hat sich der Bahnverkehr in Frankreich wieder weitgehend normalisiert. (Boerse, 20.01.2020 - 17:15) weiterlesen...

Heil: Keiner soll sich bei Grundrente vom Acker machen. "Ich rate, dass keiner sich in irgendeiner Richtung von der politischen Einigung, die wir miteinander gefunden haben, vom Acker macht", sagte Heil am Montag in Berlin. BERLIN - Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die Union aufgerufen, seinen Gesetzentwurf zur Grundrente nicht zu blockieren. (Boerse, 20.01.2020 - 13:45) weiterlesen...

Negativzinsen kosten deutsche Finanzinstitute Milliarden. Von Mitte Dezember 2018 bis Mitte Dezember 2019 haben die Banken und Sparkassen insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro Zinsen auf bei den Währungshütern gebunkertes Geld bezahlt, wie aus Daten der Deutschen Bundesbank hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" über die Zahlen berichtet. BERLIN - Deutsche Finanzinstitute mussten im zurückliegenden Jahr aufgrund der Negativzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) einen Milliardenbetrag zahlen. (Boerse, 19.01.2020 - 17:50) weiterlesen...

Verbraucherschützer: Supermärkte kundenfreundlich fürs Geldabheben. "Das ist im Vergleich zu vielen Banken und Sparkassen inzwischen ein wirklich kundenfreundlicher Service", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. Viele Geldinstitute gingen leider dazu über, Kunden mit Gebühren aller Art zu schröpfen. Teilweise würden Geldautomaten auch wieder abgebaut. Wenn es dann einen Supermarkt oder eine Tankstelle direkt um die Ecke gebe, sei das ein kostenloses und auch sehr wohnortnahes Angebot für die Bargeldversorgung. BERLIN - Fürs Geldabheben werden Supermärkte aus Sicht der Verbraucherzentralen zusehends zu einer attraktiven Alternative zu Geldautomaten. (Boerse, 19.01.2020 - 14:33) weiterlesen...

CDU-Spitze pocht bei Grundrente auf Vermögensprüfung. Es gebe noch eine Reihe von Fragen, und auch die Finanzierung stehe noch nicht, hieß es am Freitag am Rande der CDU-Vorstandsklausur in Hamburg. Die CDU überprüfe nun, ob das Papier von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) weiterhin dem hart ausgehandelten Koalitionskompromiss entspreche. Dabei sei die Finanzierung der Hauptpunkt. "Wir schauen uns den Entwurf aus dem Arbeitsministerium an und schauen, ob er mit dem gemeinsam gefundenen Kompromiss übereinstimmt", hieß es weiter. HAMBURG - Die CDU-Spitze pocht im neu aufgeflammten Streit mit der SPD über die Grundrente auf einer Vermögensprüfung. (Wirtschaft, 17.01.2020 - 18:40) weiterlesen...

Verbraucherschutz-Behörden in der EU arbeiten enger zusammen. Am Freitag in Kraft getretene EU-Regeln sollten Käufer besser absichern, wenn ein Händler in einem anderen EU-Land ansässig ist als sie selbst, teilte die EU-Kommission mit. Dafür bekämen nationale Behörden zudem mehr Rechte. BRÜSSEL - Zum Schutz von Verbrauchern im Internet arbeiten nationale Behörden der EU-Staaten künftig enger miteinander zusammen. (Boerse, 17.01.2020 - 17:14) weiterlesen...