Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

trading-house Börsenakademie

Gemeinsam erfolgreich

MARKETSX
Produktion, Absatz

(Die Aussage Klöckners im 2.

26.06.2019 - 20:58:24

KORREKTUR/ROUNDUP 2: Bauernchef will Pflanzen mit Gentechnik vor Dürre schützen. Absatz wurde berichtigt. Damit wird klargestellt, dass sie nicht für eine steuerfreie Risikorücklage eintritt.

SCHKEUDITZ - Die deutschen Bauern wollen sich mit speziellen Züchtungen gegen den Klimawandel wappnen. Dazu sei eine Änderung der europäischen Gentechnik-Gesetze nötig, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Mittwoch beim Deutschen Bauerntag in Schkeuditz bei Leipzig. Die Pflanzen müssten sowohl mit Trockenheit als auch mit Nässe umgehen können, sagte er bei dem zweitägigen Treffen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) stimmte der Forderung zu: "Wir brauchen neue Züchtungen, die klimastressresistent sind", sagte sie. Von einer vom Bauernverband geforderten steuerfreien Risikorücklage für mögliche Ernteausfälle hält die Ministerin nach Aussage einer Sprecherin nichts. Sie setzte sich unter anderem für den ermäßigten Steuersatz bei der Dürreversicherung ein.

Klöckner stellte aber auch Forderungen: Sie erwarte von den Landwirten, dass sie "vor die Welle" kommen, statt abwehrend auf Neuerungen zu reagieren. Sie müssten zeigen, dass sie sich für die Reduzierung von Kohlenstoffdioxid einsetzen. Dafür sollten sie stärker in die Diskussion einsteigen darüber, welchen Einfluss der Konsument auf Tierwohl und Ökologie hat. Gleichzeitig appellierte Klöckner an die Verbraucher, eine nachhaltige Landwirtschaft zu unterstützen. Auch der Handel müsse für mehr Wertschätzung für die Produkte der Landwirtschaft einbezogen werden.

Bauernpräsident Rukwied kritisierte die von der Bundesregierung vorgeschlagenen zusätzlichen Düngebeschränkungen zum Schutz des Grundwassers. Die EU-Kommission hatte Deutschland wegen zu hoher Nitratwerte verklagt und 2018 beim Europäischen Gerichtshof Recht bekommen. Sie verlangt nun zusätzliche Dünge-Beschränkungen.

Würden Zwischenfrüchte nicht gedüngt, bildeten sie weniger Wurzeln aus, warnte der Bauernpräsident. Das könne dann ebenfalls zu einem höheren Nitratgehalt im Boden führen, sagte Rukwied. Er hoffe auf "mehr Sachverstand" der Regierung bei der Ausarbeitung der Ackerbaustrategie, die das Landwirtschaftsministerium im Herbst vorlegen will. Klöckner verteidigte die Dürreverordnung, die Vorgaben seien sehr streng gewesen. Die Ministerin kündigte an, dass ein Thema in der Ackerbaustrategie der Humusaufbau ist.

Der Bauernpräsident hob hervor, dass Landwirte mit insgesamt 230 000 Kilometer langen Blühstreifen am Rand von Feldern in Deutschland entscheidend zur Artenvielfalt beitragen. Auch die Initiative Tierwohl sei wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Landwirtschaft.

Diese Nachhaltigkeit sieht er durch ein mögliches Mercosur-Abkommen in Gefahr: Durch das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem südamerikanischen Staatenbund kämen Produkte aus ehemaligen Regenwaldgebieten in die Region. Außerdem habe Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro seit seinem Antritt 150 Pflanzenschutzmittel neu zugelassen. "Ich erwarte von der Politik Geradlinigkeit", sagte Rukwied. Durch das Abkommen könnte die europäische Landwirtschaft sieben Milliarden Euro einbüßen.

Rukwied warnte vor einer zunehmenden Entfremdung von Stadtbewohnern und Landwirten. Mit Blick auf Volksbegehren zum Schutz von Bienen sagte er: "Ich habe kein Verständnis dafür, dass man vom Schreibtisch aus auf die Bauern zeigt und sagt, ihr habt eure Hausaufgaben nicht gemacht." Ihn sorge, dass urbane Milieus zunehmend versuchten, die tägliche Arbeit von Bauern zu beeinflussen.

Der Deutsche Bauernverband vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von rund 300 000 Landwirten und ihren Familien.

