Auto, Produktion

COVENTRY - Der Hersteller der berühmten schwarzen Londoner Taxis will von der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen profitieren und seine Produktpalette ausbauen.

19.12.2021 - 14:11:27

Hersteller der Londoner Taxis will mehr E-Modelle anbieten. Bisher bietet London Electric Vehicle Company (LEVC) mit dem legendären Taxi LEVC TX und dem neuen Kleintransporter VN5 zwei E-Modelle an. "Es wird mindestens einen größeren Van geben, um das Thema "grüne Logistik" aufzugreifen", sagte LEVC-Chef Jörg Hofmann der Deutschen Presse-Agentur. Bereits 2022 ist ein E-Camper geplant.

Dabei soll es nicht bleiben: "Wir könnten uns durchaus vorstellen, nächstes Jahr in das Segment der E-Busse einzusteigen", sagte Hofmann. "Auch öffentlicher Transport sollte Vorreiter sein bei der Entwicklung."

Der britische Premierminister Boris Johnson will, dass von 2030 an keine neuen Benziner und Diesel mehr hergestellt werden. Für diesen Wandel sieht Hofmann sein Unternehmen, das als London Taxi Company bekannt wurde, gut aufgestellt. "Wir sind mit dem Taxi führend und bauen jetzt auf dieser Plattform auf und schauen, was wir noch mehr tun können", sagte der ehemalige Brasilien-Chef von Audi. "Wir müssen uns nicht komplett neu erfinden. Wir haben uns eigentlich schon vor Jahren neu erfunden." Die Tochter des chinesischen Herstellers Geely hatte die Black Cabs 2017 auf E-Motor umgestellt.

Die Taxis haben nach Hofmanns Ansicht weiterhin Potenzial, auch dank neuer Mobilitätskonzepte. In Deutschland seien öffentliche Verkehrsbetriebe, die den TX für ihre Ridesharing-Angebote nutzen, der wichtigste Kunde, sagte er. "Das ist ein interessantes Segment, das uns wirklich große Wachstumschancen bietet." Dazu trage bei, dass es in Deutschland viel öffentliches Geld für Nachhaltigkeit gebe. "Auch deshalb denken wir jetzt in Richtung E-Bus nach, weil auch da die Flotte ausgetauscht werden muss", sagte Hofmann. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass in zehn Jahren noch stinkende Stadtdieselbusse durch die Gegend fahren. Wir sind da erst am Anfang."

@ dpa.de

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