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MICHELIN, FR0000121261

CLERMONT-FERRAND - Die Corona-Krise hat dem französischen Reifenhersteller Michelin einen herben Umsatz- und Gewinnrückgang eingebrockt.

16.02.2021 - 10:38:57

Corona-Krise lässt Gewinn von Reifenhersteller Michelin einbrechen. Allerdings verdiente das Unternehmen im laufenden Geschäft besser als gedacht. Für das laufende Jahr rechnet das Management wieder mit besseren Geschäften, wie Michelin am Montagabend in Clermont-Ferrand mitteilte. Das Niveau aus dem Jahr vor der Pandemie dürfte aber auch 2021 außer Reichweite bleiben.

am Vormittag 0,5 Prozent auf 118,25 Euro. Der Kurs war bereits seit Anfang November stark angestiegen, damals war eine Aktie noch um die 90 Euro wert. Die Zahlen des zweiten Halbjahres seien stark ausgefallen, die neue Prognose dagegen gewohnt zurückhaltend, schrieb Jefferies-Analyst Sascha Gommel.

Für das neue Jahr erwartet Michelin-Chef Florent Menegaux, dass die Nachfrage nach Reifen für Pkw und Kleinlaster um sechs bis zehn Prozent zulegt. Der Markt für Lkw-Reifen dürfte um vier bis acht Prozent und für Spezialprodukte um acht bis zwölf Prozent wachsen. Auf Jahressicht dürften Preise und Rohmaterialkosten per Saldo dem Wachstum leichten Rückenwind geben, wohingegen von Währungskursen deutlicher Gegenwind zu erwarten sei, hieß es von Michelin. Bei stabilen Währungskursen rechnet Menegaux für 2021 mit einem operativen Gewinn der Segmente von mehr als 2,5 Milliarden Euro.

Voraussetzung sei jedoch, dass die Lieferketten infolge der Pandemie nicht unterbrochen werden oder die Bewegungsfreiheit der Menschen eingeschränkt werde. Michelin hatte bereits Anfang Januar mitgeteilt, in den kommenden drei Jahren bis zu 2300 Stellen in Frankreich zu streichen.

Die Aktionäre sollen je Aktie 2,30 Euro Dividende erhalten. Das ist deutlich mehr als Experten erwartet hatten. Diese hatten nur mit 1,87 Euro gerechnet.

@ dpa.de