Ceconomy, DE0007257503

BÜDELSDORF - Beim Mobilfunk- und Fernsehanbieter Freenet nimmt das TV- und Mediengeschäft langsam Fahrt auf.

09.08.2018 - 13:30:24

Freenet setzt weiter auf Ergebnisschub durch Fernsehangebote. Neben dem stabilen Mobilfunkgeschäft konnte im zweiten Quartal das Geschäft mit dem über DVB-T2-Antenne und Internet ausgestrahlten Fernsehsignalen deutlich zum Wachstum beim operativen Ergebnis beitragen. Und das soll so weitergehen. "Unser IPTV-Angebot waipu.tv soll in drei bis vier Jahren zusätzlichen Beitrag von 60 bis 70 Millionen beim Ebitda liefern - das muss das Ziel sein", sagte Finanzchef Joachim Preisig am Donnerstag im Gespräch der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

bekanntgegeben. In den Elektronikmärkten von Media Markt und Saturn verkauft die Freenet-Tochter Mobilcom-Debitel seit über 25 Jahren Mobilfunkverträge. Freenet war zunächst an der Börse dafür abgestraft worden, dass je Aktie mehr bezahlt wurde, als die Ceconomy-Aktie zu der Zeit wert war.

Preisig verspricht sich viel von dem Ceconomy-Anteil von 9 Prozent. "Wir haben uns diese strategische Partnerschaft lange überlegt. Wie neue Vereinbarungen mit Ceconomy aussehen, müssen wir am Ende gemeinsam mit Ceconomy besprechen", sagte der Finanzchef. "Wir erwarten uns schon eine Dividendenrendite von 3 Prozent. Aber perspektivisch sehen wir vor allem wichtige Impulse für unser Mobilfunk- und auch unser TV-Geschäft."

Für Gesprächsstoff in der Mobilfunkbranche sorgt derzeit die voraussichtlich Anfang kommenden Jahres anstehende Lizenzauktion für Frequenzen des kommenden Funkstandards 5G. Der Chef des Freenet-Rivalen United Internet (1&1 Drillisch , GMX, Web.de), Ralph Dommermuth, will zumindest prüfen, ob das Unternehmen sich an der Auktion beteiligt. Dafür müssten aber die Bedingungen stimmen, sagte er der "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Auch bei Freenet ist das Gezerre um die künftigen Mobilfunknetze Thema. "Wir haben das Thema 5G-Lizenzauktion im Auge, das müssen wir auch als Vorstände", sagte Preisig. Der Manager ist aber skeptisch, ob ein eigenes Netz für Freenet das Richtige wäre. "Unser Geschäftsmodell ist vor allem die Hoheit über Kundenverträge zu haben, mit oder ohne eigene Infrastruktur. Im TV-Bereich zum Beispiel haben wir eine eigene Infrastruktur."

Dennoch seien die Anforderungen hoch. "5G auszubauen, kostet schon sicherlich viel Geld - außer Sie haben bereits ein gut ausgebautes 4G/LTE Netz. Und selbst bei LTE ist die Nutzung in Deutschland derzeit niedriger als in Rumänien", sagte Preisig.

@ dpa.de

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