Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Konsumgüter, USA

DRESDEN - Der Online-Fahrradspezialist Bike24 hat die letzte Hürde auf dem Weg zu seinem Börsengang gerade so genommen.

23.06.2021 - 20:47:06

IPO: Bike24 fährt mit angezogener Bremse aufs Parkett - Ausgabepreis 15 Euro. Der Preis für die angebotenen Aktien sei auf 15 Euro je Papier festgelegt worden, teilte das auf Fahrräder, Fahrradzubehör und -bekleidung spezialisierte Unternehmen am Dienstagabend in Dresden mit. Damit wurde nur das untere Ende der zuvor angegebenen Preisspanne erreicht, die bei 15 bis 19 Euro gelegen hatte.

MOSKAU/LONDON - Russland hat bei einer beispiellosen Aktion im Schwarzen Meer vor der Halbinsel Krim Bomben und Schüsse zur Abschreckung eines britischen Kriegsschiffs abgefeuert. Ein Kampfjet vom Typ Suchoi Su-24 warf Bomben ab, ein Kriegsschiff schoss zur Warnung. Der britische Zerstörer "HMS Defender" verließ die von Russland beanspruchten Gewässer wieder - nach Darstellung Moskaus abgedrängt vom russischen Militär. Die Regierung in London stellte den Vorfall zunächst als harmlos dar. Wie ein BBC-Bericht am Abend zeigte, war die Aktion der Briten jedoch wohl bewusst als Demonstration der Stärke und des Führungsanspruchs als Verteidiger der internationalen Ordnung geplant.

Russland hatte die ukrainische Halbinsel Krim 2014 annektiert und sieht die Gewässer davor nunmehr als russisch an. Entsprechend kritisierten Verteidigungsministerium und Außenministerium in Russland den Vorfall als "grobe britische Provokation", die gegen internationales und russisches Recht verstoße. Die Einverleibung der Krim wird international allerdings als illegal eingestuft. Das britische Verteidigungsministerium sprach daher von einer "harmlosen Durchfahrt" durch ukrainische Gewässer, im Einklang mit internationalem Recht.

Zwar bestätigten die Briten, dass es Schüsse gegeben habe. Doch sei das Feuer zuvor als russische Militärübung angekündigt worden. Es habe keine Schüsse und Bomben gegeben, die dem britischen Zerstörer gegolten hätten. Die britische Botschaft in Moskau bezeichnete Russlands Darstellung am Abend in einem russischsprachigen Telegram-Beitrag als "ungenau". Doch die Reaktion des Kremls war deutlich. Nach dem Vorfall musste der britische Botschafter ins Außenministerium in Moskau zum Rapport, der Militärattaché ins Verteidigungsministerium.

Dass es sich wohl um eine gefährliche Konfrontation gehandelt hat, legte am Abend ein BBC-Bericht von Bord der "HMS Defender" nahe. Darin dokumentiert sind massive Versuche russischer Flugzeuge und Schiffe, den Zerstörer von seinem Kurs abzubringen. "Zeitweise waren 20 (russische) Flugzeuge über dem Kriegsschiff", berichtete ein BBC-Reporter. Auf den Filmaufnahmen von Bord ist zu hören, wie das Besatzungsmitglied eines Schiffs der russischen Küstenwache per Funk sagt: "Wenn Sie ihren Kurs nicht ändern, wird geschossen". Es seien auch Schüsse gefallen, die seien jedoch wohl außerhalb der Reichweite abgefeuert worden, so der Reporter. Abweichend von der Darstellung der russischen Seite hat die "HMS Defender" laut BBC ihren geplanten Kurs beibehalten.

Besatzungsmitglieder schildern in dem BBC-Bericht das Ziel der Fahrt durch das von Russland beanspruchte Gewässer und die erwartete Reaktion der Russen. "Ihr Verhalten wird wahrscheinlich etwas kriegerisch sein", sagt ein Offizier. Der Einsatz Großbritanniens und der Royal Navy vor der Krim sei im Dienste der internationalen Ordnung, um weltweit Frieden und Sicherheit zu gewährleisten, erläutert der Kommandant der "HMS Defender" in dem Bericht.

Das britische Kriegsschiff soll sich dort zu einem geplanten Manöver in den kommenden Tagen aufgehalten haben. Das zweiwöchige Manöver "Sea Breeze" (Seebrise) im Schwarzen Meer soll nach US-Angaben an diesem Montag beginnen. Mit 32 beteiligten Ländern aus sechs Kontinenten, 5000 Soldaten, 32 Schiffen, 40 Flugzeugen sowie 18 Spezialoperationen und Tauchteams sei es die bisher größte derartige Übung. Die Ukraine ist Austragungsort des Manövers. Diese jährlich angesetzten Übungen gibt es seit 1997. Russland hatte die USA und ihre Verbündeten aufgefordert, das Manöver nicht abzuhalten.

Moskau stört sich schon lange an der Präsenz von Kriegsschiffen etwa aus den USA oder aus Großbritannien, obwohl diese Staaten keine Anrainer sind. Warnungen gab es oft von Russland, doch dass tatsächlich gefeuert wird, ist beispiellos in der zuletzt verschärften Konfrontation des Westens mit Moskau.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist die "HMS Defender" drei Kilometer weit in russisches Hoheitsgewässer gefahren. Nach missachteten Warnungen seien Warnschüsse und präventiv vier Bomben auf den Kurs des Schiffes abgeworfen worden.

