Produktion, Absatz

DITZINGEN - Der Laserspezialist Trumpf verzeichnet eine stark steigende Nachfrage nach Fertigungstechnologien für die Elektromobilität.

10.04.2018 - 15:42:25

Laserspezialist Trumpf arbeitet am E-Mobilitätsmarkt von 2030. Schon heute erziele das Unternehmen zehn Prozent seines Umsatzes mit der Autobranche im Zusammenhang mit der Batteriefertigung für Elektroautos - Tendenz steigend, sagte Mathias Kammüller von der Trumpf-Geschäftsführung am Dienstag in Ditzingen bei Stuttgart.

Auf dem Weg zur Elektromobilität kommt dem Laser und der Digitalisierung nach Ansicht von Trumpf eine ganz besondere Bedeutung zu. "Digital vernetzte Laser machen es überhaupt erst möglich, dass in der Übergangsphase vom Verbrenner zum reinen Elektroauto beide Varianten auf Knopfdruck vom selben Band rollen können", sagte Kammüller.

"Batterie, Hochleistungselektronik und elektrischer Antrieb kann nur der Laser in Serie", ergänzte Christian Schmitz, bei Trumpf für die Laser-Technologie zuständig. Nur so ließe sich Elektromobilität millionenfach und gleichzeitig bezahlbar herstellen. Auf seiner dreitägigen Hausmesse zeigt das Unternehmen den Besuchern unter anderem Laserverfahren, mit denen in rund einer Minute alle Schweißungen eines Elektromotors durchgeführt werden können.

Im internen Zukunftsszenario des Unternehmens wird davon ausgegangen, dass 2025 weltweit bereits rund 25 Prozent der Autos mit Elektroantrieben unterwegs sind. "Im Jahr 2030 sollen in Europa, den USA und China sogar schon 78 Prozent aller Neuzulassungen zu einem mehr oder weniger großen Teil elektrisch betrieben werden", sagte Schmitz. An diesem Geschäft wolle das Unternehmen teilhaben. "Wer jetzt schnell genug die Weichen stellt, hat gute Aussichten, denn anders als bei den Verbrennern ist die Wertschöpfung in der E-Mobilität noch nicht verteilt."

Das Familienunternehmen Trumpf ist nach eigenen Angaben Marktführer bei Werkzeugmaschinen für die Blechbearbeitung und bei industriellen Lasern. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die weltweit rund 12 000 Mitarbeiter (davon etwa die Hälfte in Deutschland) einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro.

@ dpa.de

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