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CUPERTINO - Apple lässt die Muskeln spielen: Dank Chips aus eigener Entwicklung fordert der Konzern die PC-Konkurrenz mit einem innovativen Desktop-Computer heraus.

21.04.2021 - 14:09:04

Apple fordert PC-Rivalen und Intel mit dünnem Desktop-iMac heraus. Der am Dienstag vorgestellte neue iMac ist nur 11,5 Millimeter dick - dünner als viele Monitore ohne einen Computer im Inneren. Möglich macht das Apple zufolge der Umstieg von Intel -Prozessoren auf die hauseigenen M1-Chips. Dadurch könne man unter anderem drastisch Platz sparen: Statt eines voluminösen Kühlsystems seien lediglich zwei kleine Lüfter notwendig.

präsentierte jüngst eigene, ähnliche Tracker.

Weitere Ankündigungen waren eine neue Version der Fernsehbox Apple TV mit besserer Bildqualität und einer neuen Fernbedienung - die alte wurde oft wegen eines Touch-Felds kritisiert, auf dem man sich leicht verklickte. Bei einer neuen Funktion des Apple TV demonstrierte der Konzern auch exemplarisch das Zusammenspiel seiner verschiedenen Geräte. So soll man ein iPhone nutzen können, um die Farbdarstellung auf dem Fernseher zu verbessern. Es soll genügen, das Telefon an den Bildschirm zu halten. Ein iPhone-Sensor analysiert dann das Licht und passt die Einstellungen der Box an.

Bei Podcasts führt Apple zusätzlich ein Abo-Modell ein. Autoren können einzelne Episoden nur für zahlende Nutzer zugänglich machen. Abo-Kunden könnten Podcasts auch ohne Werbung hören. Apple baute in den vergangenen Jahren das Geschäft mit Abo-Diensten stark aus. Das wichtigste Produkt des Konzerns bleibt weiterhin das iPhone, das mehr als die Hälfte der Erlöse einbringt.

Bei den Reaktionen der Finanz-Analysten stand vor allem der M1-Chip im Fokus, der bereits zu seiner Markteinführung im vergangenen Jahr überschwängliche Kritiken erhalten hatte. Samik Chatterjee von J.P. Morgan sagte, die Einführung des M1-Chips im iPad Pro und im iMac zeige, dass der der neue Prozessor schneller als erwartet im gesamten Produktportfolio eingeführt werde. Dies könne damit zu tun haben, dass in der Corona-Pandemie das Homeoffice wichtiger werde. Das sei vermutlich auch der Grund, warum das iPad Pro jetzt auch mit einem 5G-Modem zu haben sei, um die Arbeit von unterwegs oder zu Hause zu erleichtern.

Amit Daryanani, Analyst von Evercore, wies darauf hin, dass Apple von der aktuellen Chipkrise offenbar nicht betroffen sei. In vielen Industriebranchen sind Mikroprozessoren derzeit knapp, auch weil wichtige Produktionskapazitäten in Asien ausgefallen sind. "Das neue iPad und der iMac werden beide in der zweiten Mai-Hälfte ausgeliefert, was darauf hindeutet, dass der Halbleitermangel zumindest auf diese neuen Produkte keinen großen Einfluss hat."

An der Börse ließen sich die Investoren nicht groß von den Ankündigungen von Apple beeindrucken. Der Kurs der Aktie gab in einem schwachen Umfeld leicht um 1,3 Prozent nach. In den vier Wochen vor dem Event hatte der Kurs aber schon um knapp 8 Prozent zugelegt.

@ dpa.de