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Uniper, DE000UNSE018

DÜSSELDORF - Der Energiekonzern Uniper wird trotz Corona-Krise etwas optimistischer und hebt seine Jahresprognose leicht an.

11.08.2020 - 10:56:59

Energiekonzern Uniper wird trotz Corona-Krise optimistischer. Die Düsseldorfer erwarten nun ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) zwischen 800 Millionen Euro und einer Milliarde. Zuvor lag die untere Grenze noch bei 750 Millionen Euro. Das teilte Uniper am Dienstag in Düsseldorf mit. Auch beim bereinigten Konzernüberschuss bessert das Management nach: Der Gewinn soll zwischen 600 und 800 Millionen Euro liegen. Hier lag der untere Wert vorher bei 550 Millionen Euro.

Der Energiekonzern konnte seine positive Entwicklung im zweiten Quartal zwar fortsetzen, dennoch hatten Experten ein wenig mehr erwartet. Die Anleger reagierten entsprechend etwas enttäuscht. Die Aktie verlor am Vormittag rund 1,3 Prozent.

Das bereinigte Ebit lag nach den ersten sechs Monaten bei 691 Millionen Euro nach 308 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg von 189 Millionen im ersten Halbjahr des Vorjahres auf nun 527 Millionen Euro. Die Dynamik aus dem ersten Quartal habe nun etwas nachgelassen, teilte der Konzern mit. Insgesamt habe Uniper im ersten Halbjahr vor allem von den Optimierungen im Gasgeschäft in den ersten drei Monaten profitiert. Gesunkene Produktionsvolumina konnte der Konzern durch gestiegene Strompreise ausgleichen. Der Stromabsatz sank nach Konzernangaben in den ersten sechs Monaten des Jahres um fast 16 Prozent.

Das erste Halbjahr 2020 war - wie bereits im Vorjahr - durch sehr milde Temperaturen sowie zusätzlich dazu durch eine geringe Nachfrage infolge der Covid-19-Pandemie geprägt, hieß es. Dies habe beim Absatz sowohl von Gas als auch von Strom zu teils deutlichen Rückgängen geführt. Daraus wiederum resultierten geringere Einsatzzeiten in sämtlichen Kraftwerken des fossilen Kraftwerksparks. Ein Teil des Rückgangs sei aber auch auf den Verkauf der Erzeugungsaktivitäten in Frankreich zurückzuführen.

Die Pandemie habe sich zudem negativ auf die globalen Handelsmärkte ausgewirkt und zu erheblichen Rückgängen und Volatilitäten der Preise an den Rohstoff- und Finanzmärkten beigetragen. Unterstützungsleistungen aus dem "Maßnahmenpaket für Unternehmen gegen die Folgen des Coronavirus" habe der Konzern nicht beantragt.

Weil Uniper künftig in Folge der Krise auch Zahlungsausfälle erwartet, hat der Konzern seine Risikovorsorge erhöht. Außerdem hat das Management infolge des Rückgangs der Rohstoffpreise entsprechende Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen vorgenommen - diese würden allerdings zum Teil durch positive Effekte ausgeglichen.

@ dpa.de