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MERCK KGAA, DE0006599905

DARMSTADT - Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA setzt sich unter seiner neuen Chefin ehrgeizige Wachstumsziele.

09.09.2021 - 10:53:00

Merck will deutlich mehr in Wachstum investieren - Milliarden für Übernahmen. "Unsere Ambition ist, das weltweit führende Wissenschafts- und Technologieunternehmen des 21. Jahrhunderts zu werden", sagte Belen Garijo am Donnerstag laut Mitteilung anlässlich des Kapitalmarkttags des Unternehmens. Hierzu will Merck in Zukunft kräftiger investieren als bisher. Für Zukäufe kalkuliert Garijo, die das Darmstädter Dax -Unternehmen seit Mai führt, zudem mit einem Betrag im hohen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich ab Ende 2022.

mit seinen Produkten. Die Darmstädter wollen nun ihr Geschäft rund um die Herstellung biopharmazeutischer Produkte durch mehr Kapazitäten und eine Vergrößerung des Produktionsnetzwerks ausbauen. Zudem will sich Merck auch stärker als Auftragsfertiger und -entwickler positionieren.

Für den Geschäftsbereich sieht Merck deshalb nun noch optimistischer in die Zukunft - obwohl gleichzeitig mit nachlassendem Rückenwind durch die Pandemie gerechnet wird, wie Garijo in ihrer Präsentation betonte. Demnach soll die Laborsparte mittelfristig im Schnitt um 7 bis 10 Prozent pro Jahr aus eigener Kraft wachsen - und damit schneller als voraussichtlich der Markt. Zuletzt hatte Merck für den Geschäftsbereich noch ein organisches Plus von 6 bis 9 Prozent angepeilt. Helfen soll in Zukunft auch ein noch stärkerer Fokus auf die Wachstumsregion Asien-Pazifik und insbesondere China.

Die Spanierin Garijo legt wie ihr Vorgänger Stefan Oschmann ihr Augenmerk nach eigenem Bekenntnis auf ein "sehr aktives Portfoliomanagement" - weniger aussichtsreiche Aktivitäten werden deshalb eher zugunsten lukrativer Projekte gestrichen. Dies gilt auch für die Pharmasparte, die Garijo vor ihrem Wechsel an die Konzernspitze im Mai lange und erfolgreich geführt hatte. Dabei hatte die Managerin den Bereich stärker auf aussichtsreichere Medikamente gegen Krebs und Multiple Sklerose (MS) ausgerichtet.

Für den Pharmabereich erwartet Merck nunmehr mittelfristig ein durchschnittliches jährliches organisches Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich, das zum Großteil durch neue Produkte gespeist werden soll. Neben den bereits eingeführten Krebspräparaten wie Bavencio und Tepmetko sowie der MS-Tablette Mavenclad setzen Mercks Forscher auch große Hoffnungen in einige Arzneien, die sich noch in der Entwicklung befinden. Seine kurzfristigen Ambitionen für die neuen Medikamente hatte Merck allerdings erst kürzlich etwas eingedämpft. Diese sollen 1,6 bis 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2022 beisteuern anstatt der zuvor angepeilten 2 Milliarden Euro.

Für das kleinste Standbein, den Bereich für Spezialmaterialien ("Electronics"), setzt die Konzern-Chefetage nun die Messlatte ebenfalls noch einen Tick höher. Dank der zugekauften Versum Materials hatte Merck in den vergangenen rund zwei Jahren den Bereich auf das wachsende Geschäft mit Halbleitern ausgerichtet. Dieses soll der wesentliche Wachstumstreiber der Sparte werden, in der Merck etwa auch Farbpigmente für die Auto- und Kosmetikindustrie produziert. Bis 2025 soll die gesamte Sparte nunmehr im Schnitt um 3 bis 6 Prozent beim Umsatz aus eigener Kraft zulegen (zuvor: 3 bis 4 Prozent).

Im abgelaufenen zweiten Quartal hatte das organische Wachstum der Sparte Electronics bei etwas mehr als 10 Prozent gelegen. Dabei profitierte Merck zuletzt stark von der weltweiten Chipknappheit, die beispielsweise auch die Autoindustrie bremst.

@ dpa.de

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