Deutschland, Branchen

Bundesbank-Präsident Weidmann tritt aus persönlichen Gründen zurück

20.10.2021 - 11:24:26

Bundesbank-Präsident Weidmann tritt aus persönlichen Gründen zurück. FRANKFURT - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann legt überraschend sein Amt aus persönlichen Gründen zum Jahresende nieder. Er habe Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier um seine Entlassung aus dem Amt zum 31. Dezember 2021 gebeten, teilte die Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mit. "Ich bin zur Überzeugung gelangt, dass mehr als 10 Jahre ein gutes Zeitmaß sind, um ein neues Kapitel aufzuschlagen - für die Bundesbank, aber auch für mich persönlich", schreibt Weidmann in einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank.

In seinen Dankesworten an die Belegschaft verweist Weidmann auf das gemeinsam Erreichte: "Das Umfeld, in dem wir operieren, hat sich massiv verändert und die Aufgaben der Bundesbank sind gewachsen. Die Finanzkrise, die Staatsschuldenkrise und zuletzt die Pandemie haben in Politik und Geldpolitik zu Entscheidungen geführt, die lange nachwirken werden. Mir war es dabei immer wichtig, dass die klare, stabilitätsorientierte Stimme der Bundesbank deutlich hörbar bleibt."

Der promovierte Volkswirt hatte sich in der Vergangenheit immer wieder kritisch zu der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) geäußert. Seinen Kolleginnen und Kollegen im EZB-Rat dankte Weidmann für die offene und konstruktive Atmosphäre in den zuweilen schwierigen Diskussionen der vergangenen Jahre. Er unterstrich die "bedeutende, stabilisierende Rolle der Geldpolitik während der Pandemie sowie den erfolgreichen Abschluss der Strategiediskussion als wichtigen Meilenstein der europäischen Geldpolitik".

Weidmann hatte als damals jüngster Bundesbank-Präsident im Alter von 43 Jahren im Mai 2011 den Posten in Frankfurt von Axel Weber übernommen, der im Streit über die Anti-Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank hingeworfen hatte.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Industriezulieferer Schaeffler stärkt mit Übername Robotikgeschäft. Das 2017 gegründete Unternehmen aus Hameln hat ein Getriebe für Industrieroboter auf den Markt gebracht, das bei hoher Tragkraft besonders präzise und schnelle Bewegungen erlauben soll. Die Übernahme werde voraussichtlich im Februar abgeschlossen, teilten die Unternehmen am Montag mit. Ein Kaufpreis wurde nicht bekanntgegeben. HERZOGENAURACH - Der fränkische Auto- und Industriezulieferer Schaeffler übernimmt den niedersächsischen Getriebehersteller Melior Motion und stärkt damit sein Robotikgeschäft. (Boerse, 24.01.2022 - 16:07) weiterlesen...

EU-CO2-Vorgaben in Konzern und Kernmarke geschafft. Dies zeigten vorläufige Daten, teilten die Wolfsburger am Montag mit. 2020 hatte die Gruppe in der Summe die Vorgaben knapp verfehlt. WOLFSBURG/BRÜSSEL - Volkswagen hat 2021 mit seinen verkauften Neuwagen die angepassten CO2-Flottenziele der EU nach eigenen Angaben im Gesamtkonzern und in der Kernmarke eingehalten. (Boerse, 24.01.2022 - 16:00) weiterlesen...

RKI: 73,4 vollständig gegen Corona geimpft - 75,5 Prozent erstgeimpft. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor. Damit verfügen 73,4 Prozent der Bevölkerung (61 Millionen) laut RKI mittlerweile über einen vollständigen Grundschutz. Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig. Noch zählt das RKI auch Menschen, die nur eine Dosis des Johnson-&-Johnson-Präparats erhalten haben, mit - allerdings wird das umgestellt: Künftig sollen Johnson-&-Johnson-Geimpfte nur noch nach einer zweiten Impfdosis - möglichst mit einem mRNA-Impfstoff wie dem von Biontech /Pfizer oder Moderna - von den 2G-Regeln profitieren. BERLIN - In Deutschland sind am Sonntag 90 000 Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. (Wirtschaft, 24.01.2022 - 15:57) weiterlesen...

Kein baldiges Lockern von Corona-Beschränkungen in Sicht. Bei Beratungen von Bund und Ländern am Montag zeichnete sich vielmehr ab, dass die seit Monaten geltenden Zugangsbeschränkungen unter anderem am Arbeitsplatz, in Bussen, Bahnen, Gaststätten und Geschäften bleiben sollen. Zum Umgang mit noch deutlich mehr Infizierten mit der ansteckenderen Virusvariante Omikron sollten zudem praktische Fragen geklärt werden - ein Vorrang bei genaueren PCR-Tests und beim Nachverfolgen von Infektionsketten für sensible Bereiche. Die Union im Bundestag forderte die zügige Einführung eines Impfregisters. BERLIN - Angesichts immer höherer Infektionszahlen sind vorerst keine generellen Lockerungen von Corona-Auflagen in Sicht. (Boerse, 24.01.2022 - 15:55) weiterlesen...

Berlin setzt Präsenzpflicht an Schulen aus. Von Dienstag an können Eltern selbst entscheiden, ob ihr Kind die Schule besucht oder zu Hause an Aufgaben und Projekten arbeitet und lernt, wie Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) am Montag mitteilte. Das gelte zunächst bis Ende Februar. BERLIN - Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen wegen der Omikron-Variante wird die Präsenzpflicht an Berliner Schulen vorläufig ausgesetzt. (Wirtschaft, 24.01.2022 - 15:54) weiterlesen...

Containerschiffe dürfen mehr Tiefgang haben. Nach einer ersten Teilfreigabe im Mai 2021 gibt es grünes Licht für die zweite Freigabestufe, wie die Hamburger Wirtschaftsbehörde und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mitteilten. Für Hamburgs Hafen, der unter Konkurrenzdruck der größeren Rivalen Rotterdam und Antwerpen steht, ist das ein "Meilenstein", wie Wirtschaftssenator Michael Westhagemann am Montag hervorhob. HAMBURG - Ausgebaggert ist die tiefer gelegte Elbe schon seit dem vorigen Jahr - nun dürfen ein- und auslaufende Schiffe auch die damit zur Verfügung stehenden Tiefgänge voll ausschöpfen. (Boerse, 24.01.2022 - 15:54) weiterlesen...