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BOEING CO, US0970231058

CHICAGO - Der US-Luftfahrtriese Boeing ordnet seine Führungsetage im Zuge der Krise um den mit Startverboten belegten Flugzeugtyp 737 Max neu.

13.10.2019 - 14:04:25

Boeing-Chef Muilenburg gibt Verwaltungsratsvorsitz ab. Dennis Muilenburg wird den Verwaltungsratsvorsitz abgeben, um sich als Vorstandschef in Vollzeit um die angestrebte Wiederzulassung der 737 Max, die Bedürfnisse der Kunden und die Verschärfung von Boeings Fokus auf Produkt- und Service-Sicherheit kümmern zu können. Das teilte der Konzern am Freitagabend (Ortszeit) in Chicago mit.

überstürzt auf dem Markt gebracht und dabei die Sicherheit vernachlässigt zu haben. Boeing weist dies zwar zurück, hat aber verschiedene Fehler und Pannen eingeräumt. Es droht großer rechtlicher Ärger - das Unternehmen steht zahlreichen Klagen etwa von Angehörigen der Absturzopfer, Piloten und Investoren gegenüber.

Für Boeing ist der Fall besonders brenzlig, weil eine Fehlfunktion bei einer eigens für die 737-Max-Maschinen entwickelten Steuerungssoftware nach ersten Untersuchungen als entscheidende Ursache der Abstürze gehandelt wird. Bei einem Herstellerfehler wäre Boeing mit großen Haftungsrisiken konfrontiert. US-Behörden ermitteln, ob bei der Zulassung der 737 Max alles mit rechten Dingen zuging. Sollte Boeing der US-Luftfahrtaufsicht sicherheitsrelevante Informationen verschwiegen haben, würde die Sache noch wesentlich brisanter.

Auch geschäftlich sind die Probleme mit der 737 Max für Boeing eine immense Belastung. Seit dem zweiten Absturz im März sind die Krisenjets mit Startverboten belegt. Wann sie wieder abheben dürfen, ist bislang unklar. Da Boeing seinen bis zu den Unglücken bestverkauften Flugzeugtyp auch nicht mehr ausliefern kann, musste die Produktion bereits deutlich gedrosselt werden. Je länger sich die erhoffte Wiederzulassung hinzieht, desto prekärer und teurer wird es. Boeing steht unter Druck, die Software-Fehler zu beheben, die als Absturzursache gelten, kommt bisher aber nicht wie erhofft voran.

Die Probleme bewirken massive Kosten: Allein im zweiten Quartal brockte die 737-Max-Zwangspause dem Airbus-Rivalen einen Rekordverlust von 2,9 Milliarden Dollar (2,6 Mrd Euro) ein. Der Umsatz fiel um 35 Prozent auf 15,8 Milliarden Dollar. Boeings gesamte Schadensbilanz seit den im März verhängten Flugverboten belief sich laut dem Finanzdienst Bloomberg bereits Ende Juni auf 8,3 Milliarden Dollar. Entlastung gab es seitdem nicht, im Gegenteil: Es kamen weitere Klagen, Konflikte und Schwierigkeiten hinzu, die eine Wiederzulassung der 737 Max eher noch weiter verzögern könnten.

@ dpa.de

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