BOEING CO, US0970231058

CHICAGO - Boeing am Mittwoch in Chicago mit.

27.10.2021 - 15:42:30

'Dreamliner'-Probleme brocken Boeing Quartalsverlust ein

über anhaltende Belastungen durch die Probleme mit der 787.

Bei Boeing selbst verursachte die "Dreamliner"-Pannenserie im jüngsten Quartal 183 Millionen Dollar an Sonderkosten. Der Konzern spricht weiter mit der US-Luftfahrtbehörde FAA, um die Bedingungen für eine Wiederaufnahme der Auslieferungen zu klären. Derzeit baut Boeing pro Monat nur zwei Maschinen des Typs. Sobald Auslieferungen wieder möglich sind, soll die Produktion wieder auf fünf Maschinen steigen. Auch die Produktion der 737 Max befindet sich mit 19 Maschinen pro Monat weiter auf relativ niedrigem Niveau.

Der Mittelstreckenjet ist Boeings Bestseller, war jedoch wegen zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten ab März 2019 rund 20 Monate mit Flugverboten belegt. Inzwischen darf das Modell zwar in weiten Teilen der Welt wieder abheben, jedoch zieht sich die Wiederzulassung im wichtigen chinesischen Markt weiter hin, was sich für Boeing zunehmend zum Problem entwickeln könnte. Dennoch soll die Produktion Anfang 2022 wie geplant auf 31 Exemplare pro Monat klettern.

Eine weitere Baustelle des US-Luftfahrtkonzerns bleibt das krisengeplagte "Starliner"-Raumschiff, dessen eigentlich für diesen Sommer geplanter nächster Testflug zur Raumstation ISS zuletzt wegen Ventil-Problemen ins kommende Jahr verschoben werden musste. Aus dem Geschäftsbericht geht jetzt hervor, dass Boeing im vergangenen Quartal Sonderbelastungen in Höhe von 185 Millionen Dollar wegen des "Starliner"-Programms im Auftrag der Nasa verbuchen musste.

@ dpa.de