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Bosch, Maschinenbau

DRESDEN - Deutschland und Europa müssen nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier den Aufschwung nach der Corona-Krise für einen Ausbau der Kapazitäten in der Halbleiterfertigung nutzen.

01.07.2021 - 15:44:28

Aufschwung für Ausbau der Chipfertigung nutzen. Der Trend, dass der Weltmarktanteil der Europäer in diesem Bereich immer mehr schrumpfe, müsse gestoppt und umgekehrt werden, betonte der CDU-Politiker am Donnerstag beim Besuch der Halbleiterhersteller Infineon und Globalfoundries am Donnerstag in Dresden. "Wir reden von einer enormen Wachstumsindustrie." Ein Teil des Wachstums müsse in Deutschland und Europa stattfinden.

kürzlich den Ausbau seiner Kapazitäten in Europa angekündigt.

In Dresden ansässige Chiphersteller wie Infineon und Globalfoundries haben bereits einen Ausbau der Fertigungskapazitäten in der sächsischen Landeshauptstadt angekündigt - und hoffen auf entsprechende Subventionen. "Wir müssen Gas geben", forderte Infineon-Vorstand Jochen Hanebeck. USA und China hätten die Bedeutung der Mikroelektronik als Schlüsseltechnologie erkannt und förderten die heimische Wirtschaft mit Milliardensummen.

"Der Bedarf ist da, wir sind bereit", unterstrich auch Globalfoundries-Chef Tom Caulfield. Das Unternehmen will die Produktion in seiner Dresdner Fabrik hochfahren und die Zahl der jährlich produzierten Wafer auf gut 800 000 verdoppeln. Dafür brauche es ein Co-Investment, so Caulfield. Neben Chips für Smartphones und Computer setzt der Halbleiterhersteller verstärkt auf Chips für die Automobilindustrie, 5G-Anwendungen oder Display-Technologien.

Von der ersten IPCEI-Auflage hatte bereits die Bosch-Fabrik profitiert, die Anfang Juni in Dresden eröffnet wurde: Der Neubau der vollständig digitalisierten und vernetzen Fabrik wurde mit rund 140 Millionen Euro vom Bund unterstützt.

Dresden zählt mit Chipherstellern wie Globalfoundries, Infineon und nun auch Bosch zu den wichtigsten Halbleiterstandorten in Europa. Laut Branchenverband gibt es in Sachsen derzeit rund 2500 Unternehmen mit mehr als 70 000 Beschäftigten in der Branche.

@ dpa.de