VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

DETMOLD - In einem Klimaschutz-Streit zwischen einem Biobauern und dem Autokonzern Volkswagen hat eine Klageabweisung beantragt.

09.09.2022 - 06:15:28

Bauer gegen Großkonzern: Kläger will rasches Verbrenner-Aus bei VW

klagt.

Andere Autokonzerne sehen sich ebenfalls mit Klimawandel-Vorwürfen konfrontiert: Vertreter der Deutschen Umwelthilfe haben BMW in München und Mercedes-Benz in Stuttgart verklagt.

VW weist die Vorwürfe zurück und verweist auch auf Fortschritte in der Elektromobilität. In einer Erwiderungsschrift der VW-Anwälte heißt es zudem, dass die Nutzung der Verbrennungsmotoren nicht im Einflussbereich der Hersteller, sondern der Autofahrer liege. Nur etwa ein Prozent der Emissionen, die bei der Produktion und Nutzung entstehen, entstammten aus Quellen, die vom Konzern kontrolliert werden.

Kritisch sehen die VW-Anwälte zudem, dass sich der Bauer in der Klage auf seine düstere Geschäftsperspektive bezieht. Es ließen sich keine konkreten Folgen des Klimawandels auf kleinräumige Bereiche vorhersagen, monieren die Anwälte des Autokonzerns. Es sei heute "völlig unabsehbar, in welcher konkreten Form - wenn überhaupt - es zu einer Rechtsgutbeeinträchtigung kommen könnte".

Greenpeace hält die Argumentation von Volkswagen für falsch. Der Autokonzern müsse sich endlich seiner Verantwortung stellen und den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor schnellstmöglich einleiten, fordert die Umweltschutzorganisation. Die VW-Argumentation vor Gericht stehe im Widerspruch zum Image eines ökologischen Vorreiters, das der Autobauer in der Öffentlichkeit suche, heißt es von Greenpeace.

Beim Verfahrensauftakt im Mai hatten der klagende Landwirt und damit auch die Umweltschutzorganisation einen schweren Stand, das Gericht forderte eine Konkretisierung der Vorwürfe. Die Anwältin Verheyen gibt sich dennoch optimistisch. Man sei den Hinweisen des Gerichts nachgekommen und habe Bedenken ausgeräumt, sagte sie.

@ dpa.de

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