Produktion, Absatz

BRÜSSEL - Um die europäischen Klimaziele zu erreichen, drückt die Europäische Union beim Ausbau erneuerbarer Energien aufs Tempo.

14.06.2018 - 09:36:24

EU schraubt Ziel für Ökoenergie auf 32 Prozent nach oben. Statt 27 Prozent soll Ökoenergie 2030 schon einen Anteil von 32 Prozent am gesamten Verbrauch ausmachen. Darauf einigten sich Unterhändler der EU-Länder, des Europaparlaments und der EU-Kommission in der Nacht zum Donnerstag. Außerdem sollen es Bürger leichter haben, Strom vom eigenen Dach ins öffentliche Netz einzuspeisen.

Das neue Ziel liegt über der Marke von 30 Prozent, die Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier angestrebt hatte. EU-Klimakommissar Miguel Arias Canete lobte die Vereinbarung. "Erneuerbare sind gut für Europa, und heute ist Europa auch gut bei den Erneuerbaren", schrieb er auf Twitter. "Diese Vereinbarung ist ein hart erkämpfter Sieg für unsere Bemühungen, das wahre Potenzial für Europas Energiewende zu heben."

Gemeint ist sowohl Ökostrom aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse als auch erneuerbare Energien zum Heizen und Kühlen sowie für den Verkehr. Der Anteil lag zuletzt in der gesamten EU bei rund 17 Prozent. Der rasche Ausbau soll helfen, die EU-Ziele für den Klimaschutz einzuhalten. 2030 soll der Ausstoß von Kohlendioxid um 40 Prozent unter dem Wert von 1990 liegen.

Die Kommission hatte ursprünglich ein Erneuerbaren-Ziel von 27 Prozent vorgeschlagen, das Europaparlament wollte 35 Prozent. Der Kompromiss ist maßgeblich, wenn er von allen Seiten auch formal bestätigt wird.

Umweltschützer zeigten sich trotz der Erhöhung enttäuscht. "Viel mehr Ehrgeiz ist nötig", um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, erklärte das Climate Action Network in Brüssel. Die Bedrohung durch katastrophale Folgen des Klimawandels werde nicht ernst genug genommen.

Greenpeace erklärte ebenfalls, das 32-Prozent-Ziel greife viel zu kurz. Doch lobte der Umweltverband einen anderen Aspekt, nämlich die neuen Regelungen zur Einspeisung von selbst erzeugtem Ökostrom ins öffentliche Netz. Bald könnte es Solarpanele auf Millionen weiteren Dächern in der EU geben, weil es kleinen Erzeugern leichter gemacht werde, ohne zusätzliche Steuern oder Bürokratie Strom zu liefern, sagte Greenpeace voraus.

"Heute feiern wir, dass zum ersten Mal das Recht auf Beteiligung am Energiemarkt im Rahmen der Bürgerenergie europaweit gesetzlich verankert wurde", kommentierte Greenpeace-Experte Sebastian Mang. Er nannte es jedoch verstörend, dass die Bundesregierung sich zusammen mit Ländern wie Polen und Ungarn gegen einen ambitionierteren Ausbau der Erneuerbaren gewehrt habe.

Die Unterhändler hatten am Mittwoch auch über eine Verbesserung der Energieeffizienz verhandelt, aber keine Einigung erzielt.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Weitere Rohmilchkäse in Frankreich zurückgerufen. Es handelt sich um Reblochon der Käserei Chabert, der unter mehreren Handelsmarken vertrieben wurde, teilte das französische Agrarministerium am Freitagabend in Paris mit. Es sei eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem Escherichia-coli-O26-Bakterien in zwei landwirtschaftlichen Zuliefer-Betrieben festgestellt worden seien. Kunden sollten den Käse nicht essen. PARIS - Nach der Erkrankung von Kindern hat ein französischer Hersteller weitere Rohmilchkäse zurückgerufen. (Boerse, 22.06.2018 - 22:09) weiterlesen...

Neue Halberg-Guss warnt streikende Beschäftigte vor Jobverlust. Es komme aktuell bei den ersten Kunden zu Ausfällen in der Produktion, hieß es in dem am Freitagabend veröffentlichten Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Teilweise würden deren Mitarbeiter wegen des Streiks in Kurzarbeit geschickt. SAARBRÜCKEN/LEIPZIG - Der Autozulieferer Neue Halberg-Guss (NHG) hat seine Beschäftigten in einem Offenen Brief vor den Folgen des anhaltenden Streiks gewarnt. (Boerse, 22.06.2018 - 21:48) weiterlesen...

YouTube-Wissenschaftskanal 'maiLab' gewinnt Grimme Online Award. Das Projekt der Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim, das zum jungen ARD/ZDF-Angebot Funk gehört, gewann den Preis am Freitagabend in Köln in der Kategorie "Wissen und Bildung". Wissenschaft passiere nicht nur im Labor, sondern sei Teil des Gesellschaft, sagte die YouTuberin in ihrer Dankesrede. "Ein überlebenswichtiger Teil. KÖLN - Der YouTube-Wissenschaftskanal "maiLab" ist mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet worden. (Boerse, 22.06.2018 - 20:51) weiterlesen...

Airbus droht bei Brexit ohne Abkommen mit Verlagerungen. "Einfach ausgedrückt gefährdet ein Szenario ohne Deal direkt die Zukunft von Airbus im Vereinigten Königkreich", erklärte Airbus-Chef Tom Enders in der Nacht zum Freitag. TOULOUSE - Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus will im Fall eines harten Brexits ohne Abkommen zwischen London und Brüssel seine Investitionen in Großbritannien überdenken. (Wirtschaft, 22.06.2018 - 19:53) weiterlesen...

KORREKTUR: Airbus droht bei Brexit ohne Abkommen mit Verlagerungen (Berichtigt wird der Zitatgeber im ersten Absatz. (Wirtschaft, 22.06.2018 - 19:49) weiterlesen...

Popcorn zurückgerufen - Gefahr von Gesundheitsschäden. Ein Verzehr kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Sehstörungen, erweiterten Pupillen, Mundtrockenheit und Müdigkeit führen, wie das Unternehmen aus dem niedersächsischen Hameln hat am Freitag mitteilte. Nach Angaben des Verbraucherschutz-Portals "lebensmittelwarnung.de" des Bundes und der Länder werden die sieben zurückgerufen Produkte bundesweit verkauft - außer in Mecklenburg-Vorpommern. HAMELN - Wegen möglicher Gesundheitsrisiken hat die Firma XOX Gebäck mehrere Popcorn-Artikel zurückgerufen. (Boerse, 22.06.2018 - 19:41) weiterlesen...