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba nannte den Vorfall einen Beweis für "die aggressive und provokative Politik der Russischen Föderation im Schwarzen und Asowschen Meer". Erneut pochte Kuleba auf eine neue Kooperation der Nato-Mitglieder mit der Ukraine im Schwarzen Meer. "Die Okkupation und Militarisierung der Krim werden zu einer ständigen Bedrohung für die Ukraine und ihre Verbündeten."

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu warf der Nato auf der neuen Moskauer Konferenz für Internationale Sicherheit vor, starke Spannungen in der Welt zu schüren. "Die Welt lädt sich massiv mit einer neuen Konfrontation auf, die viel gefährlicher ist als die zu Zeiten des Kalten Kriegs", sagte Schoigu.

Im Frühjahr hatten russische und ukrainische Truppenaufmärsche entlang des Konfliktgebiets Ostukraine Sorge ausgelöst, dass der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine erneut eskalieren könnte. Seit knapp sieben Jahren werden Teile der ostukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk entlang der russischen Grenze von moskautreuen Separatisten kontrolliert. Im Frühjahr wollten die USA Kriegsschiffe ins Schwarze Meer schicken, hatten aber nach massiver Kritik aus Russland davon Abstand genommen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

GM ruft fast 69 000 E-Autos wegen Brandgefahr erneut zurück. Die US-Verkehrsbehörde NHTSA warnte Besitzer am Freitag erneut, die Autos wegen des Risikos von Batteriebränden nicht in Garagen oder in der Nähe von Häusern abzustellen. GM werde eine erneute Rückrufaktion zum Austausch der Batteriemodule in den betroffenen Modellen starten. DETROIT/WASHINGTON - Der größte US-Autobauer General Motors (GM) muss wegen Feuergefahr zahlreiche Elektrofahrzeuge vom Typ Chevrolet Bolt EV bereits zum zweiten Mal zurückrufen. (Boerse, 23.07.2021 - 16:44) weiterlesen...

Verdi setzt Warnstreiks im Einzelhandel fort. Im Thüringens Landeshauptstadt Erfurt nahmen rund 200 Beschäftigte aus 11 verschiedenen Märkten an einer Demonstration teil, wie Matthias Adorf, Fachsekretär Handel bei Verdi in Thüringen sagte. In Seeburg am Süßen See in Sachsen-Anhalt kamen zudem 60 Beschäftigte aus dem Bundesland zu einer Kundgebung zusammen. ERFURT/SEEBURG - Mit Versammlungen in Thüringen und Sachsen-Anhalt hat die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag ihre Warnstreikaktionen im Tarifkonflikt des Einzelhandels in den beiden Ländern sowie Sachsen fortgesetzt. (Boerse, 22.07.2021 - 14:34) weiterlesen...

Briten leiden unter 'Pingdemic'. Mehrere Supermarktketten entschuldigten sich am Donnerstag für teilweise leere Regale. Der Chef der Kette Iceland, Richard Walker, warnte vor Hamsterkäufen. Es gebe genug Waren, versicherte er. Woran es fehle, seien Mitarbeiter. LONDON - Die hohe Zahl an Menschen in coronabedingter Quarantäne bereitet in Großbritannien immer mehr Probleme. (Boerse, 22.07.2021 - 14:24) weiterlesen...

Neuer Intershop-Chef legt Halbjahreszahlen vor. Intershop hatte sich in der Corona-Krise wirtschaftlich stabilisiert und vom weiter wachsenden Online-Handel profitiert. Das erste Quartal war mit einem Umsatzplus und schwarzen Zahlen abgeschlossen worden. Das börsennotierte Thüringer Unternehmen ist auf Programme spezialisiert, über die Firmen ihre Geschäftsbeziehungen untereinander online abwickeln können. Klahn hatte die Unternehmensführung im Mai vom langjährigen Vorstandschef Jochen Wiechen übernommen. JENA - Der neue Vorstandsvorsitzende des Jenaer Software-Anbieters Intershop, Markus Klahn, legt am Donnerstag Zahlen für das erste Halbjahr vor. (Boerse, 22.07.2021 - 13:54) weiterlesen...

BGH richtet neuen Senat für 'Diesel-Sachen' ein. Dieser sei zuständig für alle ab August eingehenden Verfahren rund um die unzulässigen Abschalteinrichtungen bei Kraftfahrzeugen mit Dieselmotor, teilte der BGH am Donnerstag in Karlsruhe mit. Einer Sprecherin zufolge sind nach grober Schätzung bislang etwa 1700 "Diesel-Verfahren" beim BGH eingegangen. Rund 900 davon seien erledigt. Nach wie vor seien die Eingangszahlen hoch. KARLSRUHE - Wegen der Masse an Klagen im Zuge des Abgasskandals bekommt der Bundesgerichtshof (BGH) vorübergehend einen neuen Senat für "Diesel-Sachen". (Boerse, 22.07.2021 - 13:22) weiterlesen...

Modehandel erwartet Preissteigerungen vor allem bei Billigangeboten. Dies werde vor allem im Niedrigpreissegment spürbar werden, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Textil (BTE), Siegfried Jacobs, am Donnerstag anlässlich der Messe Gallery Fashion & Shoes in Düsseldorf. Denn in diesem Bereich spielten die Transportkosten eine besonders große Rolle. DÜSSELDORF - Der Modehandel in Deutschland rechnet in den nächsten Monaten aufgrund der weltweiten Logistikprobleme und der explodierenden Frachtraten mit Preissteigerungen bei Textilien. (Boerse, 22.07.2021 - 13:17) weiterlesen...