## Berichtigung

- Die Aussage Klöckners im 2. Absatz berichtigt. Damit wird

klargestellt, dass sie nicht für eine steuerfreie Risikorücklage

eintritt. Die Überschrift wurde geändert.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Boris Johnson: Brexit-Problem leichter lösbar als Mondlandung. LONDON - Der voraussichtlich neue britische Premierminister Boris Johnson hält einen geregelten EU-Austritt Großbritanniens zum 31. Oktober mit "Willen und Tatkraft" für machbar. Wenn es vor 50 Jahren schon möglich gewesen sei, zum Mond und zurück zu fliegen, "dann können wir auch das Problem des reibungslosen Handels an der nordirischen Grenze lösen", schrieb Johnson am Montag im "Telegraph". Wie für den Flug zum Mond gebe es auch dafür technische Lösungen. Boris Johnson: Brexit-Problem leichter lösbar als Mondlandung (Wirtschaft, 22.07.2019 - 10:56) weiterlesen...

CDU-Außenpolitiker: Trump von neuem Angebot an den Iran überzeugen. Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens müssten US-Präsident Donald Trump überzeugen, ein Angebot an den Iran zu formulieren, das Atomabkommen neu zu verhandeln, "das ihn zurückbringt an den Verhandlungstisch", sagte Hardt am Montag im SWR2-"Tagesgespräch". Im Idealfall sei dies eine Antwort des UN-Sicherheitsrates, bei dem auch Russland und China als Veto-Mächte und Partner des Atomabkommens auch involviert sind. BADEN-BADEN - Die Spannungen auf der Straße von Hormus sind nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Jürgen Hardt nur mit einem neuen Angebot des Westens an den Iran zu lösen. (Boerse, 22.07.2019 - 10:42) weiterlesen...

Japans Regierungschef Abe verfehlt Mehrheit für Verfassungsreform. Die Wähler hätten sich für politische Stabilität im Land entschieden, sagte der seit 2012 regierende Rechtskonservative am Montag. Doch der Sieg bei der Wahl am Vortag hat einen bitteren Beigeschmack für Abe: Die für eine von ihm angestrebte Verfassungsänderung nötige Zwei-Drittel-Mehrheit hat sein Regierungslager verfehlt. TOKIO - Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hofft nach seinem Sieg bei der Wahl zum Oberhaus des Parlaments auf eine intensivere Debatte über eine Verfassungsreform. (Wirtschaft, 22.07.2019 - 09:42) weiterlesen...

'HB': Maut-Debakel könnte Steuerzahler gut eine halbe Milliarde Euro kosten. Nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Pkw-Maut in ihrer geplanten Form gekippt hatte, hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) alle Verträge mit den Betreibern der Autoticket GmbH, Kapsch TrafficCom und CTS Eventim , gekündigt. DÜSSELDORF - Auf den Bund könnten wegen des Maut-Debakels Schadenersatzforderungen der geplanten Betreiber von mehr als einer halben Milliarde Euro zukommen. (Boerse, 22.07.2019 - 08:50) weiterlesen...

Solarbranche warnt vor Investitionsstopp. Bereits in wenigen Monaten drohe ein Investitionsstopp für Solarstromdächer, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW), Carsten Körnig, der Deutschen Presse-Agentur. Hintergrund ist ein 2012 im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegter Förderstopp beim Erreichen einer Gesamtleistung von 52 Gigawatt. Ende 2018 waren laut BSW schon 45,9 Gigawatt erreicht, der Zubau 2019 soll bei 3,5 bis 4 Gigawatt liegen. Der Verband fordert zur weiteren Förderung eine Anschlussregelung. HANNOVER - Die Solarbranche fürchtet einen Rückschlag beim Ausbau der Sonnenenergie in Deutschland. (Boerse, 22.07.2019 - 07:58) weiterlesen...

Weitere Ministerrücktritte in London erwartet. Am Wochenende hatten bereits Finanzminister Philip Hammond und Justizminister David Gauke die Aufgabe ihrer Ämter angekündigt, sollte Brexit-Hardliner Boris Johnson neuer Tory- und damit auch Regierungschef werden. Britische Medien vermuten, dass unter anderem noch Entwicklungshilfeminister Rory Stewart den Rücktritt einreichen wird. LONDON - Kurz vor der Bekanntgabe der Nachfolge von Premierministerin Theresa May wird mit weiteren Rücktritten von EU-freundlichen Regierungsmitgliedern gerechnet. (Wirtschaft, 22.07.2019 - 06:32) weiterlesen...