Tesla, US88160R1014

CHEMNITZ - Die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien wird nach Einschätzung von EnviaM-Vorstandschef Stephan Lowis für Unternehmen immer wichtiger bei Standortentscheidungen.

05.01.2022 - 06:10:29

EnviaM-Chef Lowis: Mehr Tempo bei Ausbau erneuerbarer Energien nötig. "Das gibt zunehmend den Ausschlag dafür, wo sich Unternehmen neu ansiedeln oder weitere Investitionen tätigen", sagte der Chef des ostdeutschen Energieversorgers der Deutschen Presse-Agentur. Als Beispiele verwies er auf die Ansiedlung des Autobauers Tesla in Grünheide (Brandenburg) sowie den Bau eines großen Solarparks mit BASF in der Lausitz. Er soll künftig dem Chemie-Werk in Schwarzheide grünen Strom liefern.

Auch deswegen müsse beim Ausbau von Windenergie und Photovoltaik mehr Tempo aufgenommen werden, mahnte Lowis. In Sachsen etwa gab es 2021 Rückbau statt Ausbau bei der Windenergie. Die Zahl der Windräder ging laut Energieministerium von 937 auf 930 zurück, die installierte Leistung sank um 4,1 Megawatt. Hinderlich sei, wenn Abstandsregeln zu restriktiv ausgelegt würden, erklärte Lowis. Auch müssten mehr geeignete Flächen ausgewiesen und die Genehmigungsbehörden personell so ausgestattet werden, dass Anträge zügig bearbeitet werden könnten.

EnviaM beliefert knapp 1,3 Millionen Kunden in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit Strom, Gas und Wärme und betreibt selbst Wind- und Solarparks in diesen Regionen. 2022 soll der Windpark Lützen in Sachsen-Anhalt um weitere 5,6 Megawatt ausgebaut werden. Geplant ist außerdem die Fertigstellung neuer Solarparks in Guben (Brandenburg), Borau (Sachsen-Anhalt) und zusammen mit BASF in Schwarzheide (Brandenburg).

Versorgungsengpässe bei Strom sieht Lowis derzeit nicht, auch wenn dieses Jahr die letzten Atomkraftwerke in Deutschland vom Netz gehen und in den kommenden Jahren schrittweise die Kohlekraftwerke folgen sollen. Allerdings trieben befürchtete Stromknappheiten - neben anderen Faktoren wie steigende CO2-Preisen und die Versorgungslage mit Erdgas in Europa - die Großhandelspreise. Die Terminmarktpreise etwa für das Lieferjahr 2022 hätten sich an der Strombörse binnen zwei Jahren verfünffacht.

Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien muss die Politik nach Ansicht Lowis' dringend Anreize zur Schaffung von Speicherkapazitäten schaffen, um so künftig Grundlast im Stromnetz aus erneuerbaren Energien zu ermöglichen. "Vor allem Wasserstoff kommt da ins Spiel." Mit dessen Hilfe könnte Strom, wenn genug Sonne und Wind da sind, gespeichert, und später wieder eingespeist werden.

Die Technologie sei vorhanden, sagte Lowis. "Die Rahmenbedingungen sind bisher aber nicht so ausgerichtet, dass es zu einer Massenanwendung kommt", erklärte er. "Wasserstoff wird nicht der Champagner, sondern das Tafelwasser der Energiewende". Auch sein Unternehmen arbeite an dem Thema. Die eigenen Gasnetze seien schon jetzt für eine vollständige Wasserstoff-Nutzung geeignet. Konkretere Details wollte er noch nicht nennen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

AKTIE IM FOKUS 2: Tesla-Anleger schwer enttäuscht von Perspektiven für 2022 (Boerse, 27.01.2022 - 22:42) weiterlesen...

Tesla kauft eigenes Gleis für Shuttle-Zug zur Fabrik. Das bestätigte am Donnerstag eine Sprecherin des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung. Der US-Elektroautobauer plant demnach, bis zur Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs Fangschleuse zu den Schichtwechselzeiten einen Shuttle-Zug fahren zu lassen, von Erkner zu einem neuen Haltepunkt an dem Gleis südlich des Werksgeländes. Planung, Bau und Betrieb des SPNV-Shuttles einschließlich des Haltepunktes liege bei Tesla, wie es vom Ministerium weiter hieß. Zunächst hatte die "Märkische Oderzeitung" darüber berichtet. POTSDAM - Tesla hat für eine bessere Anbindung an sein Werk im Grünheide bei Berlin ein bereits vorhandenes Gleis von der Deutschen Regionaleisenbahn Gruppe DRE erworben. (Boerse, 27.01.2022 - 18:16) weiterlesen...

Tesla erzielt 2021 Rekordgewinn von 5,5 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verbuchte der Konzern nach eigenen Angaben vom Mittwoch einen Gewinn von 5,5 Milliarden Dollar (4,9 Mrd Euro) und damit 665 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erlöse kletterten um 71 Prozent auf 53,8 Milliarden Dollar, wie Tesla nach US-Börsenschluss in Austin mitteilte. AUSTIN - Trotz der globalen Chipkrise und Problemen in den Lieferketten hat der US-Elektroautobauer Tesla 2021 so viel verdient wie noch nie zuvor in einem Geschäftsjahr. (Boerse, 27.01.2022 - 14:48) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: Tesla-Anleger werden nach Ausblick auf 2022 etwas vorsichtiger. In einem weiterhin von hohen Schwankungen geprägten Gesamtmarkt gaben sie um ein Prozent nach auf 928 Dollar. Der technologielastige Nasdaq 100 , der am Vortag nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) zunächst deutlich gestiegen war, aber die Gewinne zum Handelsende fast vollständig abgeben musste, wird am Donnerstag zur Eröffnung aktuell etwas höher erwartet. NEW YORK - Die Quartalszahlen von Tesla und Aussagen von Konzernchef Elon Musk zu den Folgen von Lieferkettenproblemen haben am Donnerstag im vorbörslichen US-Handel bei Anlegern keine große Freude ausgelöst. (Boerse, 27.01.2022 - 13:39) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Tesla auf 'Buy' - Ziel 1400 Dollar. Mit dem vierten Quartal habe der E-Autobauer lediglich die schnell steigenden Konsensschätzungen erfüllt, beim freien Barmittelfluss aber dank Zuflüssen im Betriebskapital besser als gedacht abgeschnitten, schrieb Analyst Philippe Houchois in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Die operativen Kennziffern seien außergewöhnlich und als Bedrohung für die herkömmlichen Autobauer zu sehen. NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Tesla auf "Buy" mit einem Kursziel von 1400 US-Dollar belassen. (Boerse, 27.01.2022 - 12:51) weiterlesen...

WDH/Parken an der Ladesäule: ADAC kritisiert 'Schilder-Wirrwarr'. (Im dritten Absatz wurde ein Tippfehler entfernt: Ladevorgang (nicht Landevorgang).) WDH/Parken an der Ladesäule: ADAC kritisiert 'Schilder-Wirrwarr' (Boerse, 27.01.2022 - 08:56) weiterlesen...