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Tourismus, Produktion

CANBERRA - Australien kommt nicht zur Ruhe: Die Zahl der Toten in den Feuergebieten steigt, die SchÀden sind verheerend.

08.01.2020 - 08:48:24

BuschbrĂ€nde in Australien 'schockierend und beĂ€ngstigend'. Auch der Tourismus leidet unter den BuschbrĂ€nden, die seit Monaten toben. Australiens Premierminister Scott Morrison nannte den Zustand bei einem Besuch der KĂ€nguru-Insel dort und landesweit "schockierend und beĂ€ngstigend". Allein die SchĂ€den fĂŒr die Tierwelt sind immens: Nach Angaben von NaturschĂŒtzern könnten auf der Urlaubsinsel im SĂŒden des Landes 25 000 Koalas, die HĂ€lfte der dortigen Population, umgekommen sein.

Etwas Regen und Temperaturen um 23 Grad bescherten den Feuerwehrleuten im SĂŒdosten des Landes eine kleine Atempause. Der Kampf gegen die Flammen ist lange nicht vorbei: Im besonders betroffenen Bundesstaat New South Wales tobten am Mittwoch noch weit mehr als 100 Feuer.

In der KĂŒstenmetropole Sydney umhĂŒllte Rauch die berĂŒhmte Oper. Die Luft war nach Angaben der Gesundheitsbehörden zum Teil gefĂ€hrlich schlecht. In der rund 300 Kilometer entfernten Hauptstadt Canberra war es 34 Grad heiß. Die Menschen trugen nach wie vor Schutzmasken.

Ein weiteres Todesopfer wurde aus dem Bundesstaat Victoria gemeldet: Ein 43-JĂ€hriger starb vergangene Woche bei einem Unfall im Brandeinsatz. Damit sind seit Beginn der großen Feuer im Oktober landesweit 26 Menschen ums Leben gekommen. Tausende HĂ€user wurden zerstört. Mehr als zehn Millionen Hektar brannten nieder, das entspricht ungefĂ€hr der GrĂ¶ĂŸe von Bayern und Baden-WĂŒrttemberg zusammen.

Auch die Wirtschaft leidet, von den Farmern, die ihr Vieh verloren haben, bis zum Tourismus. Der Experte Terry Rawnsley rechnet insgesamt mit milliardenschweren Folgen. Der Wirtschaftswissenschaftler einer Denkfabrik in Melbourne sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es sind Touristengegenden, die gebrannt haben." Die Gemeinden sind demnach auf die Besucher angewiesen, die dort im jetzigen australischen Sommer Geld ausgeben.

Selbst wenn es keine große Zerstörung gibt, sinken die Einnahmen durch den Tourismus, so Rawnsley. Denn: Die Besucher neigen eher nicht dazu, gleich wieder in die von den BrĂ€nden betroffenen Gebiete zu reisen. Rawnsley wĂŒrden sinkende Besucherzahlen nicht ĂŒberraschen. Der echte Test kommt fĂŒr ihn nĂ€chstes Jahr: Ob dann die Touristen wiederkommen.

Freitag könnte sich die Lage noch einmal zuspitzen: Dann werden in den Brandgebieten teilweise Temperaturen von mehr als 40 Grad erwartet, dazu könnte Wind die Feuer verschlimmern. Gute Nachrichten gab es auch: Das sogenannte Megafeuer bei Gospers Mountain im Nordwesten Sydneys könnte bis Freitag eingedĂ€mmt sein, schĂ€tzt der fĂŒr NotfĂ€lle zustĂ€ndige Minister von New South Wales, David Elliot.

Die Rauchfahne der BuschbrĂ€nde erreichte sogar Chile und Argentinien. Der Rauch ĂŒberquerte ĂŒber 11 000 Kilometer den Pazifischen Ozean bis an die chilenische KĂŒste. Der wolkenlose Himmel erschien in Zentral-Chile durch die Rauchpartikel ergraut. Auch in Argentinien war der Rauch vom sĂŒdlichen Patagonien bis in die zentralen Provinzen CĂłrdoba und Buenos Aires sichtbar, wie die argentinische Wetterwarte SNM berichtete.

Zuvor hatten auch die Menschen in Neuseeland, das 2000 Kilometer von Australien entfernt liegt, gesehen, welche Dimensionen die BrĂ€nde haben. Der Himmel fĂ€rbte sich gelb und orange. Auf den Schnee der Gletscher auf der SĂŒdinsel legte sich durch den Rauch ein gelblicher Film.

Die Welt nimmt weiter Anteil am Schicksal der Australier. Darunter sind auch viele prominente Stimmen. Prinz Charles drĂŒckte in einer Videobotschaft sein MitgefĂŒhl aus, Elton John will eine Million Dollar spenden.

@ dpa.de

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