BMW, DE0005190003

DÜSSELDORF - Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) könnte laut einem Pressebericht den Autobauer BMW in Kürze vom Vorwurf der Abgasmanipulation bei einem 3er-BMW entlasten.

15.02.2018 - 07:04:25

Presse: Kraftfahrtbundesamt könnte BMW in Abgasaffäre um 3er-Diesel entlasten. Bisherige Testergebnisse ließen nach derzeitigen Erkenntnissen schlicht keinen Schluss auf eine unzulässige Abschalteinrichtung zu, berichtete die "Wirtschaftswoche" (Donnerstag) unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Insider. Die Tests hätten nach Informationen des Blatts zwar einige erklärungsbedürftige Ergebnisse zutage gefördert, diese konnten aber offenbar aufgeklärt werden. Ein endgültiges Ergebnis stehe aber noch aus. Das dem KBA übergeordnete Bundesverkehrsministerium äußerte sich auf Anfrage des Magazins nicht.

Der private Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte den Münchnern nach Fahrtests vorgeworfen, bei einem Diesel-BMW 320d die Abgassoftware womöglich durch illegale Abschalteinrichtungen manipuliert zu haben. Bei solchen Einrichtungen sorgt eine Software der Motorsteuerung dafür, dass die Diesel-Abgasreinigung nur unter Prüfbedingungen auf voller Leistung läuft. Informationen der "Wirtschaftswoche" zufolge hätten die Vorwürfe vom KBA zwar nachvollzogen werden können, seien aber nicht als normale Fahrbedingungen einzustufen gewesen.

BMW hatte die Messmethoden der DUH ohnehin scharf kritisiert, BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich hatte sie als "erzwungene und untypische Fahrweisen im Randbereich" bezeichnet. BMW beharrt seit Bekanntwerden des Diesel-Abgasskandals rund um Volkswagen darauf, dass die eigenen Motoren nicht manipuliert seien.

@ dpa.de

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