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DARMSTADT - Der starke Euro macht dem Darmstädter Merck-Konzern zunehmend zu schaffen.

15.05.2018 - 07:39:24

Merck mit schwachem ersten Quartal - Euro und Flüssigkristalle machen Probleme. Im ersten Quartal musste das Pharma- und Spezialchemieunternehmen einen Umsatz- und Ergebnisrückgang verkraften. Dabei kämpfte der Hersteller weiter mit Problemen im wichtigen Flüssigkristallgeschäft, wo Merck Marktanteile verliert. Auch für das Gesamtjahr bleibt das Management um Konzernchef Stefan Oschmann vorsichtig und rechnet nun mit noch negativeren Auswirkungen der Euro-Stärke, wie das Dax-Unternehmen am Dienstag in Darmstadt mitteilte.

In den ersten drei Monaten 2018 verringerte sich der Konzernumsatz im Jahresvergleich um mehr als 4 Prozent auf knapp 3,7 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda pre) sackte gar um 18 Prozent auf rund 1,02 Milliarden Euro ab - im Vorjahr hatte Merck allerdings auch noch von einem positiven Sondereffekt profitiert. Analysten hatten in etwa mit diesen Resultaten gerechnet. Unter dem Strich ging der Gewinn zum Jahresstart um fast 35 Prozent auf 341 Millionen Euro zurück.

Merck konkretisierte seine Prognose für das laufende Jahr. Nachdem die Darmstädter jüngst den Verkauf ihres Geschäfts mit rezeptfreien Arzneien an den US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble besiegelt haben, werden für 2018 Erlöse in Höhe von 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro aus dem fortgeführten Geschäft erwartet. Das bereinigte Ebitda soll in dieser Abgrenzung auf 3,75 bis 4,0 Milliarden Euro zurückgehen. Hier befürchtet Merck nun negative Währungseinflüssen von 5 bis 7 Prozent, zuvor hatte der Konzern noch mit 4 bis 6 Prozent kalkuliert.

@ dpa.de