Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Produktion, Absatz

DORTMUND - Etwa ein Fünftel der Abwasserkanäle in Deutschland hat so große Schäden, dass die Rohre kurz- bis mittelfristig saniert werden müssen.

25.11.2020 - 06:35:00

Verband: Mehr Geld für Sanierung der Kanalisation nötig. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Umfrage der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) bei den Betreibern der Kanalnetze. Die Kanalisation in Deutschland hat eine Gesamtlänge von rund 600 000 Kilometern. Manche Abwasserkanäle sind schon 100 Jahre alt oder sogar noch älter.

Insgesamt sei der Zustand der Kanalisation gut, der Anteil der sanierungsbedürftigen Kanäle habe sich seit 2013 von 19 auf 18 Prozent verringert. Keine Mängel wiesen 27 Prozent des Netzes auf. Die aktuelle Sanierungsrate von rund einem Prozent des Netzes pro Jahr reiche aber nicht aus. Deshalb müsse "der finanzielle Aufwand für die Sanierung in den nächsten Jahren noch weiter gesteigert werden", sagte DWA-Präsident Uli Paetzel.

Nach Angaben des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) werden bundesweit rund fünf Milliarden Euro jährlich in den Erhalt und die Erneuerung der Abwasserinfrastruktur investiert. In dieser Summe sind allerdings nicht nur die Ausgaben für die Abwasserkanäle enthalten. Sie werden von der DWA auf rund 3,2 Milliarden Euro im Jahr beziffert. Das öffentliche Abwassernetz gehört zu den wertvollsten Investitionsgütern der Kommunen, laut DWA beträgt der gesamte Wiederbeschaffungswert rund 1000 Milliarden Euro.

Höhere Ausgaben für Reparatur des Kanalnetzes könnten auch zu steigenden Abwassergebühren führen. Die kommunalen Abwasserentsorger müssten die bestehende Infrastruktur zukunftsfest weiterentwickeln und zugleich die Bezahlbarkeit für die Bürger im Blick behalten, heißt es beim VKU. Das sei besonders in Regionen mit Bevölkerungsrückgang ein Problem. Dort müssten die Instandhaltungskosten auf immer weniger Schultern verteilt werden. "Damit Abwasserentsorgung auch künftig überall sicher und bezahlbar bleibt, muss in solchen Fällen auch über Fördermittel gesprochen werden", sagte ein VKU-Sprecher.

Der VKU beziffert Kosten die Kosten für die Entsorgung des Abwassers bei einem Durchschnittshaushalt auf 37 Cent pro Tag. Bei den Abwassergebühren gibt es aber große regionale Unterschiede. In Nordrhein-Westfalen reicht die Spanne nach Angaben des Bundes der Steuerzahler bei einem Vierpersonenhaushalt von 246 Euro bis rund 1000 Euro im Jahr.

"In Gemeinden mit lockerer Bebauung gibt es ein langes Netz mit relativ wenigen angeschlossenen Grundstücken. Das treibt die Kosten für den Einzelnen nach oben", nennt Christian Falk, Chef der Dortmunder Stadtentwässerung, einen der Hauptgründe für die großen Gebührenunterschiede.

Besonders alte Abwasserkanäle seien dagegen keine Ursache für hohe Sanierungskosten. Leitungen, die schon 100 Jahre und mehr im Boden liegen, seien häufig in einem besseren Zustand als die direkt nach dem Zweiten Weltkrieg gebauten Rohre, sagte Falk, der an der Auswertung der DWA-Umfrage mitgearbeitet hat. Viele Kanaloldtimer könnten noch einmal 100 Jahre betrieben werden. "Diese Prognose trauen wir uns zu", betonte Falk.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Wieder Protest in Frankreich gegen geplantes Sicherheitsgesetz. In Paris zogen die Demonstranten am Samstag im Schneeregen in Richtung Bastille-Platz im Osten der Stadt. Die Polizei schritt nach eigenen Angaben in der Nähe des Demonstrationszuges ein, um eine ungenehmigte Rave-Party zu verhindern - deren Organisatoren wurden kostenpflichtig verwarnt. PARIS - In Paris und anderen französischen Städten haben wieder Tausende Menschen gegen das geplante Sicherheitsgesetz demonstriert. (Wirtschaft, 16.01.2021 - 18:25) weiterlesen...

Laschet hält sich in Frage der Kanzlerkandidatur bedeckt. Mit der CSU sei verabredet, dass dies im Frühjahr entschieden werde, machte Laschet am Samstag bei der Aufzeichnung der ARD-Sendung "Farbe bekennen" deutlich. Dabei bleibe es. BERLIN - Der neue CDU-Chef Armin Laschet hat sich in der Frage der Kanzlerkandidatur bedeckt gehalten. (Wirtschaft, 16.01.2021 - 18:25) weiterlesen...

Ziemiak: Hackerangriffe auf digitalen CDU-Parteitag. Diese konnten aber abgewehrt werden, wie Ziemiak am Samstag mitteilte. Diese Angriffe seien "nicht witzig", sagte der Generalsekretär: "Aber wir haben uns gewehrt." Die CDU sei auf Hackerangriffe vorbereitet gewesen. BERLIN - Auf den digitalen CDU-Parteitag hat es nach den Worten von Generalsekretär Paul Ziemiak Hackerangriffe vor allem aus dem Ausland gegeben. (Boerse, 16.01.2021 - 18:06) weiterlesen...

Merz bietet Wechsel ins Kabinett an - Merkel plant keine Umbildung. "Die Bundeskanzlerin plant keine Regierungsumbildung", sagte ein Regierungssprecher am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Damit reagierte Merkel auf einen Vorstoß von Friedrich Merz. Der hatte nach seiner Niederlage bei der Wahl des CDU-Vorsitzenden auf Twitter geschrieben, er habe dem neuen Parteivorsitzenden Armin Laschet angeboten, in die jetzige Bundesregierung einzutreten und das Wirtschaftsministerium zu übernehmen. Aktuell ist Peter Altmaier (CDU) Wirtschaftsminister. BERLIN - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will an ihrer jetzigen Kabinettsmannschaft festhalten. (Wirtschaft, 16.01.2021 - 18:05) weiterlesen...

POLITIK: Laschet will unterlegenen Merz einbinden - 'seine Themen bearbeiten'. Er habe mit ihm verabredet, "dass wir beide, die wir uns beide wertschätzen schon seit langen, langen Jahren, noch einmal gemeinsam überlegen, wie auch sein Beitrag für unsere Partei aussehen kann", sagte Laschet in seinem Schlusswort zum digitalen CDU-Parteitag am Samstag. "Es ist für uns eine wichtige Persönlichkeit. BERLIN - Der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet will seinen unterlegenen Mitbewerber Friedrich Merz in die Partei einbinden. (Wirtschaft, 16.01.2021 - 18:04) weiterlesen...

Berlin, Paris und London besorgt - Iran will Uranmetall herstellen. Die Außenministerien von Deutschland, Frankreich und Großbritanniens teilten am Samstag mit, dass der Iran angekündigt habe, die Herstellung von Uranmetall vorzubereiten - und dass man darüber "tief besorgt" sei. Der Iran habe "keine glaubwürdige zivile Verwendung für Uranmetall". Die Produktion von Uranmetall könne schwerwiegende militärische Implikationen haben. BERLIN/TEHERAN - Der Iran will in einem weiteren Punkt gegen das Wiener Atomabkommen von 2015 verstoßen. (Wirtschaft, 16.01.2021 - 18:02) weiterlesen...