Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Ernährung, Produktion

BRÜSSEL - Umweltschützer drängen auf eine einheitliche Tierwohl-Kennzeichnung in der EU, um Kaufentscheidungen zu erleichtern.

07.09.2021 - 09:27:26

Einheitliches Logo soll Tierwohlprodukte in EU attraktiver machen. Das geht aus dem aktuellen "Fleischatlas" hervor, der am Dienstag vorgestellt wurde. Ein Vorteil wäre mehr Transparenz beim Kauf, zudem könnten sich Anbieter so besser vermarkten. In dem knapp 80 Seiten langen Bericht skizzieren unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Heinrich-Böll-Stiftung darüber hinaus mögliche Wege, die Tierhaltung und den Fleischkonsum in Europa grundlegend zu verändern.

Dem Bericht zufolge wird die Fleischerzeugung bis 2029 nach Schätzungen um etwa 40 Millionen auf 366 Millionen Tonnen weltweit steigen. Das habe auch Auswirkungen auf das Klima. Den Angaben zufolge ist der Lebensmittelsektor bereits heutzutage für mindestens 21 Prozent des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen verantwortlich - Tendenz steigend. Dabei will Europa bis 2050 klimaneutral werden.

Bei dem Thema Tierwohl-Logos zeige sich ein Flickenteppich in der Europäischen Union. So gebe es zum Beispiel in den Niederlanden das "Beter Leven"-Zeichen, das Fleisch mit bis zu drei Sternen auszeichnet. In Frankreich werde etwa das freiwillige "Label Rouge" für Geflügel aus tierfreundlichen Betrieben vergeben. Supermarktkunden in Deutschland müssen dem Bericht zufolge weiter auf ein staatliches Logo für Fleisch und Wurst aus besserer Tierhaltung warten. Das Label war unter anderem an der Frage gescheitert, ob es verpflichtend hätte sein sollen oder nicht.

Viel lernen könne man von der EU-weiten Kennzeichnung für Eier nach Haltungsform, so der "Fleischatlas". Dieses Label habe bereits gezeigt, dass entsprechende Zeichen das Verbraucherverhalten in vielen Ländern beeinflussen können, betonen die Verfasser.

Die EU-Staaten hatten sich im Herbst vergangenen Jahres für eine gesündere und nachhaltige Produktion von Lebensmitteln ausgesprochen. Dazu verabschiedeten die Landwirtschaftsminister die sogenannte Vom-Hof-auf-den-Teller-Strategie. Sie soll auch dazu beitragen, dass die EU bis 2050 klimaneutral wird.

Schon damals kritisierten die Friends of the Earth, zu denen auch der BUND gehört, die nicht-bindende Strategie scharf. Auch im aktuellen "Fleischatlas" heißt es, dass weder Vom-Hof-auf-den-Teller noch die EU-Agrarpolitik konsequente Maßnahmen beinhalteten, um den kommenden Herausforderungen zu begegnen.

Für die Zukunft fordern die "Fleischatlas"-Verfasser, dass Risiken und Schäden entlang der Wertschöpfungskette besser identifiziert werden sollen. Insgesamt sei es wichtig, nachhaltiges Wirtschaften zu unterstützen. So soll es etwa einen Übergangsfonds für Arbeitnehmer in der Fleischindustrie geben, damit diese einen Job in einem nachhaltigeren Wirtschaftszweig ergreifen können.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

U-Boot-Streit mit Frankreich: US-Regierung um Beschwichtigung bemüht. US-Präsident Joe Biden habe um ein Telefonat mit dem Präsidenten Emmanuel Macron gebeten, um über das weitere Vorgehen und sein klares Bekenntnis zum Bündnis mit Frankreich zu sprechen, sagte ein hochrangiger Beamter der US-Regierung am Montag in Washington. "Der Präsident möchte seinen Wunsch zum Ausdruck bringen, eng mit Frankreich im Indopazifik und weltweit zusammenzuarbeiten." Dabei sollten auch konkrete und praktische Schritte für die Kooperation zur Sprache kommen. Die Partnerschaft zwischen den USA und Frankreich habe über Jahrzehnte Sicherheit, Stabilität und Wohlstand auf der Welt gefördert. WASHINGTON - Die US-Regierung bemüht sich angesichts des schweren diplomatischen Streits mit Frankreich um eine Beschwichtigung der Partner in Paris. (Boerse, 20.09.2021 - 19:57) weiterlesen...

