Transport, Verkehr

DORTMUND - Im Dortmunder Hauptbahnhof geht seit dem frühen Samstagmorgen nichts mehr.

20.08.2022 - 19:59:27

Keine Züge im Dortmunder Hauptbahnhof - Stellwerk kaputt. Wegen eines defekten Stellwerks nach einem Unwetter können nach Angaben der Deutschen Bahn keine Züge dort fahren. Die Störung werde voraussichtlich noch mindestens bis in den späten Abend dauern, sagte ein Sprecher am Nachmittag. Tausende Reisende mussten umplanen oder Verspätungen in Kauf nehmen.

Fernzüge wurden nach Bahn-Angaben umgeleitet. Regionalbahnen fuhren ebenfalls Umleitungen oder endeten an umliegenden Bahnhöfen. Im Laufe des Tages wurden auf manchen Strecken Busse als Ersatzverkehr eingesetzt. Fahrgäste sollten sich vor Reiseantritt im Internet oder über die DB-App informieren, empfahl der Bahn-Sprecher.

Im Hauptbahnhof bildeten sich teils lange Schlangen vor den Info-Schaltern, viele Reisende checkten per Handy Alternativen. "Zug fällt heute aus", hieß es auf den Anzeigetafeln hinter jeder Verbindung. Und: "Keine Zugfahrten möglich bis vsl. Betriebsschluss".

Dennoch reagierten viele Fahrgäste gelassen. "Man kann ja nichts machen", meinte ein Paar, das am Morgen per Zug von Soest zu einem Tagesausflug nach Aachen aufgebrochen war. Stattdessen seien sie durch Dortmund spaziert und müssten nun schauen, wie sie wieder nach Hause kämen, sagten die beiden.

Auch zahlreiche Fußballfans waren von dem Zugchaos betroffen und hatten Probleme bei der Anreise zum Stadion: Dort empfing Borussia Dortmund am Samstagnachmittag den SV Werder Bremen. Der BVB ermunterte die Anhänger beider Clubs, sich weiterhin über die sozialen Medien zu helfen und zum Beispiel Fahrgemeinschaften zu bilden.

Der Bahn-Sprecher sagte, das Stellwerk sei ausgefallen, weil es dort nach einem Unwetter gegen 3.30 Uhr einen Wassereinbruch gegeben habe. Techniker bemühten sich den Schaden zu beheben.

Nach Angaben der Feuerwehr hatte Starkregen in der Nacht im Dortmunder Stadtgebiet zu zahlreichen überfluteten Straßen geführt. Insgesamt hatte die Feuerwehr 21 Einsätze wegen des Unwetters, sagte ein Sprecher.

@ dpa.de