Internet, Software

DÜSSELDORF - Der Gründer des umstrittenen chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei, Ren Zhengfei, hat Deutschland ein "Anti-Spionage-Abkommen" angeboten, um mögliche Sicherheitsbedenken beim Ausbau der 5G-Mobilfunknetze aus dem Weg zu räumen.

18.04.2019 - 10:35:24

Huawei bietet Deutschland 'No-Spy-Abkommen' an. Man habe dem deutschen Innenministerium gesagt, dass Huawei bereit wäre, ein "No-Spy-Agreement" mit der deutschen Regierung zu unterzeichnen, sagte Ren dem "Handelsblatt".

Huawei verspreche, keine Hintertüren in die Netzwerke einzubauen. "Ich würde auch die chinesische Regierung dazu drängen, ein No-Spy-Agreement mit Deutschland zu unterzeichnen, in dem sich Peking zusätzlich dazu verpflichten könnte, sich an die EU-Datenschutz-Grundverordnung halten zu wollen."

Huawei ist ein führender Anbieter der Infrastrukturtechnik der fünften Mobilfunk-Generation (5G), die deutlich schnellere Datenübertragungsraten bringen soll. In den USA und auch in Deutschland sind die Chinesen aber zuletzt wegen Sicherheitsbedenken rund um Datennetzwerke unter Druck geraten. Manche Sicherheitsexperten fordern, Huawei vom Ausbau des neuen 5G-Mobilfunknetzes komplett auszuschließen. Die Bundesregierung befürwortet allerdings nicht den generellen Ausschluss von Huawei und anderen Anbietern aus China, sondern setzt auf eine Streuung der Aufträge unter verschiedenen Anbietern.

Ren warf den USA eine zu aggressive Sichtweise bei der Technologie-Einschätzung vor: "Leider sehen die USA 5G-Technik als eine strategische Waffe. Für sie ist es eine Art Atombombe", sagte er. Diese Einschätzung der Dinge stimme jedoch nicht. Das Huawei-Angebot im 5G-Bereich sei eher mit einem "Wasserhahn" zu vergleichen, "aus dem die Datenpakete in den Umlauf, also ins Netzwerk, gebracht werden".

Ren betonte, sein Unternehmen habe nie Hintertüren in seine Technik eingebaut. "Wenn Huawei in irgendeinem Land jemals bösartig gehandelt hätte, wenn wir etwa eine Hintertür in unsere Ausrüstung eingebaut hätten, würden wir unsere Märkte in über 170 Ländern riskieren. Alle unsere Mitarbeiter könnten ihren Job verlieren. Das wäre schlimmer als der Tod für mich."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

EU-Diplomatin: 'Wir sind in Venezuela nicht neutral'. "Wir sind nicht neutral", sagte die Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienstes, Helga Schmid, am Dienstag in Buenos Aires. BUENOS AIRES - Die Europäische Union sieht sich in dem seit Monaten andauernden Machtkampf in Venezuela wegen ihrer politischen Parteinahme nicht in der Vermittlerrolle. (Boerse, 22.05.2019 - 06:57) weiterlesen...

SPD-Fraktionsvize: Union muss sich bei Grundrente bewegen. Die SPD habe ein gutes, durchfinanziertes Konzept vorgelegt, sagte Bartol der Deutschen Presse-Agentur. "Die Union muss sich nun bewegen." Eine Grundrente mit Bedürftigkeitsprüfung sei für die SPD nicht verhandelbar. BERLIN - SPD-Fraktionsvize Sören Bartol sieht bei der Grundrente für Geringverdiener jetzt die Union am Zug. (Wirtschaft, 22.05.2019 - 06:56) weiterlesen...

May will britisches Unterhaus über neuen Brexit-Plan informieren. Am Dienstag hatte sie überraschend eine Abstimmung über ein mögliches zweites Brexit-Referendum in Aussicht gestellt. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Abgeordneten den Gesetzesentwurf zum Abkommen für einen EU-Austritt Großbritanniens in zweiter Lesung durchwinken. Das Gesetzgebungsverfahren Anfang Juni gilt als letzte Hoffnung für den Brexit-Deal, den May mit der EU ausgehandelt hatte. May setzt darauf, mit ihren Zugeständnissen genug Unterstützung im Unterhaus zu bekommen, um den Brexit-Deal doch noch über die Ziellinie zu bringen. LONDON - Die britische Premierministerin Theresa May will das Parlament in London am Mittwoch über ihren neuen Brexit-Plan informieren. (Wirtschaft, 22.05.2019 - 06:52) weiterlesen...

Trump stellt Demokraten Bedingung für Gespräche zu Infrastrukturpaket. Bevor man dieses Vorhaben gemeinsam angehe, solle der US-Kongress das Handelsabkommen mit Mexiko und Kanada ratifizieren, schrieb Trump in einem am Dienstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Brief an die Chefs der Demokraten im Repräsentantenhaus und im Senat, Nancy Pelosi und Chuck Schumer. Mit beiden Politikern will sich der Präsident am Mittwoch treffen, um über die Infrastrukturpläne zu sprechen. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat weitere Gespräche mit den Demokraten über ein billionenschweres Infrastrukturpaket überraschend an eine Bedingung geknüpft. (Boerse, 22.05.2019 - 06:22) weiterlesen...

FDP: Beim Konzept zum Kohleausstieg regiert Prinzip 'Gießkanne'. Neumann sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es regiert das Prinzip "Gießkanne". BERLIN - Der FDP-Energiepolitiker Martin Neumann hat das Konzept der Bundesregierung zum Strukturwandel in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen kritisiert. (Boerse, 22.05.2019 - 06:14) weiterlesen...

Kohleausstieg: SPD-Wirtschaftspolitiker sieht nun Länder am Zug. "Die Politik lässt die Menschen in den Kohleregionen mit dem Strukturwandel nicht allein", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion der Deutschen Presse-Agentur. "Die Länder müssen ihre Vorhaben aber nun zügig konkretisieren. Wir brauchen große Investitionen von Unternehmen in den Regionen. BERLIN - Der SPD-Wirtschaftspolitiker Bernd Westphal sieht beim Strukturwandel in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen nun die Länder am Zug. (Boerse, 22.05.2019 - 06:13) weiterlesen...