Corona-Spürhunde im Einsatz: Hochschule zieht positives Zwischenfazit. Die Hunde hätten alle eingebauten Schweißproben erkannt, teilte die Hochschule am Montag mit. Um wie viele Proben es sich dabei handelte, war zunächst nicht bekannt. Bei dem Konzert wurden demnach inaktivierte positive Proben platziert. Damit sollte kontrolliert werden, ob die Tiere in der Lage sind, mit dem Coronavirus infizierte Menschen zu erkennen. HANNOVER - Nach dem ersten Praxiseinsatz von Corona-Spürhunden bei einem Konzert hat die Tierärztliche Hochschule Hannover ein positives Zwischenfazit gezogen. (Wirtschaft, 20.09.2021 - 18:50) weiterlesen...

Johnson: Klimakonferenz ist 'Wendepunkt für die Welt'. "Ich denke, Glasgow - Cop26 - ist ein Wendepunkt für die Welt und der Moment, in dem wir erwachsen werden und Verantwortung übernehmen müssen", sagte Johnson am Montag nach einem Vorbereitungsgespräch mit einer Reihe von Staats- und Regierungschefs in New York. Die Industrieländer trügen dabei die größte Verantwortung, den Kampf gegen die Klimakrise zu verstärken. Bei der teilweise virtuellen Veranstaltung war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zugeschaltet. NEW YORK - Wenige Wochen vor der Klimakonferenz in Glasgow hat der britische Premier Boris Johnson die historische Wichtigkeit des Treffens betont. (Wirtschaft, 20.09.2021 - 18:44) weiterlesen...

WAHL/ROUNDUP: Klima-Hungerstreik: Teilnehmer drohen mit Verschärfung. BERLIN - Nach drei Wochen Hungerstreik von Klimaaktivisten in Berlin droht eine weitere Zuspitzung. Zwei Beteiligte kündigten am Montag an, auch das Trinken zu verweigern, falls ein gefordertes Gespräch mit den Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen am Donnerstag (23. September, 19.00 Uhr) nicht zustande kommt. Indes würden drei weitere Hungernde in dem Fall wohl ihre Aktion abbrechen, sagte Pressesprecherin Hannah Lübbert der Deutschen Presse-Agentur. WAHL/ROUNDUP: Klima-Hungerstreik: Teilnehmer drohen mit Verschärfung (Wirtschaft, 20.09.2021 - 17:14) weiterlesen...

WAHL/ROUNDUP: Münchner Gericht verbietet einstweilig Plakate 'Hängt die Grünen'. Das Gericht habe der Partei mit Beschluss vom Freitag per einstweiliger Verfügung untersagt, den Slogan öffentlich zu verwenden, sagte eine Sprecherin am Montag. Sollten Vertreter der Partei Widerspruch einlegen, müsse öffentlich verhandelt werden. Der Beschluss sei räumlich nicht begrenzt und gelte damit grundsätzlich bundesweit, wenn nicht Widerspruch eingelegt werde. Die Plakate sorgen seit zwei Wochen für Empörung - und juristische Auseinandersetzungen. MÜNCHEN - Das Landgericht München I hat der rechtsextremen Splitterpartei Der Dritte Weg das Aufhängen von Wahlplakaten mit dem Slogan "Hängt die Grünen!" verboten. (Wirtschaft, 20.09.2021 - 17:13) weiterlesen...

WAHL/ROUNDUP 2: Laschet: Rennen ums Kanzleramt offen - Union in 'Aufholjagd' (Mehr Details) (Wirtschaft, 20.09.2021 - 17:01) weiterlesen...