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Bundesweite Einführungsphase für E-Rezept verschoben

30.09.2021 - 12:01:30

Bundesweite Einführungsphase für E-Rezept verschoben. BERLIN - Wer sein Rezept als Digitalversion bekommen will, der muss sich in den allermeisten Städten Deutschlands noch gedulden. Denn beim E-Rezept wird die bundesweite Einführungsphase, an der Arztpraxen freiwillig teilnehmen sollten, vorerst auf Eis gelegt - eigentlich sollte es am 1. Oktober losgehen. Das teilte die zentral zuständige Firma Gematik am Donnerstag in Berlin mit und bezog sich dabei auf einen Beschluss ihrer Gesellschafterversammlung, in der neben dem Bund auch Vertreter von Ärzten, Apotheken und Krankenkassen sitzen. Allerdings hätten anfangs wohl ohnehin nur wenige Praxen bei dem E-Rezept mitgemacht, die Planänderung hat also nur wenig Folgen.

wittern hingegen Morgenluft, wenn sie künftig die Rezepte digital übermittelt bekommen und das Arzneimittel dadurch schneller beim Kunden ist als bisher - derzeit bekommen die Online-Händler die Verschreibung noch per Brief. Allerdings haben viele stationäre Apotheken inzwischen auch ein Online-Standbein - sie könnten vom E-Rezept sogar profitieren.

Separat zum E-Rezept startet am 1. Oktober die digitale Übermittlung von Krankschreibungen, den elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU). Arztpraxen schicken diese Bescheinigungen an die Krankenkassen - der Arbeitnehmer muss das also nicht mehr selbst tun. In einer Übergangszeit von drei Monaten können die Praxen trotzdem noch auf Ausdrucke setzen, ab Januar ist die digitale Krankschreibung aber Pflicht - dann müssen sie die dafür notwendigen technischen Standards erfüllen und an das KIM-System angeschlossen sein. Das Kürzel KIM steht für Kommunikation im Medizinwesen. Einen Zettel bekommt der Patient trotzdem noch in die Hand, und zwar die Krankschreibung für seinen Arbeitgeber. Erst ab Juli 2022 sollen die Arbeitgeber hierbei einbezogen werden, damit die eAU direkt auch an sie übermittelt werden können.

@ dpa.de