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Diess soll für Müller an VW-Spitze - weiterer Konzernumbau steht an

10.04.2018 - 19:02:23

führen könnten. Die von den Familien Porsche und Piëch kontrollierte Porsche SE hält gut 52 Prozent der Stimmrechte an Volkswagen. Die VW-Vorzugsaktien im Dax legten deutlich zu, zum Handelsschluss an der Frankfurter Börse gewannen sie knapp 5 Prozent.

Müller hatte kürzlich dem "Spiegel" gesagt, aus seiner Sicht müsse das oberste Management von Volkswagen "weiblicher, jünger und internationaler" werden. "Das ist ein riesiges Problem des Konzerns. (...) Ich würde auf jeden Fall gern mit dem Aufsichtsrat diskutieren, wie der Konzern nach meiner Zeit geführt werden soll und von wem." Er selbst könne sich auch eine Aufgabe im Aufsichtsrat vorstellen.

Der frühere Porsche-Chef war im Herbst 2015 an die Spitze von Volkswagen gekommen, nachdem Vorgänger Martin Winterkorn im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden des Diesel-Skandals in den USA zurückgetreten war. Weil im Zuge der Affäre um manipulierte Abgastests auch viel grundsätzliche Kritik an den Abläufen bei VW laut wurde, stieß Müller Initiativen zu einem "Kulturwandel" an.

Im vergangenen Jahr konnte Volkswagen erneut stark zulegen. Die Kernmarke warf einen Betriebsgewinn von rund 3,3 Milliarden Euro ab - bereinigt um Sonderkosten für die Diesel-Affäre. Unabhängig von den sehr guten Zahlen müsse der Kulturwandel jetzt jedoch mutig und offen angegangen werden, hieß es aus dem Aufsichtsrat.

Die Grünen kritisierten, Personalpläne änderten wenig daran, dass VW sich aus ihrer Sicht bisher nicht ausreichend aus den Folgen des Diesel-Skandals gelernt habe. "Egal, wer an der Spitze steht: Der Konzern hat sich nach all den Jahren des Betrugs seiner Verantwortung immer noch nicht gestellt", meinte Parteichefin Annalena Baerbock. "Wir brauchen die verpflichtende Nachrüstung für die manipulierten Fahrzeuge auf Kosten der Konzerne." Die Autobauer lehnen Umbauten an der Motor- und Abgas-Hardware für weniger Schadstoffausstoß ab.

@ dpa.de

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