Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

DETROIT / WOLFSBURG - Die zähen Streitigkeiten zwischen Volkswagen und seinem ehemaligen Zulieferer Prevent gehen mit einer neuen US-Klage der bosnischen Unternehmensgruppe weiter.

01.12.2020 - 12:16:30

Neue Runde im Clinch: Prevent reicht neue US-Klage gegen Volkswagen ein. Ein Volkswagen-Sprecher bestätigte am Dienstag, dass Prevent zu Wochenbeginn eine neue Klageschrift bei einem Gericht in Detroit (Michigan) eingereicht habe. Dabei bezichtigt Prevent unter anderem Volkswagen, den Kernmarken-Chef Ralf Brandstätter und die Sitzehersteller Adient und Lear wettbewerbswidrigen Verhaltens, um Prevent vom Markt der Sitzbezüge für Autos auszuschließen. Volkswagen wies die Anschuldigungen zurück.

So habe Prevent bis 2018 mit Adient und Lear Umsätze von 360 Millionen Dollar mit Sitzbezügen erzielt, hieß es in der Klageschrift der Prevent-Anwälte. 2018 habe sich dieser Erlös dann aufgrund ungesetzlicher Vereinbarungen nahezu komplett in Luft aufgelöst.

Das neue Verfahren sei auch vor dem Hintergrund bisheriger Klagen von Prevent in Deutschland ein weiterer Versuch, in dem jahrelangen Streit den Druck aufrechtzuerhalten, hieß es von VW . Wie auch in einem vorherigen US-Verfahren seien die Behauptungen von Prevent grundlos und gehörten nicht vor US-Gerichte. In einer im November vergangenen Jahres beim gleichen Gericht in Detroit eingereichten Klageschrift hatte Prevent argumentiert, VW habe durch Absprachen verhindern wollen, dass die Bosnier Unternehmen auf dem US-Markt übernehmen. VW hat die Abweisung dieser Klage beantragt, in der Prevent eine Summe von 750 Millionen Dollar verlangt hatte.

Der Streit zwischen VW und Prevent hat eine lange Geschichte und beschäftigt die Gerichte schon seit Jahren. 2016 zwang Prevent den weltgrößten Autobauer über deutsche Tochterfirmen mit einem Lieferstopp von Teilen zu einem zwischenzeitlichen Produktionsstopp in mehreren Werken. Im Sommer dieses Jahres sorgte dann die Spitzelaffäre um mitgeschnittene Gespräche einer internen VW-Arbeitsgruppe für Aufsehen.

Bevor der Konzern im März 2018 alle Verträge mit dem Zulieferer kündigte, sollen Unternehmensvertreter länger über den künftigen Umgang mit der Firma beraten haben. Ende Juli dieses Jahres wurde der mutmaßliche Maulwurf aus der VW-Arbeitsgruppe enttarnt. Kurz darauf wurde dessen Leiche in einem ausgebrannten Auto in Rottorf (Landkreis Helmstedt) gefunden. Für die Ermittler deutet vieles auf einen Suizid hin. Abschließend geklärt ist dies aber nicht. Vergangene Woche waren erneut VW-Geschäftsräume durchsucht worden, weil es laut dem Online-Wirtschaftsmagazin "Business Insider" rund um die Audiomitschnitte einen Verdacht gegen eine Managerin gegeben haben soll.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Ein Prozess weniger - aber Ex-VW-Chef Winterkorn bleibt unter Druck. Nach der Einstellung des Verfahrens wegen Marktmanipulation gegen die aktuelle VW-Spitze wird auch das entsprechende Verfahren gegen den 73-jährigen Ex-Vorstandsvorsitzenden abgeblasen. BRAUNSCHWEIG - Der frühere VW-Konzernchef Martin Winterkorn kommt vorerst um einen zweiten großen Strafprozess im Dieselskandal herum. (Boerse, 15.01.2021 - 16:22) weiterlesen...

Marktmanipulations-Prozess gegen Ex-VW-Chef Winterkorn eingestellt. Dies teilte das Landgericht Braunschweig am Freitag mit. Das Verfahren werde eingestellt - an dem ab Ende Februar geplanten Betrugsprozess gegen Winterkorn wegen erhöhter Diesel-Abgaswerte halte man aber fest. BRAUNSCHWEIG - Nach der Einstellung des Strafverfahrens gegen die aktuelle VW -Spitze wegen Marktmanipulation im Dieselskandal ist auch der entsprechende Prozess gegen Ex-Konzernchef Martin Winterkorn eingestellt worden. (Boerse, 15.01.2021 - 12:53) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für Volkswagen-Vorzüge auf 185 Euro - Buy. Die deutschen Autobauer dürften ein starkes Gewinn- und Liquiditätswachstum für das vierte Quartal, schrieb Analyst Tim Rokossa in einer am Freitag vorliegenden Branchenstudie. Dies gelte vor allem für Volkswagen und Daimler, deren Aktien auch weiterhin seine "Top Picks" seien. Wegen der zuletzt guten Entwicklung bei den Preisen und dem Produktmix ist der Experte auch optimistischer für das Jahr 2021. FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Volkswagen-Vorzugsaktien von 170 auf 185 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. (Boerse, 15.01.2021 - 12:33) weiterlesen...

Diesel-Musterverfahren von Investoren gegen Daimler rückt näher. Das Landgericht Stuttgart hat dafür nun einen sogenannten Vorlagebeschluss erlassen und dem Oberlandesgericht (OLG) vorgelegt, wie die hinter den Anträgen stehende Rechtsanwaltskanzlei Tilp am Freitag mitteilte. Das Gericht bestätigte die Angaben. Der Vorlagebeschluss enthält sogenannte Feststellungsziele, mit denen die OLG-Richter grundlegende und für alle Investorenklagen gleichermaßen relevante Fragen klären sollen. STUTTGART - Das von Investoren angestrebte Musterverfahren gegen Daimler im Zusammenhang mit der Dieselaffäre rückt näher. (Boerse, 15.01.2021 - 10:55) weiterlesen...

Aufgestockte Förderprämie führt zu Rekordzahlen bei E-Autos. Beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gingen im abgelaufenen Jahr Anträge für 255 039 Fahrzeuge ein, wie die Behörde am Freitag in Eschborn bei Frankfurt berichtete. ESCHBORN/FLENSBURG - Die zur Jahresmitte aufgestockte staatliche Förderung hat den Verkauf von Elektroautos in Deutschland stark angetrieben. (Boerse, 15.01.2021 - 05:51) weiterlesen...

Automarkt verliert in Russland weniger stark als in Westeuropa. Im flächenmäßig größten Land der Erde sind von Januar bis Dezember 1,599 Millionen Neuwagen verkauft worden, teilte der europäische Unternehmerverband Association of European Businesses (AEB) in Moskau mit. Der Russland-Chef des Autobauers Porsche, Thomas Stärtzel, sagte am Donnerstag bei einer Online-Konferenz, dass für dieses Jahr mit einer leichten Besserung der Lage gerechnet werde. Der Markt könne um 2,1 Prozent auf 1,632 Millionen Fahrzeuge wachsen. MOSKAU - Die Automarkt in Russland hat sich im Corona-Krisenjahr 2020 mit einem Verkaufsrückgang um 9,1 Prozent im Vergleich zu 2019 besser behauptet als in vielen anderen Ländern. (Wirtschaft, 14.01.2021 - 17:54) weiterlesen...